5. Greifswalder Literaturfrühling vom 21. März bis 28. April 2018

Der Frühling naht und das ist die Zeit des Greifswalder Literaturfrühlings! Die Veranstalter Koeppenhaus, Soziokulturelles Zentrum der Stadt Greifswald St. Spiritus und die Stadtbibliothek Hans Fallada laden Sie mit weiteren Partnern zu einem vielseitigen und spannenden Literaturprogramm ein.
pdf Programm Literaturfrühling 2018

Vorfrühling
Donnerstag, 08. März, 19:00 Uhr, Eintritt frei, Koeppenhaus
Ausstellung
Ostsee – Verborgene Fracht
Fotografien von Marcus Wildelau

Die Ostsee ist die beliebteste Ferienregion Deutschlands. Aber auch das schmutzigste Meer der Welt. Doch davon will eigentlich niemand etwas wissen. Der Fotograf Marcus Wildelau macht Bilder von der Ostsee und ihren Gestaden und blickt in die Richtung, in der sich etwas Furchtbares unsichtbar in der Tiefe befindet. Es sind keine Geheimnisse, nur unpopuläre Fakten. Was die Ostsee verbirgt, kann sich nur ein Betrachter vorstellen, der weiß, was er nicht sieht. Eine Auswahl der Bilder wurde im August 2017 in der Ausgabe 123 „Sand“ der Zeitschrift mare veröffentlicht.
Begrüßung und einleitende Worte zum Sublimen im Verborgenen zur Vernissage durch Prof. Dr. Anna Zika, Kunsthistorikerin an der FH Bielefeld, Fachbereich Gestaltung
Öffnungszeiten der Ausstellung: Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei
In Kooperation mit dem NABU Greifswald und der FINC-Foundation.
Foto ©Marcus Wildelau, www.halbtotal.de

Mittwoch, 21. März, 19:30 Uhr, Eintritt 3 Euro, Koeppenhaus
Feature zum 90. Geburtstag von Peter Hacks.
Die Sorgen und die Macht – Die Geschichte des vollendeten Dichters Dr. Peter Hacks
Kurzer Lehrgang – aufgezeichnet von Wolfgang Rindfleisch

Begleitet von Kollegen, Zeitgenossen und seinem Werk hangelt das Feature entlang der Lebenslinie des Dichters Peter Hacks. Martin Mosebach erklärte Hacks in der FAZ zu einem „Geist wie kalter Champagner“ und: „In Deutschland hat man es gerne lauwarm, deshalb wird es mehr Leute geben, die sich bei der Hacks-Lektüre empören, als solche, die ihn genießen.“ Zum Munde reden war Hacksens Sache nie. Er sagte, was er dachte. Er hatte sein eigenes, unerschütterliches Ideal, das er sich nicht von „Dummköpfen“ zerreden lassen wollte. Er war im Wortsinn einer der wenigen Exzentriker der DDR. Nie in der Mitte der Massen, nie an der Spitze und gerade deshalb einer ihrer meist gespielten Dramatiker und bedeutender Essayist. Er fing mit und bei Brecht an, verweilte lange bei Goethe, um schließlich Peter Hacks, der Klassiker, zu werden, der kurz vor seinem Tode schrieb: Ach Volk, du obermieses, / Auf dich ist kein Verlass. / Heute willst du dieses, / Morgen willst du das.
Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Wolfgang Rindfleisch (Berlin) und Theaterregisseur Manfred Dietrich (Greifswald).

Eine Produktion des MDR 2008, Länge 60 Minuten.
Foto©Paul Swiridoff

Samstag, 24. März, 20:00 Uhr, Eintritt 5 & 3 Euro, Koeppenhaus
„Ich schreib dir paar Seemannslieder“
Maritime Lyrik mit Gunter Lampe

Der Stralsunder Lyriker Gunter Lampe liest aus seinem neuen im Mückenschweinverlag erschienenen Buch „Ich schreib dir paar Seemannslieder“. Ehrlich ist es ihm dabei, tief gefühlt und ohne zu verkitschen, stets auf der Suche nach dem Stückchen Seemann, der in der ausgewiesenen Landratte „Lampe“ steckt. Weniger auf der ganz „großen Fahrt“ eher zwischen den Alltagsinseln ist er dabei unterwegs und doch ist jedes dieser autobiographischen Gedichte zwischen „hart am Wind“ und „seichter Brise“. Der Autor nimmt sich die „Große Freiheit“, die Untiefen der Weltmeere wie auch der heimischen Gewässer auszuloten, in Flaschenposten sein SOS zwischen „Mittelmeer“ und „Jamaika“ zu funken, Klippen des Alltags zu umschiffen, Wogen zu glätten, in der heimischen „Fähre“ zu ankern, Malwine zu treffen, die Segel zu setzen und sogar noch einiges „Mehr“ zu beschreiben.

