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„Über Tisch und Bänke – die einzigartige Bilderwelt der Ilon Wikland“

Illustrationen zu Astrid Lindgrens Kinderbüchern von Ilon Wikland – Ausstellung zum Nordischen Klang 2016

Karlsson vom Dach, Mio, die Kinder aus der Krachmacherstraße, Lotta, die Brüder Löwenherz, Ronja Räubertochter: Astrid Lindgrens Figuren sind Ikonen der Kinderliteratur. Dass man diese Kinder als autonome, starke Persönlichkeiten vor Augen hat, dazu haben auch die Bilder der schwedisch-estnischen Illustratorin Ilon Wikland beigetragen, die seit 1954 die Kinderbücher von Astrid Lindgren gestaltete.
In der Ausstellung „Über Tisch und Bänke“ sind Originalillustrationen von Ilon Wikland aus den 50er Jahren bis heute zu sehen.
Die Ausstellung ist von LesArt, dem Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur, konzipiert worden und wird nun in einer Auswahl im Koeppenhaus in Zusammenarbeit mit dem Nordischen Klang präsentiert.

Bis Sa, 25. Juni, Öffnungszeiten Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei
und hier gehts zu LesArt

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Armin T. Wegner: Der Erste Weltkrieg und der Völkermord an den Armeniern

„Widersetzt Euch viel und gehorcht wenig“, dieses Motto rief Arnim T. Wegner (geb. 1886 in Elberfeld – gest. 1978 in Rom) bereits seinen Mitschülern in seiner Abiturrede zu und blieb der Haltung eines gewaltlosen Rebellen bis an sein Lebensende treu. Als freiwilliger Sanitäter geht der junge Schriftsteller und promovierte Jurist in den Ersten Weltkrieg und wird Augenzeuge des Völkermordes an den Armeniern. Die moderne Ausstellung der Wegner-Gesellschaft zeigt mit Hilfe von Tondokumenten, Texten, Bildern und Objekten den einstigen Bestseller-Autoren und Kriegsgegner in seinem Werk und in den Kontexten seiner Zeit. QR-Codes ermöglichen auch individuelle Recherchen und inhaltliche Vertiefungen über die Ausstellung hinaus.

Eine Ausstellung der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V., Wuppertal, sie wird erstmals in Norddeutschland gezeigt.

Foto: Armenischer Kinderschuh, den Armin T. Wegner am Wegrand der Deportationszüge gefunden hat
Armin T. Wegner Gesellschaft e.V., Wuppertal © Ulrich Klan, Wuppertal

Öffnungszeiten: Di-Sa 14 bis 18 Uhr, Eintritt frei, Ausstellungsdauer bis 30. April

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GARBAGE – Fotografien von Olaf Matthes


In den Jahren 2010 bis 2012 begleitete der Greifswalder Fotograf Olaf Matthes Müllsammler in der Region um Katowice mit seiner Kamera bei der Arbeit.
Das Koeppenhaus zeigt eine Auswahl dieser Fotografien.
Olaf Matthes ist für den „Kunstpreis der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe für Bildende Kunst in Mecklenburg-Vorpommern” im Jahr 2016 nominiert. www.olafmatthes.de

Vernissage: Mi, 10.02.2016, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 3. März 2016.
Di-Sa 14-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, Eintritt frei
Foto: Olaf Matthes

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WANTED – Jugend zu Jugend

Collage WANTED: Paul SlowikowskiEine Ausstellung zu Wolfgang Koeppens Greifswald-Text „Jugend“ mit Collagen und fotografischen Arbeiten von Schülern der Klassenstufe 10 des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums. Künstlerische Leitung: Gisa Massow und Heiko Krause

Eröffnung: Mittwoch, 16.12.2015 um 16.00 Uhr, Eintritt frei
Ausstellung: 17.12.2015-23.01.2016, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ich versuchte die Stadt“ des Koeppenhauses. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes

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„Ich war Zeuge, aber ich bin nicht dabei gewesen“

Eine Ausstellung von Schülern der Medien- und Informatikschule zu Wolfgang Koeppens Greifswald-Text „Jugend“ in der Rathausgalerie Greifswald

Wolfgang Koeppens „Jugend“ erzählt von einem jungen Außenseiter, der in seiner Geburtsstadt Greifswald niemals heimisch wird. Mit dem Makel der Armut und der unehelichen Geburt behaftet, streift er durch die Stadt, verfolgt von den argwöhnischen Blicken der Bürger. „In meiner Stadt war ich allein“, urteilt der Junge, feiert Niederlage und Zusammenbruch des Kaiserreiches und denkt an Flucht in die großen Städte und fernen Länder.
Die Schüler des 2. Fachjahres des Grafikdesign-Studienfachs ließen sich von der Lektüre dieses kunstvoll düsteren Textes zu eigenen Arbeiten inspirieren. Entstanden ist keine schlichte Bebilderung von „Jugend“, sondern eine Aneignung des Textes in verschiedenen originären Bildsprachen.

