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“Hamit” – Tagung des LiteraturRats M-V in Kooperation mit der Evangelischen Nordkirche

Tipp Fr 23.11. ab 12 Uhr & Sa 24.11.2018 bis 13 Uhr, in Güstrow, Anmeldung erforderlich

“Hamit”
Heimat – Literatur – Mecklenburg-Vorpommern

Der Begriff und das Lebensgefühl „Heimat“ erleben aktuell eine Renaissance als Gegenentwurf zur Globalisierung. Auch in der zeitgenössischen Literatur spielt die regionale Anbindung eine immer größere Rolle, wie z. B. in dem Tagebuch „Hamit“ von Walter Kempowski oder in den Büchern von Regina Scheer und Julia Schoch. Was aber ist Heimat? Oftmals bleibt der Begriff im gefühlt Ungefähren. Für viele ist Heimat der Ort, in dem sie geboren und aufgewachsen sind. Da sie nicht zuletzt ein Ort in der Erinnerung ist, findet Heimat ihren Niederschlag immer auch auch in einer Fülle von erzählten und aufgeschriebenen Geschichten. Was macht die „Heimat Mecklenburg- Vorpommern“ aus, wie ist es um diese aus Sicht der Literatur bestellt? Was können und sollten wir tun, um Heimat für uns zu gestalten? Und welche Instrumente können wir als Autorinnen, Verleger und Literaturvermittlerinnen dafür nutzen oder müssen wir uns schaffen? Wir laden herzlich ein, Heimat zu machen – hier in Mecklenburg-Vorpommern.

Teilnahmebeitrag: 50 Euro, EZ-Zuschlag 7,50 Euro
Gefördert durch die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung
Programm der Tagung

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Monatsprogramm KOEPPENHAUS – November 2018 ist da

Vorfreude aufs November Programm!

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Voll der Osten. Leben in der DDR – Ausstellung erneut vom 30.10.-10.11.2018 im Koeppenhaus

Aufgrund der großen Nachfrage zeigen wir “Voll der Osten. Leben in der DDR” erneut vom 30.10. bis 10.11. in der Galerie. Öffnungszeiten Di 14-18 Uhr, Eintritt frei

Fotoausstellung von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle. Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und OSTKREUZ Agentur der Fotografen

In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.


OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden mit der Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ zu einer Bilderreise in die Zeit der Teilung ein. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellung präsentiert auf 20 Plakaten über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist, er leitet das DDR-Museum in Berlin.
Die Ausstellungsplakate verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist.

Foto: © Harald Hauswald/OSTKREUZ
Öffnungszeiten Di-Sa 14-18 Uhr, Vernissage 22.08.2018, Ausstellungsdauer bis 29.09.2018, Eintritt frei

Vielen Dank an Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. die uns die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. www.gegen-vergessen.de

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Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018

Sechs Finalistinnen stehen fest
Jurypreis und Publikumspreise werden am 03.11.2018 in Schwerin vergeben

Lesung & Preisverleihung: 18.00 Uhr, Aula der Volkshochschule Schwerin, Puschkinstraße 13, Eintritt frei

Am 3. November wird erneut der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Nach Rostock 2016 und Greifswald 2017 ist in diesem Jahr Schwerin Gastgeber für die Preisverleihung – die Vergabe des Literaturpreises ist einer der Höhepunkte der 23. Schweriner Literaturtage.
Das Besondere in diesem Jahr: Aus den etwa 70 anonymisierten Einsendungen hat die Jury ausschließlich Autorinnen für das Finale ausgewählt. Welche Autorin am Ende mit dem Preis ausgezeichnet wird, wird nach den Lesungen direkt vor Ort bekanntgegeben.