Der 24. März ist Indiebookday – #indiebookday
Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen. Es geht ganz einfach: Sie kaufen am 24.03.2018 in einem Buchladen Ihrer Wahl ein Buch. Irgendeines, das Sie sowieso gerade haben möchten. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen. Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2017 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und sogar Brasilien dazu. 2018 geht es weiter!
Foto © Michaela Gruse


Mittwoch, 04. April und 18. April, 16-19 Uhr, Eintritt frei, Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus

Interkulturelles Café – Mitmachangebot
„Sprachautomat“ – Spielen mit Sprache und Phrasen

Viel sagen ohne Inhalt, schöne Worthülsen verknüpfen – ganz einfach mit der Phrasendreschmaschine. Gedrucktes gemeinsam in ganz neue Zusammenhänge bringen zu schönem Nonsens oder sogar zu einer Geschichte….
Kommen Sie und kommt ihr vorbei im Rahmen des „Interkulturellen Cafés“ – Kuchenspenden sind willkommen, es gibt fair gehandelten Kaffee und andere Getränke.
Foto © St. Spiritus


Donnerstag, 05. April, 19:30 Uhr, 4 & 3 Euro, Stadtbibliothek Hans Fallada

„Rübe ab! – Der kriminelle Reiseführer durch Mecklenburg und Vorpommern“
Krimi-Lesung mit Bert Lingnau

Mit Bert Lingnau geht es auf eine spannende Reise durch Mecklenburg und Vorpommern auf den Spuren falscher Schatzgräber in Schwerin, windiger Weiber in Greifswald und Kindermörder auf Rügen. Bert Lingnau veröffentlicht in dem im KLATSCHMOHN Verlag erscheinenden „kulturkalender – Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern“ monatlich je einen historischen und authentischen Kriminalfall. In seinem Buch „Rübe ab!“, das er in der Stadtbibliothek vorstellt, sind die besten Fälle in einem Buch vereint.
Bert Lingnau, 1972 in Barth geboren, wuchs in Zingst auf, studierte von 1993 bis 1998 Geschichte und Germanistik in Greifswald und war danach als Kulturjournalist beim NDR tätig. Seit 2016 ist der Autor, der in Schwerin lebt, Direktor der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern.
Lingnau veröffentlichte bereits zwei Bücher mit authentischen Kriminalfällen aus Mecklenburg und Vorpommern: „Da muss man Leute totmachen“ (2010) und „Die Tochter des Henkers“ (2011).
Foto (c) privat

Donnerstag, 05. April, 20:00 Uhr, 3 Euro, Koeppenhaus
Literarische Nachlese zur Leipziger Buchmesse 2018 mit Ernst-Jürgen Walberg

Die Leipziger Buchmesse (14.03.-18.03.2018) und ihr Lesefest „Leipzig liest“ sind d a s Frühjahrsereignis der Buch- und Medienbranche. Autoren, Leser und Verlage treffen zusammen, um sich zu informieren, auszutauschen und Neues zu entdecken. Ernst-Jürgen Walberg stellt interessante Neuerscheinungen und Verlage der Leipziger Buchmesse vor und bringt seinen Best-of Bücherstapel aus Leipzig ins Koeppenhaus mit.
Ernst-Jürgen Walberg war langjähriger Kulturchef beim NDR 1 Radio MV und moderierte das NDR-Literaturcafé sowie Walbergs Bestseller.
Foto © Koeppenhaus

Freitag, 06. April, 16:00 Uhr, Eintritt 1 Euro, Stadtbibliothek Hans Fallada
Kinder-Kino
„Rico, Oskar und der Diebstahlstein“

Der alte Fitzke ist gestorben und hat seine geliebte Steine-Sammlung Rico vermacht. Als Rico und Oskar herausfinden, dass der wertvollste Stein der Sammlung gestohlen wurde, wird sofort ihr Detektiv-Spürsinn geweckt! Dass Ricos Mutter mit Bühl nach Sri Lanka geflogen ist, passt da ganz prima. Der Weg ist für die zwei Jungs frei und sie können dem geklauten Stein ganz alleine bis an die Ostsee folgen, wo sie viele aufregende Abenteuer erwarten…
Der Kinderbuch-Klassiker von Andreas Steinhöfel in der Verfilmung von Neele Leana Vollmar.

