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Erfolgreicher Bücherflohmarkt 2011

Unser Bücherflohmarkt am Sonntag, dem 22. Mai 2011, der im Rahmen des Stadtteilflohmarkts in der Fleischervorstadt stattfand, war ein großer Erfolg.
Durch die vielen Bücherspenden, die zahlreichen Flohmarkt-Käufe und den damit erzielten Verkaufserlös können wir jetzt etwas gelassener in die Vorbereitungen für die diesjährigen Greifswalder Koeppentage 2011 gehen. Die Greifswalder Koeppentage gehen dieses Jahr dem Phänomen des Lobbyismus als „Die fünfte Gewalt”, wie Thomas Leif und Rudolf Speth es in ihrem Buch benannten, nach.
Ganz herzlichen Dank an alle Helfer, Bücherspender und Bücherkäufer!

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Stadtteilflohmarkt 2011 – Bücherspendenaufruf

Am Sonntag, dem 22. Mai 2011, findet wieder der vom Quartiersbüro Fleischervorstadt organisierte Stadtteilflohmarkt statt. Als Fleischervorstädter beteiligt sich das Literaturzentrum-Vorpommern im Koeppenhaus auch dieses Jahr wieder mit einem Bücherflohmarkt.
Nachdem wir den Verkaufserlös (350,90 Euro) im letzten Jahr dem Verein Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V. (DAZ) gespendet haben, soll der Erlös in diesem Jahr, ganz eigennützig, dem Veranstaltungsprogramm des Koeppenhauses zu Gute kommen.
Für diesen Zweck nehmen wir Ihre Bücherspende im Büro, Bahnhofstr. 4 (tgl. von 9-15 Uhr) oder im Café Koeppen gerne entgegen.
Herzlichen Dank!

Café Koeppen · Meldungen

Öffnungszeiten Ostern 2011


Café Koeppen:

  • am 22. April ab 14 Uhr geöffnet
  • vom 23. – 25. April ab 10 Uhr geöffnet, 10 -14 Uhr Brunch

Galerie im Koeppenhaus:

  • vom 22. bis 26. April geschlossen

Büro des Literaturzentrums-Vorpommern:

  • vom 21. bis 26. April geschlossen

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Peter Wawerzinek liest am 19. Januar 2011 im Koeppenhaus aus seinem Roman „Rabenliebe“

Über fünfzig Jahre quälte sich Peter Wawerzinek mit der Frage, warum seine Mutter ihn als Waise in der DDR zurückgelassen hatte. Dann fand und besuchte er sie. Das Ergebnis ist ein literarischer Sprengsatz, wie ihn die deutsche Literatur noch nicht zu bieten hatte.

Ihre Abwesenheit war das schwarze Loch, der alles verschlingende Negativpol in Peter Wawerzineks Leben. Wie hatte seine Mutter es ihm antun können, ihn als Kleinkind in der DDR zurückzulassen, als sie in den Westen floh? Der Junge, herumgereicht in verschiedenen Kinderheimen, blieb stumm bis weit ins vierte Jahr, mied Menschen, lauschte lieber den Vögeln, ahmte ihren Gesang nach, auf dem Rücken liegend, tschilpend und tschirpend. Die Köchin des Heims wollte ihn adoptieren, ihr Mann wollte das nicht. Eine Handwerkerfamilie nahm ihn auf, gab ihn aber wieder ans Heim zurück.
Wo war Heimat? Wo seine Wurzeln? Wo gehörte er hin?

Dass er auch eine Schwester hat, erfuhr er mit vierzehn. Im Heim hatte ihm niemand davon erzählt, auch später die ungeliebte Adoptionsmutter nicht. Als Grenzsoldat unternahm er einen Fluchtversuch Richtung Mutter in den Westen, kehrte aber, schon jenseits des Grenzzauns, auf halbem Weg wieder um. Wollte er sie, die ihn ausgestoßen und sich nie gemeldet hatte, wirklich wiedersehen?

Zeitlebens kämpfte Peter Wawerzinek mit seiner Mutterlosigkeit. Als er sie Jahre nach dem Mauerfall aufsuchte und mit ihr die acht Halbgeschwister, die alle in derselben Kleinstadt lebten, war das über die Jahrzehnte überlebensgroß gewordene Mutterbild der Wirklichkeit nicht gewachsen. Es blieb bei der einzigen Begegnung. Aber sie löste – nach jahrelanger Veröffentlichungspause – einen Schreibschub bei Peter Wawerzinek aus, in dem er sich das Trauma aus dem Leib schrieb: Über Jahre hinweg arbeitete er wie besessen an Rabenliebe, übersetzte das lebenslange Gefühl von Verlassenheit, Verlorenheit und Muttersehnsucht in ein großes Stück Literatur, das in der deutschsprachigen Literatur seinesgleichen noch nicht hatte.