Die sechs Finalistinnen eint auch in diesem Jahr nicht nur ihr Sprachtalent, sondern auch der biographische Bezug zum Land – eine Vorbedingung für die Bewerbung. Um den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern konnten sich aus dem Bundesland gebürtige AutorInnen bewerben und auch AutorInnen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einen signifikanten Teil ihres Lebens hier verbracht haben oder derzeit ihren Wohnsitz hier haben.
Unter den Finalistinnen finden sich nicht nur mehrere Absolventinnen Mecklenburger Universitäten, sondern mit Silke Peters und Margarete Groschupf auch zwei ehemalige Stipendiatinnen des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. Die gebürtige Rostockerin Peters veröffentlichte in der Vergangenheit bereits mehrere Lyrikbände, zuletzt Jetzt einen Diasporenvorrat anlegen. Mit Holzschnitten von Barbara Wetzel im Mückenschwein-Verlag Stralsund sowie Kirkeeffekt im freiraum-verlag Greifswald. Margarete Groschupf, die in Berlin Fotografie studierte, veröffentlicht nicht nur literarische Texte in Anthologien und Radiosendungen, sondern arbeitet seit 1990 auch als freie Journalistin für namenhafte Zeitungen wie DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung und den Tagesspiegel.
Sowohl die Autorin Carola Weider als auch Katja Thomas ließen sich am renommierten Deutschen Literaturinstitut Leipzig ausbilden. Im Vorfeld studierte Katja Thomas an der Universität Greifswald Germanistik, Journalistik und Geographie. Ihr Debüt Gehen mit Lou erschien bereits 2015 in der Edition Azur. Carola Weider absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester, bevor sie sich dem Schreiben widmete. 2016 war sie nicht nur Stipendiatin der Hansestadt Rostock, sondern veröffentlichte auch ihr Debüt KORA in der Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern.

Sabina Lepadatu
wurde in Stralsund geboren und arbeitet heute am Theater Vorpommern in Greifswald. Die Autorin veröffentlichte in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften, unter anderem in den RISSEN – Zeitschrift für Literatur aus Mecklenburg und Vorpommern.
Die in St. Petersburg geborene Literaturwissenschaftlerin und Autorin Slata Roschal arbeitet neben ihrer Promotion als Übersetzerin aus dem Russischen. Sie wurde bereits zu namhaften Schreibwerkstätten wie der Textwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung und dem Poetencamp Mecklenburg- Vorpommern eingeladen.

Erst am Sonnabend, den 3.11.2018, wird sich entscheiden, wer den Preis der Jury erhält, der ein einmonatiges Aufenthaltsstipendium (dotiert mit 2.000,- €) im Künstlerhaus Lukas, die Möglichkeit einer Publikation im freiraum- verlag und eine Lesereise durch verschiedene literarische Institutionen des Landes umfasst. Fest steht aber schon jetzt: Mit dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 wird eine Autorin ausgezeichnet.
Wie bereits in den vergangenen Jahren vergibt auch das Publikum an diesem Abend drei Preise, an die neben Ruhm auch Preisgelder in Höhe von 1.000,- €, 500,- € bzw. 300,- € geknüpft sind. Zudem können alle Finalistinnen ihre Texte in einer Anthologie des freiraum-verlags publizieren. Die fünf Institutionen, die den Preis ins Leben gerufen haben, freuen sich auf viele interessierte Gäste und deren Beteiligung am literarischen Leben des Bundeslandes.

Die Institutionen hinter dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern:
Ins Leben gerufen wurde und ehrenamtlich organisiert wird der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern durch das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus (Greifswald), den freiraum-verlag (Greifswald), das Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop), das Literaturhaus Rostock und den LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Geschäftsstelle im Literaturhaus Rostock).
Lesungen und Preisverleihung am 03.11.2018 finden im Rahmen der 23. Schweriner Literaturtage in Kooperation mit dem Kulturbüro Schwerin statt.

Die Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018

Wiebke Porombka war Regie- und Dramaturgieassistentin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern, u.a. am Volkstheater Rostock, und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie arbeitet in der Literaturredaktion von Deutschlandfunk Kultur und als Kritikerin u.a. für DIE ZEIT und FAZ. Sie war u.a. Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2014 und ist Mitglied der Jury des Bremer Literaturpreises, der SWR-Bestenliste und des Preises der Leipziger Buchmesse.