D 2016, Regie: Neele Leana Vollmar, ab 8 Jahren, 90 min

Freitag, 06. April, 19:00 Uhr, Eintritt 5 & 3 Euro, Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus
2. Greifswalder U-20 Poetry Slam

Nach dem ersten U-20 Slam im Oktober 2017 vor ausverkauftem Haus, mit acht Slamerinnen am Start, supercharmanter Moderation von Max Matthies, euphorischer Stimmung, großartigen Texten und Floriane Werner als Siegerin steht die Bühne des St. Spiritus zum zweiten Mal für junge PoetInnen bereit!
Du schreibst Texte? Du bist unter 20 Jahre alt? Du möchtest dabei sein? Anmeldungen unter theater-h2b.de oder bei Christian Holm 0152/29071560. Oder komm einfach spontan vorbei!

Eine Kooperation von Theater H2B und dem St. Spiritus.

Mittwoch, 11. April, 20:00 Uhr, Eintritt 13 & 9 Euro, Café Koeppen
Viel gut essen
Theatermonolog nach Sibylle Berg mit Stephan Waak
– Premiere

>In Afrika lebt eine Familie ja einen Monat von einem Stück Käsekuchen, fällt mir unzusammenhängend ein <
Da ist ja heutzutage nichts mehr, woran man sich halten kann. Nicht mal scheiß Wetter ist zuverlässig. Wenn dann noch die selbsternannte Kunst den normalen Menschen denunzieren möchte, wird’s richtig zum kotzen. Lass’ doch mal Dein fucking Ego zuhause, Fr. Berg hat doch alles gesagt, Du Lauch.
Integrationskrise? Es gibt auch in Deutschland, in jedem kleinen Scheißdorf in diesem riesigen unermesslichen Land Schicksale. Schicksale, Schicksale, Schicksale.

Theatermonolog im KOEPPEN mit STEPHAN WAAK. Tickets im Café Koeppen unter Tel. 03834-414189.
Foto © Ingolf Bode

Donnerstag, 12. April, 19:30 Uhr, Eintritt frei, Stadtbibliothek Hans Fallada
KünstlerLesen
Oliver Scheer liest Gedichte von Heiner Müller

Ob BühnenbildnerInnen, SchauspielerInnen, SängerInnen oder der Intendant – in die fantastischen Gewölbekeller der Stadtbibliothek kommen sie alle gern. Nah und unmittelbar, entspannt bei einem Glas Wein, erleben Sie die Künstler ganz persönlich. Denn diese haben ihr Lieblingsbuch mitgebracht, weihen Sie ein in die Lektüre und nehmen Sie mit auf eine persönliche Lese-Reise. Am 12. April liest Oliver Scheer Gedichte von Heiner Müller. Heiner Müller (1929-1995) hat als Dramatiker Theatergeschichte geschrieben. Dass er auch als Lyriker zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwartsliteratur gehört, ist weniger bekannt. Der Regisseur und Regieassistent Oliver Scheer liest Müllers Gedichte, begleitet von Marc Neagu an der Gitarre.
Foto © Katrin Freund

Freitag, 13. April, 20:00 Uhr, 6 & 4 Euro, Koeppenhaus
Das Leslie Meier Trio präsentiert:
Peter Rühmkorf – „Allein ist nicht genug“
Jazz & Lyrik mit Ulrich Jokiel, Peter Missler und Bernd Rauschenbach

Peter Rühmkorf (1929 – 2008), einer der größten deutschen Lyriker nach 1945, hat Gedichte geschrieben, die formal und inhaltlich eine große Bandbreite haben: Liebeslyrik und Todesahnungen, politische Agitation und Naturbilder, Ironie und Schwärmerei, Selbstzweifel und Größenwahn, freie Rhythmen und Gereimtes. Das alles in einer äußerst melodischen Sprache, die dazu einlädt, gesprochen und gesungen zu werden. Das Leslie Meier Trio folgt dieser Einladung und präsentiert einen abwechslungsreichen und furiosen Querschnitt durch Rühmkorfs Werk.

Ulrich Jokiel ist Pianist, Maler und Autor. Er war viele Jahre musikalischer Leiter des Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“ und des Celler Schloßtheaters; heute lebt er als freischaffender Theatermusiker und Musikdozent in Celle und Frankfurt/Main.
Peter Missler spielt Saxophone, Flöten und Percussion; er ist Dozent für Saxophon und Obertongesang und lebt in Celle.
Bernd Rauschenbach ist Literaturwissenschaftler, Autor und Rezitator und lebt als Geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung bei Bargfeld. Im Herbst 2016 erschien bei Rowohlt ein von ihm herausgegebener Band mit sämtlichen Gedichten Rühmkorfs.
Foto © Benjamin Westhoff

Mittwoch, 18. April, 20:00 Uhr, 5 & 3 Euro, Koeppenhaus
Karosh Taha „Beschreibung einer Krabbenwanderung“
Wie findet man den eigenen Weg, wenn er scheinbar vorgezeichnet ist?

