Ausstellung · Meldungen

Hoffnungsträger oder Staatsfeind? DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee

Die Jugend galt in der DDR als Hoffnungsträger einer sozialistischen Zukunft. Die Staatspartei SED versuchte, junge Menschen von Kindesbeinen an ideologisch zu erziehen und ins politische System einzubinden. Aber nicht alle Jugendlichen ließen sich vereinnahmen. Verstießen sie gegen die Normen der „Partei“, trat oft die Geheimpolizei in Aktion. Im Auftrag der SED überwachte die Stasi unangepasste Jugendliche und verfolgte sie als „Staatsfeinde“.
Der Historiker Dr. Michael Heinz (Stasi-Archiv Rostock) zeigt anhand von Beispielen aus Greifswald und Umgebung, wie die Stasi Jugendliche überwachte, sie vereinnahmte oder sie aus politischen Gründen bestrafte.

Ausstellung in Zusammenarbeit mit der BStU – Außenstelle Rostock.
Eintritt frei, Ausstellung bis 4. Mai, Di-Sa 14-18 Uhr, Karfreitag geschlossen

Foto: Punks in Rostock – in den Augen der Stasi „negativ-dekadente Jugendliche“, 1985. © Holger Roloff privat.

Ausstellung · Meldungen

Heinrich-Böll-Ausstellung „Einmischung erwünscht“ mit René Böll

Heinrich Böll. Die Nennung seines Namens reicht und ein Tableau von Ereignissen, Szenen, Bildern der sogenannten ›Bonner Republik‹ wird aufgerufen: ›Der Deutsche Herbst‹, die Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre, die Mitte der 1970er Jahre entstehenden Bürgerinitiativen, die Kontroversen mit der Springer-Presse und die durch den Spiegel-Artikel über Ulrike Meinhof 1972 ausgelöste Hetzkampagne, im gleichen Jahr die erste Verleihung des Literaturnobelpreises an einen deutschen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg.©René Böll
Wegbereitend ist Heinrich Bölls Einsatz und der seiner Familie für mehr Menschlichkeit. Deshalb freuen wir uns sehr, dass sein Sohn René Böll die aktuelle Ausstellung eröffnen wird. Heinrich Böll und seine Familie waren unabhängig im Denken, sie gehörten weder zur Rechten noch zur Linken, so konnten sie sich für die Freiheit verfolgter Menschen in der UdSSR und in Chile zur gleichen Zeit glaubhaft einsetzen. Deswegen gerieten sie ins Visier der Stasi und des Verfassungsschutzes, der westdeutschen Behörden, Politiker und großer Teile der Presse.
René Böll wurde 1948 in Köln als dritter Sohn Heinrich Bölls und dessen Frau Annemarie Böll geboren. René Böll ist bildender Künstler in Köln und Nachlassverwalter Heinrich Bölls. Er gehörte zu den Mitgründern der Heinrich-Böll-Stiftung.

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung MV.
Foto Heinrich Böll am Schreibtisch: (c) René Böll

Ausstellungsdauer bis 08. April 2017, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Ausstellung · Meldungen

Aufbruch – Impressionen aus der Savanne Togos – Eine Fotoausstellung des DAZ e.V.

Kindern und Jugendlichen Perspektiven in ihrer Region zu eröffnen, ist das Ziel des 2002 in Greifswald gegründeten Vereins für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ e.V.). Mittlerweile zählt der Verein 110 Mitglieder, die deutschlandweit dieses Ziel unterstützen. Die Fotoausstellung vom DAZ e.V. berichtet vom Leben in Togo und den Vereinsprojekten.

Vernissage: Freitag 06.01.2017, 18.00 Uhr, Eintritt frei
Die Vereinsmitglieder Sabine Löser, Sonja Steffen und Hinrich Kuessner berichten in einem Bildervortrag von Vereinsprojekten z.B. vom Kinderhaus Frieda in Lome und von der Ausbildungsimkerei in Dapaong. Die Besucher können zur Eröffnung togolesischen Honig kosten.

Mittwoch 25. Januar 2016, 16-18 Uhr – Vereinsmitglieder sind vor Ort in der Ausstellung und stehen für Fragen zum DAZ e.V. zur Verfügung

Ausstellungsdauer bis 4. Februar 2017, Di-Sa 14-18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei
Foto: Sabine Löser, DAZ e.V.