Steffen Popp
studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und der Humboldt Universität Berlin. Sein Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin wurde u.a. mit einer Nominierung für den Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Sein Gedichtband 118 (erschienen bei kookbooks) stand 2017 auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse. 2018 erschienen seine Übersetzungen der Gedichte der US-amerikanischen Dichterin Elizabeth Bishop im Carl Hanser Verlag.

Thomas Kunst
arbeitet als Bibliotheksassistent der Deutschen Nationalbibliothek. Für seine literarischen Arbeiten wurde der Schriftsteller und Lyriker u.a. mit dem Lyrikpreis Meran, dem Lyrikpreis Dresden sowie Stipendien im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop als auch einem Stipendium der Villa Massimo in Rom ausgezeichnet. Der gebürtige Stralsunder lebt heute in Leipzig.

Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern wird ermöglicht durch einen privaten Sponsor sowie durch eine Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern – die Organisatoren des Preises bedanken sich an dieser Stelle für die Unterstützung der Literatur in und aus Mecklenburg-Vorpommern.

pdf Literaturpreis M-V 2018

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Ausstellung – Jenseits von Lampedusa – willkommen in Kalabrien

Im Rahmen der Interkulturellen Woche

+++ Update +++
Domenico Lucano, der Bürgermeister von Riace galt als Vorreiter für Integration, 2017 erhielt er den Dresdner Friedenspreis für seine Arbeit. Am 02.10.2018 wurde er festgenommen wegen „Begünstigung illegaler Einwanderung“. Das italienische Berufungsgericht entschied am 16.10.2018 sein Hausarrest wird ausgesetzt – aber das Dorf Riace, seinen Wohn- und Wirkungsort, muss er verlassen und auch die Flüchtlinge sollen in Lager umgesiedelt werden.
+++

Lampedusa. Es ist eine Chiffre geworden für das Schicksal Abertausender von Flüchtlingen, die Jahr für Jahr ihre Heimat verlassen, um in Europa Sicherheit und die Möglichkeit für ein menschenwürdiges Leben zu suchen. Die Ausstellung widmet sich den 20-jährigen Erfahrungen, die einige kleine Orte (u.a. Riace, Badolato) in Kalabrien, der ärmsten Gegend Italiens, mit der Aufnahme von Flüchtlingen gemacht haben. Die Unaufgeregtheit und die unerschütterbare Solidarität mit den noch Ärmeren ist das hervorstechendste Merkmal der Alltagskultur der Einheimischen. Wir laden Sie ein, sich in der Ausstellung über die gelebte Solidarität zu informieren.

Ausstellungsdauer bis Mi 24.10.2018, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Zur Vernissage spricht Marlene Schäffer vom Courage gegen Fremdenhass e.V. (Berlin) und wir zeigen den Kurzfilm “Watu Wote – all of us” von Katja Benrath, die mit ihrem Film den “Studenten-Oscar” 2018 gewann.
Kurzinhalt:
Seit Jahrzehnten wird Kenia von Terroranschlägen der islamischen Al-Shabaab erschüttert. Zwischen Christen und Muslimen wachsen Angst und Misstrauen. Bis im Dezember 2015 den Passagieren eines Reisebusses ein beispielloses Zeugnis der Menschlichkeit gelingt.
Deutschland 2017, Regie: Katja Benrath, Kurzspielfilm, 21’33 Min.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Courage gegen Fremdenhass e.V., der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, der Ehrenamtsstiftung M-V und der Rosa-Luxemburg-Stiftung M-V im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018.

Foto © Jon Adrie Hoekstra
Courage gegen Fremdenhass e. V.
www.topographiendermenschlichkeit.de

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Vielfalt verbindet. Interkulturelle Woche in Greifswald 2018

„Vielfalt verbindet!“ so lautet auch in diesem Jahr das Motto der bundesweiten Interkulturellen Woche, die vom 13. September bis zum 4. Oktober 2018 auch in Greifswald stattfindet. Das Netzwerk Migration Greifswald hat gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern ein vielfältiges und buntes Programm mit über 30 interessanten und anregenden Veranstaltungen organisiert. Sie sollen helfen, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und Vorurteile abzubauen.