Sanaa ist zweiundzwanzig. Sie studiert, hat einen Freund und einen Liebhaber, und sie hat Träume. Alles könnte gut sein, wäre da nicht die Realität, die sie immer wieder kneift, während sie träumt – kneift wie die Krabbe damals im Irak, als sie im Fluss badete. Die Realität, das sind: Sanaas Mutter, die unter Depressionen leidet. Ihr Vater, der sich von seiner Familie entfremdet hat. Ihre Schwester, wütend, orientierungslos. Und ihre Tante, die Tag für Tag Tabak rauchend auf dem Sofa der Familie sitzt und über alles wacht. Sanaa rebelliert gegen die Enge ihres Umfelds, ringt um Luft zum Atmen, um Freiheit. Doch sie kann der Verantwortung für ihre Familie nicht entfliehen. Also kümmert sie sich und versucht ihrer aller Wunden zu heilen. Bis plötzlich alles, was sie sich an Freiheit erkämpft hat, auf dem Spiel steht.

Karosh Taha wurde 1987 in der Kleinstadt Zaxo im Nordirak geboren. Seit 1997 lebt sie mit ihrer Familie im Ruhrgebiet und hat an der Universität Duisburg-Essen sowie in Kansas/USA Anglistik und Geschichte studiert und stellt ihren ersten Roman vor.
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung M-V.
Foto © Havin Al-Sindy

Donnerstag, 19. April, 19:30 Uhr, Eintritt 4 & 3 Euro, Stadtbibliothek Hans Fallada
Lesung und Autorengespräch mit Volker Pesch

Volker Pesch, Jahrgang 1966, ist Betriebsleiter des Greifswalder Eigenbetriebs Seesportzentrum Greif und Vorsitzender des Greifswalder Museumshafens. Im cmz-Verlag veröffentlichte er bereits zwei Küsten-Krimis um Polizeiseelsorger Tom Schroeder „Denn wer hat, dem wird gegeben“ und „Dornen und Disteln soll er dir tragen“.
Foto © privat

Montag, 23. April, 09:00 Uhr, Eintritt frei, Stadtbibliothek Hans Fallada
Welttag des Buches
Eine Lesung des NDR Studio Vorpommern für Kinder mit Carola Lewering


1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Bereits eine Tradition ist die gemeinsame Lesung der Stadtbibliothek Hans Fallada mit der Studioleiterin des NDR Studios Vorpommern Carola Lewering. In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag des Greifswalder Schriftstellers Hans Fallada zum 125. Mal. Aus diesem Grund wird Carola Lewering Falladas Kindergeschichte „Hoppelpoppel wo bist Du?“ lesen.
Anmeldung für Vorschulgruppen und Grundschulklassen unter i.bendt@greifswald.de.
Foto © NDR

Montag, 23. April, 14-18 Uhr, Eintritt frei, Koeppenhaus
Welttag des Buches
Das Wolfgang-Koeppen-Archiv präsentiert Bücher aus dem Nachlass


21 Bände umfasst das Nachschlagewerk „Meyers Konversationslexikon“ aus den Jahren 1893 bis 1901, das zu den besonderen Schätzen der Bibliothek Wolfgang Koeppens (1906 bis 1996) zählt. Das Wolfgang-Koeppen-Archiv der Universität Greifswald, beheimatet im Koeppenhaus, verwahrt den Nachlass des Schriftstellers und präsentiert am Welttag des Buches neben groß-formatigen Atlanten aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts auch diese besondere Enzyklopädie, die mit zahlreichen Bildtafeln, Karten und Plänen ausgestattet ist. Als eine der wichtigsten Editionen um 1900 bildet das Konversationslexikon nicht nur das Wissen der Zeit, sondern zugleich gesellschaftliche Interessen und Wertvorstellungen ab.
Wir laden am 23. April von 14-18 Uhr zum Schauen, Lesen und Blättern sowie um 17 Uhr zu einem Rundgang durch die Bibliothek und die aktuelle Ausstellung des Archivs Wolfgang Koeppen – „gefangen im Auge der Kamera“ ein. Weitere Informationen unter www.koeppen-archiv.de.
Foto © Oliver Böhm