Eine Kooperation der Medienschule Greifswald mit dem Koeppenhaus und der Kleinen Rathausgalerie. Eine Ausstellung innerhalb der Veranstaltungsreihe „Ich versuchte die Stadt“ des Literaturzentrums Vorpommern im Koeppenhaus. Gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes.

Eröffnung: Donnerstag, 05.11.2015, 18.00 Uhr mit Worten vom Oberbürgermeister Stefan Fassbinder und Musik von Bob Beeman.
Ausstellungsdauer 06.11.-30.12.2015

Öffnungszeiten der Kleinen Rathausgalerie
Montag – Donnerstag 8:00 – 18:00 Uhr
Freitag 8:00 – 15:30 Uhr
Eintritt frei
Bild: Benita Lohse

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Ausstellung „Weisse Wölfe – eine grafische Reportage über rechten Terror“ +++ Ausstellungsdauer verlängert bis 28.11.2015 +++

Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. In der grafischen Reportage „WEISSE WÖLFE“ enthüllen Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt ihre Ideologie. Und zeigen: Es sind regionale Gruppierungen wie jene in Dortmund, die Anschläge nach Art des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) erst möglich machen.

Mit der Ausstellung ausgewählter Motive aus dem Buch sollen die Hintergründe von rechtsradikalen Anschlägen in Dortmund und anderen Regionen Deutschlands erhellt werden. Sie besticht als eine begehbare Reportage über den Neonazi-Terror; eine Erfahrung, die anders, vielleicht auch intensiver wirkt als die Erfahrung einer durchgeschriebenen Geschichte. „Wir glauben, man begreift erst vor den Bildern stehend richtig, dass die beschriebenen Handlungen in der grafischen Reportage Realität sind und nicht frei erfunden“, sagt Autor David Schraven über das Ausstellungskonzept.

Die Ausstellung in Greifswald ist eine Kooperation von der Heinrich-Böll-Stiftung MV, dem Koeppenhaus und CORRECT!V.
Ausstellungsdauer 15.10.2015 – 31.10.2015
Öffnungszeiten: Di-Sa 14 bis 18 Uhr (Donnerstags bis 20 Uhr), der Eintritt ist frei
www.correctiv.org
Bildrechte: CORRECT!V

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Finissage: Wolfgang Koeppens Greifswald-Text “Jugend” und Greifswald Fotos von Torsten Rütz am Do, 8. Oktober 2015

Wolfgang Koeppens “Jugend” erzählt von einem jungen Außenseiter, der in seiner Geburtsstadt Greifswald niemals heimisch wird. Mit dem Makel der Armut und der unehelichen Geburt behaftet, streift er durch die Stadt, verfolgt von den argwöhnischen Blicken der Bürger. In düsteren Bildern zeichnet Koeppen so ein Porträt von Greifswald, das einem bösen Traum ähnelt. „In meiner Stadt war ich allein“, urteilt der Junge, feiert Niederlage und Zusammenbruch des Kaiserreiches und denkt an Flucht in die großen Städte und fernen Länder. Seine eigentliche Heimat findet er in den Traumwelten des Theaters, des Kinos und vor allem in den Büchern.

Der 1965 in Greifswald geborene und aufgewachsene Torsten Rütz fotografiert seit Mitte der 1980er in der Altstadt – nicht auf den Spuren von „Jugend“, sondern auf eigenen Wegen. Zunächst galt sein Interesse der Dokumentation der Architektur in der durch den brachialen Flächenabriss geprägten Altstadt, aber auch dem Einfangen der geheimnisvollen Schönheit dieser Jahrhunderte alten Häuser. Später wurden auch jene Menschen Teil der Bildkompositionen, die ihm auf den Steifzügen durch die bereits weitgehend verlassenen Straßenzüge der nördlichen Altstadt begegneten. Die vom Koeppenhaus ausgewählten Fotos aus dem großen Fundus von Torsten Rütz stammen aus den Jahren 1986 bis 1992.

Die Fotografien sind keine Bebilderung von „Jugend“, wie auch Koeppens Text keine Bildbeschreibung der Fotos sein kann. Doch das Zusammenspiel von Text und Bild ist verführerisch. Und manchmal ruft es den Fluch in Erinnerung, den der junge Protagonist einst über die Stadt verhängte:
„…wie haßte ich die Stadt und wünschte die Schlangen herbei, eine gleitende Natter um jeden Pfosten, der ein Dach trug, ein Bett und den tiefen Schlaf all der Gerechten stützte“.

Finissage am Donnerstag, 08.10.2015, 19 Uhr im Koeppenhaus. Zur Finissage zeigt Torsten Rütz Farbdias aus Greifswalds 80er Jahren.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Ich versuchte die Stadt” des Koeppenhauses.
Gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes.