Peter Wawerzinek wurde unter dem Namen Peter Runkel 1954 in Rostock geboren. Er wuchs in verschiedenen Heimen und bei verschiedenen Pflegefamilien auf. Seit 1988 betätigt er sich neben vielem anderen als freier Schriftsteller, Regisseur, Hörspielautor und Sänger.

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Fotos der Ausstellung „Rückblende: Greifswald in der Wende-Zeit“ jetzt bei Flickr

Die Fotos der Ausstellung „Rückblende: Greifswald in der Wende-Zeit“, welche von Greifswaldern und ehemaligen Greifswaldern eingereicht und im Herbst des letzten Jahres in der Galerie des Koeppenhauses präsentiert wurden, sind fortan im Internet bei Flickr anzuschauen.

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Pommernsause – Das Koeppenhaus macht Sommerpause

Pommernsause - SommerpauseWir legen eine kleine Verschnaufpause ein und verabschieden uns in die Ferien. Ab September sind wir dann wie gewohnt – in alter und neuer Frische – für Sie da. Am 10. September, um 20.00 Uhr wird Frau Prof. Dr. Benigna Gerisch in unserem Hause zu Gast sein, um im Rahmen der Reihe “Psychoanalyse und Kunst” über Dostojewskis Novelle “Die Sanfte” zu referieren.

Bis dahin wünschen wir Ihnen – liebes Publikum – einen fabelhaften Sommer, wunderbare Erlebnisse und optimale Erholung! Bleiben Sie uns gewogen!

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Mecklenburg-Vorpommern auf den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt dreifach vertreten

Bei den diesjährigen Tagen der deutschsprachigen Literatur vom 24.-27. Juni 2010 in Klagenfurt war Mecklenburg-Vorpommern mit drei Literaten, Volker Altwasser, Peter Wawerzinek und Judith Zander vertreten.

Volker H. Altwasser wurde 1969 in Greifswald geboren und lebt in Rostock. Er übte verschiedenste Berufe aus, u. a. war er schon Elektronikfacharbeiter, Heizer und Matrose. Von 1998 bis 2001 studierte er am Deutschen Literaturinstitut.

Peter Wawerzinek, geboren als Peter Runkel, wurde 1954 in Rostock geboren und lebt heute in Berlin. Er brach sein Kunststudium ab und übte bereits die verschiedensten Berufe aus, u. a. war er Totengräber und Tischler, in den 80ern Performance-Künstler und Stehgreifpoet.
Peter Wawerzinek wurde als Kleinkind von seinen Eltern in der DDR zurückgelassen und wuchs in den dortigen Kinderheimen und als Adoptivkind an der Ostseeküste auf. 1978 übersiedelte er nach Ostberlin. Viele seiner Werke sind autobiografisch geprägt. Er schreibt Songs und journalistische Texte.
Am 19. Januar 2011 wird Peter Wawerzinek aus seinem Roman „Rabenliebe“ im Koeppenhaus lesen.

Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Geschichte in Greifswald und anschließend am Literaturinstitut in Leipzig.
Zander schreibt Lyrik und Prosa und übersetzt. Die Autorin veröffentlichte ihre Texte in Zeitschriften und Anthologien, u. a. in edit, manuskripte und wespennest.
Am 1. Oktober 2010 wird Judith Zander aus ihrem Roman „Dinge, die wir heute sagten“ im Koeppenhaus lesen.

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Erlös des Bücherflohmarktes


Der Bücherflohmarkt im Koeppenhaus, welcher am Sonntag, dem 4. Juli, im Rahmen des Stadtteilflohmarkts in der Fleischervorstadt stattfand, hat einen Verkaufserlös von 350,90 Euro eingebracht. Das Geld ist bestimmt für die Arbeit des Vereins Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit e.V. (DAZ) und speziell für Kinder in Togo/Westafrika. DAZ fördert in der Savannenregion im Norden Togos 5 Grundschulen (Klassenstufen 1-6). Es geht zum einen darum, Schüler mit Schulmaterial und Schulkleidung auszustatten. Vor zwei Jahren wurde in Togo das Schulgeld gestrichen. Nun gehen viel mehr Kinder zur Schule. Aber es gibt immer noch viele Familien, die Schulhefte, Zirkelkästen, Schultaschen und Schulkleidung nicht bezahlen können.