Montag, 23. April, 19:30 Uhr, Kursgebühr 5/4 Euro, Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus
Welttag des Buches
Esels-O(h)rigami – Faltobjekte aus alten Büchern

Miniworkshop mit Sylke Wöller

Über Eselsohren, die unbedacht in Bücher kommen, ärgern sich Menschen, die ihre Bücher schätzen. Trotzdem werden auch Bücherfreunde beim Miniworkshop in so manches ausgemusterte Buch hunderte von Eselsohren machen. Wer es einmal probiert hat, wird es lieben!
Esels-O(h)rigami ist das Zauberwort und die Kunst, Bücher mithilfe wohlgezielter Eselsohren in Kunstobjekte zu verwandeln. Der verblüffende Effekt entsteht, indem bekannte Origami-Techniken auf das Buch übertragen werden. Die gefalteten Buch-Objekte sind Unikate, denn jede Publikation hat eine andere Materialstruktur, Papierdicke und Bedruckung. Dadurch erhalten die einzelnen Kunstwerke ihren eigenen Charakter.
Ein schöner Nebeneffekt dieser Upcycling-Idee ist, dass ausgediente Bücher nicht im Schredder landen, sondern eine neue Bestimmung als Wohndekoration oder Büroutensil finden.
Anmeldungen unter: Tel. 03834 8536-4444
Foto © St. Spiritus

Dienstag, 24. April, 10:00 Uhr, Eintritt frei, Stadtbibliothek Hans Fallada
„Die Händlerin der Worte und die gestohlenen Worte“
Lesung für Grundschüler

Jonas und Leonie stehen vor einem Rätsel: Jemand hat die Händlerin der Worte beraubt und alle Wörter gestohlen, die zum guten Zusammenleben der Menschen nötig sind! Die Zeit drängt, denn ohne „Bitte“, „Danke“, „Es tut mir leid“ oder „Ich helfe dir“, denken die Leute nur noch an sich selbst und streiten sich den ganzen Tag. Eine abenteuerliche Suche nach dem skrupellosen Dieb beginnt, bei der die Kinder die fantastische Welt unserer Sprache entdecken.

Ein Theaterstück der Nimmerland Theaterproduktion für Grundschulklassen. Anmeldung unter a.toeppner@stadtbibliothek.greifswald.de.
Foto © Nimmerland Theaterproduktion

Samstag, 28. April, 19:00 Uhr, Eintritt frei, wirkstatt
Katrin Sobotha-Heidelk „Einstieg am Viktoriaplatz“

Mit dreizehn Jahren von seiner Mutter auf die Straße gesetzt, muss Matze sich fortan allein durchs Leben schlagen. Vom Heroin verführt, wandelt er auf Abwegen durch die Stadt und auf dem Viktoriaplatz, wo er seinen ersten Stoff erwirbt und sich später auch als Dealer einen Namen macht. Er kommt über die Zerschlagung der autonomen Künstlerszene in seiner Stadt nie hinweg. Dort hat er in den 1980ern Schlagzeugspielen so schnell gelernt wie später das Feuerspucken. Beides taugte nicht als Ersatzdroge. Dann der Unfall. Knast. Horror beim Entzug. Eine Geschichte zwischen Leben und Überleben.

Gekonnt beschreibt Katrin Sobotha-Heidelk, wie Matzes Drogenkarriere auch das Handeln seiner Mitmenschen, seiner Familie, seiner Freunde, seiner Kunden beeinflusst. Ein Roman in zehn Perspektiven.
Katrin Sobotha-Heidelk gehörte 2004 zu den Gewinnern des Schreibwettbewerbs der Schweriner Literaturtage und im Dezember 2016 wurde sie mit dem Publikumspreis des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Ihr neuer Roman ist im freiraum-verlag erschienen. Die Lesung moderiert Erik Münnich.
Foto © Jörn Lehmann

Veranstaltungsorte
KOEPPENHAUS – Literaturzentrum Vorpommern
Bahnhofstr. 4, 17489 Greifswald
www.koeppenhaus.de

St. Spiritus – Soziokulturelles Zentrum der Stadt Greifswald
Lange Str. 49/ 51, 17489 Greifswald
www.kulturzentrum.greifswald.de

Stadtbibliothek Hans Fallada
Knopfstr. 18-20, 17489 Greifswald
www.stadtbibliothek.greifswald.de

wirkstatt
Gützkower Straße 83, 17489 Greifswald
facebook.com/wirkstatt