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„Ich versuchte die Stadt“ – Installation zu Wolfgang Koeppens Greifswald-Text „Jugend“ in der Stadtbibliothek vom 15.10. bis 3.11.2015 +++ Installation verlängert bis 24.11.2015 +++

„Ich versuchte die Stadt” – unter diesem Motto lädt das Koeppenhaus diesen Herbst zu verschiedenen Veranstaltungen rund um Wolfgang Koeppens kunstvoll düsteren Greifswald-Text „Jugend” ein. Auch die Textinstallation in der Stadtbibliothek möchte Sie zum eigenen Weiterlesen verführen. Entdecken Sie Koeppens Greifswald und versuchen auch Sie die Stadt. Hierbei helfen Ihnen die Zitate aus „Jugend“, die Sie in den Karteikästen finden. Regt Sie eines der Zitate zu einer eigenen Arbeit an? Dann verwenden Sie dieses doch als Titel für Ihren Beitrag, der bis zum 25. November im Koeppenhaus entgegengenommen wird.
Schreiben Sie einen eigenen Text, beteiligen Sie sich mit Collage, Zeichnung oder Bild oder machen Sie sich mit der Kamera auf den Weg durch die Stadt. Ob Liebeserklärung an Greifswald, nüchterne Alltagsbeobachtung oder Verwünschung der Stadt, Ihr Beitrag ist willkommen.
Eine Auswahl der Arbeiten wird im Koeppenhaus nach Abschluss unserer Veranstaltungsreihe präsentiert. Gefördert durch den Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek
Mo-Fr 10-18 Uhr, Mi geschlossen, Do bis 20 Uhr, Sa 10-13 Uhr

Ausstellung

KOEPPENTAGE 2015: “Der geborene Leser, für den ich mich halte…” – Wolfgang Koeppens Lektüren

Ausstellung im “Münchner Zimmer” des Koeppenhauses und der Ausstellung im “Labyrinth des Schreibens”

Als der „geborene Leser“ betonte Wolfgang Koeppen oft, dass er “Gedrucktes verschlinge” und Lesen ein “Lebensbedürfnis” für ihn sei. Bereits in frühester Kindheit wurde er von den Märchenvorlesungen seiner Mutter in die Welt der Literatur und die Faszination des Lesens eingeführt, die ihn zeit seines Lebens nicht mehr losließen – davon zeugt nicht zuletzt seine umfangreiche und vielseitige Privatbibliothek.
Die Ausstellung im Münchner Zimmer möchte anhand zahlreicher Fundstücke aus dem Nachlass ausgewählte Lektüren Koeppens vorstellen. Die Ausstellungsschwerpunkte gewähren Einblicke in ein passioniertes, nicht auf den Bereich der Literatur beschränktes Leserleben und zeigen auch, wie Rezeption und Produktion von Literatur bei Wolfgang Koeppen ineinander übergehen.

Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs der Universität Greifswald.

Gleichzeitig wird in der Koeppenhaus-Galerie die Ausstellung „Wolfgang Koeppen – Im Labyrinth des Schreibens“ ergänzt mit Autorenportraits des Hamburger Zeichners und Grafikers Horst Janssen (1929-1995) gezeigt.
Bis 29.08.2015, Di-Sa, 14-18 Uhr, Eintritt frei

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Detlev Steinberg – Zehn Tage Tschetschenien

Im Frühjahr 1995 reiste Detlev Steinberg – Fotojournalist, künstlerischer Fotograf und exzellenter Kenner der Staaten der ehemaligen UdSSR – illegal nach Tschetschenien ein.
Mit seinen Kameras, zu Fuß unterwegs und auf sich allein gestellt, gelang es ihm, den Alltag mitten im aber auch neben dem Krieg in sehr unmittelbaren, bedrückenden, jedoch auch überraschend anderen schwarz-weiß Fotografien festzuhalten.

Detlev Steinberg studierte nach einer abgeschlossenen Lehre als Offsetdrucker Journalismus und absolvierte ein Fernstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Nach der Tätigkeit für ADN-Zentralbild und die Tageszeitung ‘Junge Welt’ wurde Detlev Steinberg schließlich Moskauer Fotokorrespondent der Zeitschrift ‘Freie Welt’ (1977-1982). Dabei lernte er in dieser Zeit Moskau und auch die abgelegensten Sowjetrepubliken kennen. Die Redaktion wurde für ihn buchstäblich die Tür zur Welt: Reisen führten ihn u. a. nach Kuba und Nicaragua, China, Finnland, an den Nordpol und in die BRD. In den 90er Jahren arbeitete Steinberg er als Freischaffender gemeinsam mit Sebastian Pflugbeil zum Thema Radioaktivität in der Sowjetunion.

Di-Sa 14-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, Eintritt frei

Foto: „122 mm“, Elistanshi am 04.02.1995, © 1995 Detlev Steinberg