Während der drei Wochen gibt es Film-, Theater- und Länderabende, Ausstellungen, Angebote für Schulklassen sowie Aktionen zum Tag des Flüchtlings und zum Tag der offenen Moschee. Es finden gemeinsame Kochworkshops, Sportveranstaltungen, ein Trommelworkshop, Konzerte oder auch Sprach-Crashkurse statt. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es spezielle Angebote.
Das im Jahr 2000 gegründete Netzwerk Migration Greifswald ist Initiator und Organisator der Interkulturellen Woche in Greifswald. Die Interkulturelle Woche wird aus Mitteln der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der beteiligten Partnereinrichtungen finanziert.

Offizielle Eröffnung der Interkulturellen Woche 2018 ist am Freitag, den 21. September im Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus statt.
14:45 – Beginn am Rathaus und gemeinsamer Weg ins St. Spiritus,
15:00 Uhr bis 20:00 Uhr – Eröffnungsreden, Markt der Möglichkeiten und ein buntes Kulturprogramm (mit syrischer Tanz- und Musikgruppe Bab-al-Hara, einem Kindertheaterstück „Volle Fahrt voraus!“ und einem Konzert mit „Safar Band“)
Programmheft der Interkulturellen Woche als pdf hier

Programm im Koeppenhaus am So 30.09. und am Do 4.10.2018

So, 30.09.2018
14.00-17.00 Uhr
„Betrachte den Menschen, als ein Bergwerk reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert.“
Kindernachmittag von 14-17 Uhr der Bahá’í-Gemeinde zur Interkulturellen Woche in Greifswald 2018
Ein Nachmittag für Kinder mit ihren Eltern mit vielen Angeboten, wie Basteln, Malen, Kreatives Gestalten, Geschichten und Liedern.
Organisator: Bahá’í-Gemeinde in Greifswald, Eintritt frei

18.00 Uhr Dokumentarfilm „Bruder Jakob“
Jakob ist auf der Suche nach einer Religion, die seinem Leben Sinn gibt. Er wendet sich zunächst dem Islam zu und gerät, zunehmend radikalisiert, in Konflikt mit Freunden und Familie. Sein Bruder Elí dokumentiert wie Jakobs religiöse Ansichten sich mit der Zeit wandeln. Ein sehr persönlicher Dialog und differenzierte Reflexion aktueller gesellschaftlicher Debatten.
Mit anschließendem Gespräch mit dem Protagonisten Jakob.
2017, Regie: Eli Roland Sachs, 92 Min,
Organisator: Bahá’í-Gemeinde in Greifswald, Eintritt frei

Do, 04.10.2018, 19.00 Uhr, Eintritt frei
Vernissage: Jenseits von Lampedusa – willkommen in Kalabrien

Lampedusa. Es ist eine Chiffre geworden für das Schicksal Abertausender von Flüchtlingen, die Jahr für Jahr ihre Heimat verlassen, um in Europa Sicherheit und die Möglichkeit für ein menschenwürdiges Leben zu suchen. Das Ausstellungsprojekt „Jenseits von Lampedusa – Willkommen in Kalabrien“ widmet sich den nunmehr 20-jährigen Erfahrungen, die einige kleine Orte in Kalabrien, der ärmsten Gegend Italiens, mit der Aufnahme von Flüchtlingen gemacht haben. Die Unaufgeregtheit und die unerschütterbare Solidarität mit den noch Ärmeren ist das hervorstechendste Merkmal der Alltagskultur der Einheimischen.

Zur Vernissage spricht Marlene Schäffer vom Courage gegen Fremdenhass e.V. (Berlin) und wir zeigen den Kurzfilm “Watu Wote – all of us” von Katja Benrath, die mit ihrem Film den “Studenten-Oscar” 2018 gewann.
Kurzinhalt:
Seit Jahrzehnten wird Kenia von Terroranschlägen der islamischen Al-Shabaab erschüttert. Zwischen Christen und Muslimen wachsen Angst und Misstrauen. Bis im Dezember 2015 den Passagieren eines Reisebusses ein beispielloses Zeugnis der Menschlichkeit gelingt.
Deutschland 2017, Regie: Katja Benrath, Kurzspielfilm, 21’33 Min.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Courage gegen Fremdenhass e.V., der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, der Ehrenamtsstiftung M-V und der Rosa-Luxemburg-Stiftung M-V im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018.
Ausstellung bis 26.10.2018, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