Café Koeppen · Meldungen

Koeppenhaus-Öffnungszeiten zu den Feiertagen

Vom 23.12.2016 bis zum 2.1.2017 bleibt das Büro des Literaturzentrums Vorpommern geschlossen.
Die Galerie öffnet erst wieder am Fr 6.1.2017, 18.00 Uhr mit einer neuen Ausstellung: “Aufbruch – Impressionen aus der Savanne Togos” (Foto-Ausstellung des DAZ e.V.)

Das Café Koeppen bleibt vom 23.12.-26.12. geschlossen. Es begrüßt seine Gäste gerne wieder am 26.12. abends 20 Uhr zur Vorstellung von “Ein Song für Greifswald”.
sonstige Öffnungszeiten: 27.-30.12. täglich ab 12 Uhr, am 31.12. geöffnet zur Silvesterfeier ab 19 Uhr. Neujahr ist das Café geschlossen. Tel. Café 03834-414189

Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachtstage und ein gesundes und glückliches Jahr 2017!

Meldungen

Kai Grehn ist der Gewinner des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern 2016, der in diesem Jahr erstmals vergeben wurde.

Mit dem Preis der Jury wurde der in Berlin lebende Autor und Regisseur Kai Grehn ausgezeichnet. Grehn, 1969 in Grevesmühlen geboren, wurde bislang vor allem für seine Hörspielarbeiten ausgezeichnet. Der Preis der Jury umfasst einen mit 2.000 € dotierten einmonatigen Stipendienaufenthalt im Künstlerhaus Lukas, eine eigenständige Publikation im freiraum-verlag und eine Lesereise durch literarische Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Foto (© Reiner Mnich) zeigt die Lesung von Kai Grehn im Festsaal des Rostocker Rathauses.

In der Jury für den Hauptpreis waren Wiebke Porombka, Moritz Baßler und Anne Blaudzun. Sie haben aus über einhundert anonymisierten Bewerbungen die sechs Finalisten ermittelt und schließlich den Preis der Jury vergeben. Ihre Entscheidung für den Text von Kai Grehn, der einen Auszug aus seinem Romanmanuskript “FUNKEN oder So glücklich wie wir ist kein Mensch unter der Sonne” eingesandt hatte, begründete die Jury damit, dass es diesem Text gelinge, “seine Leserinnen und Leser durch Märchenmotive, seinen eigenen Ton und eine dichte, geradezu musikalische Prosa in eine leichte, heitere, beinahe sedierte Stimmung einzulullen, in ein schönes Aus-der-Welt-gefallen-Sein, in das dann aber doch, über das Thema der Glücksuche, wie unterschwellig eine ganze Menge Welt hineingerät, von der Vergangenheit der Großeltern bis hin zu den Glücksversprechen und Glücksimperativen unserer Gegenwart.”

Der Jury für den Hauptpreis gehörten Wiebke Porombka, Moritz Baßler und Anne Blaudzun an.

Drei Publikumspreise wurden per Stimmzettel durch die über 100 Gäste der Veranstaltung an Katrin Sobotha-Heidelk (1. Publikumspreis dotiert mit 1.000 Euro), Marion Skepenat (500 Euro), Johanna Sailer (300 Euro) vergeben.
Auf dem Foto (© Reiner Mnich) sind die Preisträgerinnen Johanna Sailer, Marion Skepenat, Katrin Sobotha-Heidelk versammelt mit Verleger Erik Münnich (freiraum-verlag) .

Alle Finalisten können Texte in einer Anthologie des freiraum-verlags veröffentlichen.

Meldungen

Preisverleihung Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016 am Sa, 10.12.2016, 18 Uhr in Rostock

Über 100 Bewerbungen – dreiköpfige Jury hat Finalisten ausgewählt – Preisvergabe mit Wahl der Publikumspreise am 10. Dezember 2016 im Rostocker Rathaus (Eintritt frei)

Fünf Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern vergeben gemeinsam erstmals einen Literaturpreis. Das Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern Greifswald im Koeppenhaus und der freiraum-verlag vergeben in Kooperation mit dem LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Dieser würdigt und unterstützt das herausragende literarische Schaffen von Autor*innen in und aus Mecklenburg-Vorpommern.

Insgesamt 104 gültige Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet sind eingegangen. Unter den Einsendern waren namhafte Autorinnen und Autoren ebenso wie Nachwuchsschriftsteller ohne eigene Veröffentlichungen, Texte fast jeder literarischen Gattung und vieler Genres wurden eingereicht.