Auf diesem Wege möchte das Koeppenhaus – auch im Namen des DAZ e.V. – allen Buchspendern sowie allen Käufern herzlich Danke sagen!

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Wolfgang-Koeppen-Woche im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin

Einen „Geheimschreiber“ nannte Alfred Andersch seinen Schriftstellerkollegen Wolfgang Koeppen (1906–1996), der zu den wichtigsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur zählt, der Romane, Reisebücher, Essays, Kritiken und vieles andere mehr geschrieben hat und dessen Werk nun in einer sechzehnbändigen Werkausgabe erscheint.

Trotz seines – alles in allem – am Ende doch umfangreichen Lebenswerkes war Koeppens literarische Produktivität immer eine äußerst störungsanfällige, die zwischen Schreiben und Nichtschreiben, zwischen eruptiven Schaffensphasen wie auch längeren Perioden des Nichtschreibens beziehungsweise Nichtpublizierens wechselte. Koeppens ‚Geheimnis’ ist insofern ein doppeltes: es betrifft sowohl sein geschriebenes Werk wie auch sein ungeschriebenes – und damit sein Leben, über das er als Autor in zahlreichen Interviews oft gesprochen, und in das er gleichwohl niemals wirklich Einblick gegeben hat. Dieser Einblick in Koeppens Leben, das er selbst des öfteren einen „Roman“ nannte, ist erst in den letzten Jahren aufgrund der Publikation der biografischen Studie von Jörg Döring sowie den Briefwechseln mit Siegfried Unseld und der Ehefrau Marion möglich geworden. Das neue Wissen um den Autor schärft auch den Blick auf sein Werk.

Montag, 26. Juli 2010, 20 Uhr
Wolfgang Koeppens Briefe an Marion Koeppen und Siegfried Unseld
Mit Anja Ebner und Bernhard Fetz
Aus den Briefen liest Daniel Minetti
Moderation Hans-Ulrich Treichel

Dienstag, 27. Juli 2010, 20 Uhr
„Das biografische Geheimnis“ – Auf den Spuren von Wolfgang Koeppens Biografie
Mit Monika Schmitz-Emans und Jörg Döring
Moderation Hans-Ulrich Treichel

Mittwoch, 28. Juli 2010, 20 Uhr
„Ich bin ein konservativer Anarchist“ – Der Zeitkritiker Wolfgang Koeppen
Mit Raimund Fellinger und Axel Schildt
Moderation Hans-Ulrich Treichel

Donnerstag, 29. Juli 2010, 20 Uhr
Vergebliche Reisen? – Wolfgang Koeppen unterwegs
Mit Walter Erhart und Hermann Schlösser
Moderation Hans-Ulrich Treichel

Freitag, 30. Juli 2010, 20 Uhr
Außer Haus
Ort: Kino Babylon, Großer Saal
Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 Berlin
Das Treibhaus. Nach dem Roman von Wolfgang Koeppen. Ein Film von Peter Goedel
Mit Peter Goedel
Moderation Hans-Ulrich Treichel

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Wir gratulieren Eva Strittmatter zum 80. Geburtstag!

Eva Strittmatter, geborene Braun, erblickte am 8. Februar 1930 als zweites von drei Kindern in Neuruppin das Licht der Welt. Sie studierte 1947 bis 1951 Germanistik in Berlin. 1951 bis 1953 war sie Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband, seit 1954 freie Schriftstellerin. 1956 heiratete sie Erwin Strittmatter, mit dem sie nach Schulzenhof zog.

Sie veröffentlichte Kritiken, Kinderbücher, Gedichte und Prosa. 1975 erhielt sie den Heinrich-Heine-Preis und 1998 den Walter-Bauer-Preis. Sie lebt in Schulzenhof bei Gransee.

Sinn
Wer räumt in meinem Leben auf,
Wer nimmt mich als sein Mündel an,
Gebietet mir, was ich nicht kann,
Von den Gefühlen abzulassen
Und nicht zu lieben, wo ich hassen
Sollte. Wer prügelt mir den Gleichmut ein,
Fegt meine Seele besenrein,
Umgattert das Gefühl mit Planken
Und zwingt mich wieder, die Gedanken
Unterzuordnen einem Sinn?

Keiner wirds sein, wenn ichs nicht bin.

1996 / Unveröffentlicht
in „Hundert Gedichte“, Aufbau-Verlag, Berlin