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Herausragende Abschlussarbeiten der Grafikdesigner im Koeppenhaus ausgestellt

Am vergangenen Freitag luden nach erfolgreichen Prüfungen die Absolventen der Medien- und Informatikschule zur Präsentation ihrer Abschlussarbeiten in den Saal des Koeppenhauses. Die große Vielfalt der Werke, das gestalterische Niveau und das handwerkliche Geschick begeisterte die zahlreichen Besucher, Eltern, Freunde und Dozenten. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Bereich Buchgestaltung – u.a. die “Edda” neu illustriert, “Artdolls” für Dummys, H.C. Wells in neuem Gewand, bis hin zu der Präsentation eines neuen Verlags für Gestalter “BravoBravo” und der Entwicklung eines Strategiespiels u.v.m.
Die Schau sei wärmstens empfohlen und ist noch bis 28. Juli im Saal des Koeppenhauses zu besichtigen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus
Bahnhofstr 4/5
17489 Greifswald
03834/773510
www.koeppenhaus.de

Kontakt:
Wirtschaftsakademie Nord
Puschkinring 22 a
17491 Greifswald
info@wirtschaftsakademie-nord.de

(c) Medien- und Informatikschule Greifswald

Meldungen · Wolfgang-Koeppen-Preis

Wolfgang-Koeppen-Preis an Christoph Peters

Am Sonnabend, 23. Juni 2018, dem Geburtstag Wolfgang Koeppens, wird der Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder, den Wolfgang-Koeppen-Preis an Christoph Peters übergeben.

Die Verleihung findet um 16:00 Uhr im Geburtshaus des Schriftstellers und Greifswalder Ehrenbürgers im Literaturzentrum Vorpommern in der Bahnhofstraße 4-5 statt. Die Laudatio hält der Preisträger des Jahres 2016 Thomas Hettche.

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald verleiht seit 1998 alle 2 Jahre den mit 5.000 Euro dotierten Wolfgang-Koeppen-Preis. Mit ihm wird ein literarisches Wirken gewürdigt, das in ähnlicher Weise wie das Werk Wolfgang Koeppens dem unvollendeten Projekt der literarischen Moderne verbunden, seiner Zeitgenossenschaft eingedenk bleibt und nicht zuletzt in seiner sozialen Sensibilität dem Werk Koeppens vergleichbar ist. Der jeweils letzte Preisträger schlägt immer den neuen vor. Bisherige Preisträger waren Richard Anders (1998), Thomas Lehr (2000), Susanne Riedel (2002), Ludwig Fels (2004), Bartholomäus Grill (2006), Sibylle Berg (2008), Joachim Lottmann (2010), Anna Katharina Hahn (2012), Karl-Heinz Ott (2014) und Thomas Hettche (2016).

Zu Christoph Peters:Foto © Luchterhand Literaturverlag
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er von 1988 bis 1994 freie Malerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe bei Horst Egon Kalinowski und Günter Neusel. Er verließ die Akademie als Meisterschüler des Bildhauers und Objektkünstlers „Meuser“. In den Jahren 1992 und 1993 besuchte er erstmals Istanbul und Kairo und hat seither immer wieder ausgedehnte Reisen in die islamische Welt unternommen. Zu den zahlreichen Auszeichnungen seiner literarischen Arbeit zählen u. a. der „aspekte“- Literaturpreis (1999), Poetikdozenturen an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur der Universität Mainz (2004), der Universität Tübingen (2008), der Universität Paderborn (2014/15) und zuletzt 2016 der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Darüber hinaus ist Peters Mitglied des PEN Zentrums Deutschland. Derzeit werden seine Werke im Luchterhand Literaturverlag veröffentlicht.
Thomas Hettche begründet seinen Vorschlag wie folgt:
„ … Wie wenige andere arbeitet der 1966 geborene Peters seit seinem fulminanten Debüt „Stadt Land Fluß“ von 1999 an einem erzählerischen Werk, das sich einerseits ganz auf die soziale Wirklichkeit deutscher Gegenwart einlässt, andererseits Erfahrungen von Fremdheit im Zusammentreffen der Kulturen immer neu gestaltet. Ob die Welt der japanischen Keramik in „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“ (2014) oder die Bedrohung durch den Terrorismus in „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ (2006) – immer eröffnet die erzählerische Genauigkeit von Christoph Peters der Faszination des Fremden ebenso wie unserer Angst vor ihm einen Raum. Das macht seine Romane zu hochaktuellen Kommentaren unserer gegenwärtigen Debatten. Mit Koeppen teilt er dabei vielerlei: Die Unvoreingenommenheit des Blickes auf die Menschen, die tiefe Sehnsucht nach der einen Ferne, die mehr als Phantasie ist, sondern bereist sein will, und dabei das Wissen um den konkreten Ort, von dem aus man schreibt. … “