Die Einsendungen wurden anonymisiert und einer dreiköpfigen Jury vorgelegt, die aus den Bewerbungen sechs Finalisten ausgewählt hat (im Folgenden in alphabetischer Reihenfolge).

Okke Baumbach
Kai Grehn
Mathias Jeschke
Johanna Sailer
Marion Skepenat
Katrin Sobotha-Heidelk

Die auslobenden Institutionen freuen sich auf die Vergabe des ersten Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern, die Vorstellung der Finalisten und ihrer Texte im Festsaal des Rathauses und auf ein interessiertes Publikum.

Doch nicht nur die Jury, auch das Publikum hat am 10. Dezember die Möglichkeit, seine Favoriten auszuzeichnen: Drei ebenfalls dotierte Publikumspreise (1.000,- €, 500,- € und 300,- €) sind an drei Autorinnen und Autoren zu vergeben, die ihre Texte in einer Anthologie im freiraum-verlag veröffentlichen können. Die Veranstaltung am 10. Dezember ist daher mit einer Einladung an eine breite, literarisch interessierte Öffentlichkeit verbunden, sich einzubringen und mitabzustimmen.

Zu den Finalisten:

Okke Baumbach, 1987 in Oberfranken geboren und aufgewachsen in Leer (Ostfriesland), hat in Greifswald Englisch, Deutsch und Deutsch als Fremdsprache studiert. Derzeit unterrichtet er als DAAD-Lektor an der Newcastle University in Nordostengland Deutsch. Bislang existieren keine Veröffentlichungen; die Bewerbung um den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ist seine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb.

Kai Grehn, 1969 in Grevesmühlen geboren, lebt und arbeitet als Autor und Regisseur in Berlin. Er ist Initiator und Mitveranstalter der Berliner Lesereihe BOBROWSKIS MÜHLE. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Theaterstücke und zahlreiche Hörspiele, u.a. nach Mark Twain, Marguerite Duras, Jack London und Walt Whitman.
Eine ausführliche Vita mit Überblick über seine Arbeiten findet sich auf seiner Homepage http://www.kaigrehn.de.

Mathias Jeschke, geboren 1963 in Lüneburg, lebt in Stuttgart. Von August 1995 bis Dezember 1998 wohnte er in Rostock. Von ihm stammt der Vorschlag für den Namen der Stadtteilzeitung „Waldemar & Margarete“. Jeschke ist Lyriker, Bilderbuchautor, Verlagslektor und Herausgeber der LYRIKPAPYRI im Horlemann Verlag, Berlin und Angermünde. Im Rostocker Hinstorff-Verlag erschien zuletzt das Bilderbuch „Was meine Eltern von mir lernen können“. Mehr zu Mathias Jeschke und seinen letzten Lyrikveröffentlichungen unter http://mathiasjeschke.de/erfahren/.

Johanna Sailer, geboren 1986, ist in Berlin und Zempin (Usedom) aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Dresden und Berlin und war 2014 Jury-Gewinnerin des philosophy slam sowie 2015 Stipendiatin des Poetencamps des Literaturhauses Rostock. Derzeit nimmt sie am Projekt „mentoring kunst“ teil. Sie schreibt für den Tagesspiegel und die Prenzlberger Ansichten. Mehr über Johanna Sailer auf ihrem Blog https://primatberlin.com/die-person/
Ein Kurzinterview mit ihr findet sich auf der Seite des Literaturhauses Rostock: http://www.literaturhaus-rostock.de/autorenfoerderung/poetencamp/stipendiatinnen-2015/johanna-sailer/.

Marion Skepenat begann ihre schriftstellerische Laufbahn 1985 und nimmt seit 2009 regelmäßig an Schreibseminaren und -workshops im Literaturhaus Rostock teil. Ebenfalls 2009 gewann sie den 7. Schreibwettbewerb der Landeshauptstadt Schwerin. Sie veröffentlichte u.a. Texte und Romanauszüge in der Literaturzeitschrift RISSE sowie Gedichte und Erzählungen im BS-Verlag (Rostock).

Katrin Sobotha-Heidelk, 1968 in Schwerin geboren, studierte Bibliothekswissenschaften in Berlin und arbeitet in einem Medienarchiv. Sie veröffentlichte mehrere Bücher in Schweriner Verlagen und zuletzt das Buch „EIN LEBEN WEITER. Vom Mut, sich der Sucht zu stellen
20 Porträts“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf. Voraussichtlich im Herbst 2017 erscheint ihr Romandebüt im freiraum-verlag.

