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Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018

Sechs Finalistinnen stehen fest
Jurypreis und Publikumspreise werden am 03.11.2018 in Schwerin vergeben

Lesung & Preisverleihung: 18.00 Uhr, Aula der Volkshochschule Schwerin, Puschkinstraße 13, Eintritt frei

Am 3. November wird erneut der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Nach Rostock 2016 und Greifswald 2017 ist in diesem Jahr Schwerin Gastgeber für die Preisverleihung – die Vergabe des Literaturpreises ist einer der Höhepunkte der 23. Schweriner Literaturtage.
Das Besondere in diesem Jahr: Aus den etwa 70 anonymisierten Einsendungen hat die Jury ausschließlich Autorinnen für das Finale ausgewählt. Welche Autorin am Ende mit dem Preis ausgezeichnet wird, wird nach den Lesungen direkt vor Ort bekanntgegeben.

Die sechs Finalistinnen eint auch in diesem Jahr nicht nur ihr Sprachtalent, sondern auch der biographische Bezug zum Land – eine Vorbedingung für die Bewerbung. Um den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern konnten sich aus dem Bundesland gebürtige AutorInnen bewerben und auch AutorInnen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einen signifikanten Teil ihres Lebens hier verbracht haben oder derzeit ihren Wohnsitz hier haben.
Unter den Finalistinnen finden sich nicht nur mehrere Absolventinnen Mecklenburger Universitäten, sondern mit Silke Peters und Margarete Groschupf auch zwei ehemalige Stipendiatinnen des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. Die gebürtige Rostockerin Peters veröffentlichte in der Vergangenheit bereits mehrere Lyrikbände, zuletzt Jetzt einen Diasporenvorrat anlegen. Mit Holzschnitten von Barbara Wetzel im Mückenschwein-Verlag Stralsund sowie Kirkeeffekt im freiraum-verlag Greifswald. Margarete Groschupf, die in Berlin Fotografie studierte, veröffentlicht nicht nur literarische Texte in Anthologien und Radiosendungen, sondern arbeitet seit 1990 auch als freie Journalistin für namenhafte Zeitungen wie DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung und den Tagesspiegel.
Sowohl die Autorin Carola Weider als auch Katja Thomas ließen sich am renommierten Deutschen Literaturinstitut Leipzig ausbilden. Im Vorfeld studierte Katja Thomas an der Universität Greifswald Germanistik, Journalistik und Geographie. Ihr Debüt Gehen mit Lou erschien bereits 2015 in der Edition Azur. Carola Weider absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester, bevor sie sich dem Schreiben widmete. 2016 war sie nicht nur Stipendiatin der Hansestadt Rostock, sondern veröffentlichte auch ihr Debüt KORA in der Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern.

Sabina Lepadatu
wurde in Stralsund geboren und arbeitet heute am Theater Vorpommern in Greifswald. Die Autorin veröffentlichte in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften, unter anderem in den RISSEN – Zeitschrift für Literatur aus Mecklenburg und Vorpommern.
Die in St. Petersburg geborene Literaturwissenschaftlerin und Autorin Slata Roschal arbeitet neben ihrer Promotion als Übersetzerin aus dem Russischen. Sie wurde bereits zu namhaften Schreibwerkstätten wie der Textwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung und dem Poetencamp Mecklenburg- Vorpommern eingeladen.

Erst am Sonnabend, den 3.11.2018, wird sich entscheiden, wer den Preis der Jury erhält, der ein einmonatiges Aufenthaltsstipendium (dotiert mit 2.000,- €) im Künstlerhaus Lukas, die Möglichkeit einer Publikation im freiraum- verlag und eine Lesereise durch verschiedene literarische Institutionen des Landes umfasst. Fest steht aber schon jetzt: Mit dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 wird eine Autorin ausgezeichnet.
Wie bereits in den vergangenen Jahren vergibt auch das Publikum an diesem Abend drei Preise, an die neben Ruhm auch Preisgelder in Höhe von 1.000,- €, 500,- € bzw. 300,- € geknüpft sind. Zudem können alle Finalistinnen ihre Texte in einer Anthologie des freiraum-verlags publizieren. Die fünf Institutionen, die den Preis ins Leben gerufen haben, freuen sich auf viele interessierte Gäste und deren Beteiligung am literarischen Leben des Bundeslandes.

Die Institutionen hinter dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern:
Ins Leben gerufen wurde und ehrenamtlich organisiert wird der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern durch das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus (Greifswald), den freiraum-verlag (Greifswald), das Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop), das Literaturhaus Rostock und den LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Geschäftsstelle im Literaturhaus Rostock).
Lesungen und Preisverleihung am 03.11.2018 finden im Rahmen der 23. Schweriner Literaturtage in Kooperation mit dem Kulturbüro Schwerin statt.

Die Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018

Wiebke Porombka war Regie- und Dramaturgieassistentin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern, u.a. am Volkstheater Rostock, und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie arbeitet in der Literaturredaktion von Deutschlandfunk Kultur und als Kritikerin u.a. für DIE ZEIT und FAZ. Sie war u.a. Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2014 und ist Mitglied der Jury des Bremer Literaturpreises, der SWR-Bestenliste und des Preises der Leipziger Buchmesse.

Steffen Popp
studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und der Humboldt Universität Berlin. Sein Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin wurde u.a. mit einer Nominierung für den Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Sein Gedichtband 118 (erschienen bei kookbooks) stand 2017 auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse. 2018 erschienen seine Übersetzungen der Gedichte der US-amerikanischen Dichterin Elizabeth Bishop im Carl Hanser Verlag.

Thomas Kunst
arbeitet als Bibliotheksassistent der Deutschen Nationalbibliothek. Für seine literarischen Arbeiten wurde der Schriftsteller und Lyriker u.a. mit dem Lyrikpreis Meran, dem Lyrikpreis Dresden sowie Stipendien im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop als auch einem Stipendium der Villa Massimo in Rom ausgezeichnet. Der gebürtige Stralsunder lebt heute in Leipzig.

Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern wird ermöglicht durch einen privaten Sponsor sowie durch eine Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern – die Organisatoren des Preises bedanken sich an dieser Stelle für die Unterstützung der Literatur in und aus Mecklenburg-Vorpommern.