Christoph Peters bedankte sich für die Ehrung beim Oberbürgermeister mit den Worten:
„Wolfgang Koeppen ist für mich in der Zeit, als ich selber Schriftsteller werden wollte und schließlich einer geworden bin – zwischen 17 und 30 –, ein großes Vorbild gewesen. Vor allem seine einzigartige Sprachkraft hat mich damals begeistert – dem wollte ich nacheifern –, und seine Krisen haben mich getröstet, wenn ich selbst nicht mehr weiterwusste. Insofern bin auch sehr stolz seinen Namen künftig sozusagen in meinem eigenen Lebenslauf zu haben.“

Foto: (c) Luchterhand Literaturverlag

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10. Flohmarkt in der Fleischervorstadt & Bücherflohmarkt im Koeppenhaus

Stadtteilflohmarkt in der Fleischervorstadt am So, 3. Juni 2018 von 13-18 Uhr

Dieses Jahr findet der beliebte Flohmarkt in der Fleischervorstadt am 3. Juni 2018 statt. Wie immer von 13-18 Uhr.
Der Flohmarkt wird von BewohnerInnen der Fleischervorstadt gestaltet, die einen Stand vor der eigenen Haustür aufbauen. Gewerbetreibende Firmen sind nicht zugelassen. Mehr Info auf facebook https://www.facebook.com/Fleischervorstadt-Flohmarkt-496531893806883/
Die Teilnahmebedingungen für den Flohmarkt sind hier als pdf hinterlegt und hier ist der Laufplan für die Flohmarktstände.
Wer sich an der Organisation des Flohmarktes beteiligen möchte, meldet sich bitte ebenfalls gern per facebook. Das ehrenamtliche Organisationsteam braucht Ihre und Eure Unterstützung!!!
Telefonische Information im Koeppenhaus unter 03834-773510.
Viele Grüße vom Orga-Team “Stadtgestalten Fleischervorstadt”

Das Koeppenhaus beteiligt sich als Fleischervorstädter wieder von 13-18 Uhr mit einem bestens sortierten Bücherflohmarkt.

Wir freuen uns über Ihre Bücherspende bis zum 1. Juni und Sie finden beim stöbern sicher gleich wieder neuen Lesestoff zum Mitnehmen!
Der Verkaufserlös fließt ins Kulturprogramm des Koeppenhauses. Vielen Dank für Ihre Bücher!

Foto (c) Koeppenhaus

Ausstellung

Textilausstellung der Vereinigung Draudzība (LV)

Ausstellung im Rahmen des Festivals “100 Jahre Baltische Staaten”

Das Studio für Volkskunst “Draudzība” gehört zu den ältesten Volkskunst-Vereinigungen in Lettland, in denen jedermann das Stricken und Weben erlernen kann. Die Arbeiten des Studios gehören zur lettischen Volkskunst, die von vielen Menschen in Lettland geliebt wird. Die Ausstellung präsentiert verschiedene Stile der lettischen Web- und Stricktradition. Mit Büchertisch, Wolle und Handschuhe aus Lettland zum Verkauf.

Eintritt frei, Di-Sa 14-18 Uhr, Ausstellung bis 16. Juni 2018
Foto © Draudzība