Am 10. Dezember 2016 ab 18 Uhr werden die FinalistInnen ihre Texte im Festsaal des Rostocker Rathauses öffentlich vorstellen und Auszüge vorlesen, bevor der Jurypreis vergeben wird. Der Preis der Jury setzt sich zusammen aus einem mit 2.000,- € dotierten einmonatigen Stipendienaufenthalt im Künstlerhaus Lukas, einer eigenständigen Publikation im freiraum-verlag in Greifswald sowie einer Lesereise durch literarische Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die drei Jurymitglieder werden ihre Wahl in einer kurzen Laudatio begründen und den Preis übergeben.

Die Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016:
Anne Blaudzun ist promovierte Historikerin, Texterin und langjährige Redakteurin der RISSE. Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern. Als Jurorin für literarische Texte war sie bereits für das Künstlerhaus Lukas tätig.

Wiebke Porombka arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern, u.a. am Volkstheater Rostock. Sie ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Autorin und freie Literatur- und Theaterkritikerin, u.a. für DIE ZEIT und FAZ. Sie war Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2014 und ist Mitglied der Jury des Bremer Literaturpreises.

Moritz Baßler ist Professor für Neuere und Neueste Deutsche Literatur in Münster; zuvor lehrte und forschte er am Institut für Germanistik der Universität Rostock. Als Literaturkritiker schreibt er u.a. für taz, FAZ und Literaturen; zuletzt war er für den Wilhelm-Raabe-Preis als Juror tätig.

Die Auslober danken für die Förderung und Unterstützung
sehr herzlich dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Hansestadt Rostock, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, der Gemeinde Ahrenshoop und privaten Sponsoren. Gefördert durch die Ehrenamtsstiftung M-V.

Ausstellung · Meldungen

VERLÄNGERT bis 6.12.! „Identity – a bloody romance“ – Ausstellung zur deutsch-mosambikanischen Geschichte

Wie wirkt sich Migration auf die Gesellschaft und die Identitäten der Beteiligten aus? Im Rahmen der Interkulturellen Woche

Die Ausstellung betrachtet die Geschichte mosambikanisch-deutscher Identitäten bis zur Gegenwart. Von 1816 bis heute werden Begegnungen, Motivationen, Interessen und Folgen des mosambikanisch-deutschen Austausches dokumentiert. Zeitzeugen beschreiben und zeigen die vielfältigen Spuren auf, die beide Länder in ihren Biografien hinterlassen haben. Zudem beleuchtet die Ausstellung die heute oftmals „verschwiegene“ ostdeutsche Geschichte der DDR-Gastarbeiter: Seit mehr als 20 Jahren demonstrieren sie wöchentlich in Mosambiks Hauptstadt Maputo, um von ihrer Regierung die ihnen aus der DDR-Zeit zustehenden Gelder einzufordern.
Anhand von Porträtfotos, Tablets mit dokumentarischen Kurzfilmen und Szenen aus dem gleichnamigen Theaterstück beleuchtet die dreisprachige Ausstellung (deutsch, portugiesisch, englisch) die deutsch-mosambikanische Geschichte.

Zur Eröffnung – Gespräch mit Jens Vilela Neumann und Piedoso Manave

Ausstellungsdauer bis 12. November 2016, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Die Ausstellung von Paradise Garden Production (Jens Vilela Neumann, Berlin) wird vom Koeppenhaus in Kooperation mit verquer präsentiert. „Identity – a bloody romance“ – Ausstellung zur deutsch-mosambikanischen Geschichte
Wie wirkt sich Migration auf die Gesellschaft und die Identitäten der Beteiligten aus? Im Rahmen der Interkulturellen Woche

Die Ausstellung betrachtet die Geschichte mosambikanisch-deutscher Identitäten bis zur Gegenwart. Von 1816 bis heute werden Begegnungen, Motivationen, Interessen und Folgen des mosambikanisch-deutschen Austausches dokumentiert. Zeitzeugen beschreiben und zeigen die vielfältigen Spuren auf, die beide Länder in ihren Biografien hinterlassen haben. Zudem beleuchtet die Ausstellung die heute oftmals „verschwiegene“ ostdeutsche Geschichte der DDR-Gastarbeiter: Seit mehr als 20 Jahren demonstrieren sie wöchentlich in Mosambiks Hauptstadt Maputo, um von ihrer Regierung die ihnen aus der DDR-Zeit zustehenden Gelder einzufordern.
Anhand von Porträtfotos, Tablets mit dokumentarischen Kurzfilmen und Szenen aus dem gleichnamigen Theaterstück beleuchtet die dreisprachige Ausstellung (deutsch, portugiesisch, englisch) die deutsch-mosambikanische Geschichte.

Zur Eröffnung – Gespräch mit Jens Vilela Neumann und Piedoso Manave
Ausstellungsdauer bis 12. November 2016, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Die Ausstellung von Paradise Garden Production (Jens Vilela Neumann, Berlin) wird im Rahmen der Interkulturellen Woche vom Koeppenhaus in Kooperation mit verquer präsentiert. In Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Gefördert von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Meldungen

Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016

Fünf Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern vergeben erstmals einen gemeinsamen Literaturpreis: Das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern (Koeppenhaus) in Greifswald und der freiraum-verlag in Greifswald vergeben in Kooperation mit dem Literaturrat e.V. den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Orte des Schreibens, Lesens und Vermittelns von Literatur werden im Begleitprogramm mitwirken.

Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern würdigt und unterstützt das herausragende literarische Schaffen von Autorinnen und Autoren in Mecklenburg-Vorpommern. Nach einer öffentlichen Ausschreibung wird der Preis durch eine dreiköpfige Fachjury verge­ben. Die Zusammensetzung der Jury wird nach Einsendeschluss bekannt gegeben. Die Vergabe ist für alle literarischen Formen möglich und erfolgt erstmals im Dezember 2016. Die jährliche Vergabe des Literaturpreises M-V wird angestrebt.

Umfang und Vergabe des Preises
Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern umfasst einen kostenfreien einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas mit einem Stipendiengeld in Höhe von 2.000 Euro, eine eigenständige Publikation im freiraum-verlag sowie ein umfangreiches Leseprogramm durch die Literaturzentren Mecklenburg-Vorpommerns.

Publikumspreise
Neben dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern werden bis zu drei Publikums­preise vergeben. Auf Grundlage der Einsendungen lädt die Fachjury bis zu zehn Autoren zu einer öffentlichen Lesung ein, aus denen das Publikum die Preisträger ermittelt. Mit der Auslobung der Publikumspreise verbindet sich der Wunsch, möglichst viele an der Literatur interessierte Menschen bei der Wahl der Preisträger zu beteiligen und neue Freunde für die Literatur zu gewinnen. Die Publikumspreise sind mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert, zudem wird eine Auswahl der Texte der Nominierten für den Publikumspreis in einer Anthologie des freiraum-verlages veröffentlicht.

Unmittelbar nach Vergabe der Publikumspreise wird der Literaturpreis M-V durch die Fachjury an den Preisträger verliehen. Im Jahr 2016 finden Lesungen und Preis­vergabe im Literaturhaus Rostock statt.

Bewerbung
Bewerben können sich Autorinnen und Autoren ohne Altersbegrenzung, deren Lebens­mittelpunkt in Mecklenburg-Vorpommern liegt, die in Mecklenburg-Vorpommern aufge­wachsen sind oder die mindestens drei Jahre in Mecklenburg-Vorpommern gewohnt bzw. gearbeitet haben.

Bewerbungszeitraum
1. Juli – 30. September 2016 (Poststempel/Maileingang)

Bewerbungsunterlagen
Einzureichen sind bis zu 20 Manuskriptseiten/Textseiten (A4) in den Bereichen Prosa, Lyrik, Drama, literarisches Essay (diese Seiten dürfen den Namen der/des Verfassers/in nicht enthalten), Kurzbiografie (maximal eine Seite) sowie das ausgefüllte Bewerbungs­formular.

Bitte keine eigenständigen Veröffentlichungen einreichen!

Bitte benutzen Sie für Ihre Bewerbung das Bewerbungsformular.
Das pdf der Ausschreibung finden Sie hier.

Ihre Bewerbung richten Sie an:
Literaturhaus Rostock im Peter-Weiss-Haus
Doberaner Straße 21
18057 Rostock
bewerbung (at) literaturhaus-rostock(dot)de

Ausstellung · Meldungen

“Ich bin gern in Greifswald warum”

Eine Ausstellung von Studentenarbeiten des CDFI zu Wolfgang Koeppens Greifswald-Text „Jugend“

Die Studenten des Caspar-David-Friedrich-Instituts haben sich auf die Suche nach Räumen und Orten gemacht, die in Wolfgang Koeppens Text „Jugend“ eine Rolle spielen und diese in eigene malerische und plastische Arbeiten umgesetzt.
Künstlerische Leitung: Sylvia Dallmann und Prof. Christian Frosch

Vernissage, Mittwoch 29. Juni 2016, 19.00 Uhr, Eintritt frei
Ausstellungsdauer bis 24. September 2016, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Eine Ausstellung im Rahmen der Greifswalder Koeppentage 2016 und der Veranstaltungsreihe “Ich versuchte die Stadt” des Koeppenhauses. Gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes.

Abbildung: Charlet Gehrmann zu Wolfgang Koeppens Buch “Jugend”
Sankt Nikolai wirft seinen schweren lutherischen Schatten in die Hunnenstraße… Zitat aus “Jugend”, S. 23, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1976.

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Literaturfestival Koeppentage vom 20. bis 29. Juni 2016

Unter dem Titel „Ich versuchte die Stadt“, einem Zitat aus Wolfgang Koeppens Prosa-Text Jugend, präsentiert das Koeppenhaus das Greifswalder Literaturfestival „Koeppentage“. Vom 20. Juni – 29. Juni rücken Veranstaltungen rund um den 110. Geburtstag von Wolfgang Koeppen, des Schriftstellers und Ehrenbürgers der Stadt, den Autor und sein Werk in den Mittelpunkt.
In diesem Jahr steht der Greifswald-Text Jugend im Fokus der Koeppentage. Jugend erzählt von einem jungen Außenseiter, der in seiner Geburtsstadt Greifswald niemals heimisch wird. Mit dem Makel der Armut und der unehelichen Geburt behaftet, streift er durch die Stadt, verfolgt von den argwöhnischen Blicken der Bürger. „In meiner Stadt war ich allein“, urteilt der Junge. Er feiert Niederlage und Zusammenbruch des Kaiserreiches, verliert sich in den Traumwelten des Kinos, des Theaters und der Literatur und denkt an Flucht in die großen Städte und fernen Länder.
Neben der Präsentation der Neuausgabe von Jugend im Rahmen der Werkausgabe des Suhrkamp Verlags sowie einer digitalen Textgenetischen Edition von Jugend, die im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Greifswald entstanden ist, bildet die Preisverleihung des Wolfgang-Koeppen-Preises 2016 an Thomas Hettche den Höhepunkt des diesjährigen Festivals.

Programmübersicht:

Ausstellungseröffnung „Münchner Zimmer“
Montag │ 20.06.2016│ 19.30 Uhr│ Koeppenhaus│ Eintritt frei
„In Greifswald wurde ich geboren, das lässt sich nicht leugnen…“
Einführung: Eckhard Schumacher und Andrea Werner

Vortrag
Montag │ 20.06.2016│ 20.00 Uhr│ Koeppenhaus│ Eintritt frei
„Ich sah die großen Untergänge…“ Über die Aktualität von Wolfgang Koeppens Werk
Alexander Graeff

Buchvorstellung & Gespräche
Mittwoch │ 22.06.2016 │18.00 Uhr │ Alfried Krupp Wissenschaftskolleg │ Eintritt frei
„Die Seiten häufen sich. Bald ist es ein Buch.“ Wolfgang Koeppens Jugend
Judith Schalansky, Raimund Fellinger, Katharina Krüger, Elisabetta Mengaldo, Eckhard Schumacher

Lesung & Gespräch
Mittwoch │ 22.06.2016 │20.15 Uhr │ Koeppenhaus│ Eintritt 5 & 3 Euro
„Die Auferstehung“

Karl-Heinz Ott, Ernst-Jürgen Walberg

Preisverleihung
Donnerstag │ 23.06.2016│ 20.00 Uhr│ Koeppenhaus│ Eintritt frei
Wolfgang-Koeppen-Preis 2016
Verleihung an Thomas Hettche

Lesung & Gespräch
Freitag │ 24.06.2016 │ 20.00 Uhr │ Koeppenhaus│ Eintritt 6 & 4 Euro
„Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens“
Schorsch Kamerun, Eckhard Schumacher

Rundgang
Sa │ 25.06.2016 │ 11.00 Uhr │ Treffpunkt Koeppenhaus │ Eintritt frei
Die Stadt als Erinnerungsort – auf den Spuren Wolfgang Koeppens
Stadtführung mit Monika Schneikart

Ausstellungseröffnung
Mittwoch │ 29.06.2016 │19.00 Uhr │ Koeppenhaus │ Eintritt frei
„Ich bin gern in Greifswald warum“
Studenten des CDFI, Künstlerische Leitung: Sylvia Dallmann, Christian Frosch