Ausstellung · Meldungen

Herausragende Abschlussarbeiten der Grafikdesigner im Koeppenhaus ausgestellt

Am vergangenen Freitag luden nach erfolgreichen Prüfungen die Absolventen der Medien- und Informatikschule zur Präsentation ihrer Abschlussarbeiten in den Saal des Koeppenhauses. Die große Vielfalt der Werke, das gestalterische Niveau und das handwerkliche Geschick begeisterte die zahlreichen Besucher, Eltern, Freunde und Dozenten. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Bereich Buchgestaltung – u.a. die “Edda” neu illustriert, “Artdolls” für Dummys, H.C. Wells in neuem Gewand, bis hin zu der Präsentation eines neuen Verlags für Gestalter “BravoBravo” und der Entwicklung eines Strategiespiels u.v.m.
Die Schau sei wärmstens empfohlen und ist noch bis 28. Juli im Saal des Koeppenhauses zu besichtigen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus
Bahnhofstr 4/5
17489 Greifswald
03834/773510
www.koeppenhaus.de

Kontakt:
Wirtschaftsakademie Nord
Puschkinring 22 a
17491 Greifswald
info@wirtschaftsakademie-nord.de

(c) Medien- und Informatikschule Greifswald

Meldungen · Wolfgang-Koeppen-Preis

Wolfgang-Koeppen-Preis an Christoph Peters

Am Sonnabend, 23. Juni 2018, dem Geburtstag Wolfgang Koeppens, wird der Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder, den Wolfgang-Koeppen-Preis an Christoph Peters übergeben.

Die Verleihung findet um 16:00 Uhr im Geburtshaus des Schriftstellers und Greifswalder Ehrenbürgers im Literaturzentrum Vorpommern in der Bahnhofstraße 4-5 statt. Die Laudatio hält der Preisträger des Jahres 2016 Thomas Hettche.

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald verleiht seit 1998 alle 2 Jahre den mit 5.000 Euro dotierten Wolfgang-Koeppen-Preis. Mit ihm wird ein literarisches Wirken gewürdigt, das in ähnlicher Weise wie das Werk Wolfgang Koeppens dem unvollendeten Projekt der literarischen Moderne verbunden, seiner Zeitgenossenschaft eingedenk bleibt und nicht zuletzt in seiner sozialen Sensibilität dem Werk Koeppens vergleichbar ist. Der jeweils letzte Preisträger schlägt immer den neuen vor. Bisherige Preisträger waren Richard Anders (1998), Thomas Lehr (2000), Susanne Riedel (2002), Ludwig Fels (2004), Bartholomäus Grill (2006), Sibylle Berg (2008), Joachim Lottmann (2010), Anna Katharina Hahn (2012), Karl-Heinz Ott (2014) und Thomas Hettche (2016).

Zu Christoph Peters:Foto © Luchterhand Literaturverlag
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er von 1988 bis 1994 freie Malerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe bei Horst Egon Kalinowski und Günter Neusel. Er verließ die Akademie als Meisterschüler des Bildhauers und Objektkünstlers „Meuser“. In den Jahren 1992 und 1993 besuchte er erstmals Istanbul und Kairo und hat seither immer wieder ausgedehnte Reisen in die islamische Welt unternommen. Zu den zahlreichen Auszeichnungen seiner literarischen Arbeit zählen u. a. der „aspekte“- Literaturpreis (1999), Poetikdozenturen an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur der Universität Mainz (2004), der Universität Tübingen (2008), der Universität Paderborn (2014/15) und zuletzt 2016 der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Darüber hinaus ist Peters Mitglied des PEN Zentrums Deutschland. Derzeit werden seine Werke im Luchterhand Literaturverlag veröffentlicht.
Thomas Hettche begründet seinen Vorschlag wie folgt:
„ … Wie wenige andere arbeitet der 1966 geborene Peters seit seinem fulminanten Debüt „Stadt Land Fluß“ von 1999 an einem erzählerischen Werk, das sich einerseits ganz auf die soziale Wirklichkeit deutscher Gegenwart einlässt, andererseits Erfahrungen von Fremdheit im Zusammentreffen der Kulturen immer neu gestaltet. Ob die Welt der japanischen Keramik in „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“ (2014) oder die Bedrohung durch den Terrorismus in „Ein Zimmer im Haus des Krieges“ (2006) – immer eröffnet die erzählerische Genauigkeit von Christoph Peters der Faszination des Fremden ebenso wie unserer Angst vor ihm einen Raum. Das macht seine Romane zu hochaktuellen Kommentaren unserer gegenwärtigen Debatten. Mit Koeppen teilt er dabei vielerlei: Die Unvoreingenommenheit des Blickes auf die Menschen, die tiefe Sehnsucht nach der einen Ferne, die mehr als Phantasie ist, sondern bereist sein will, und dabei das Wissen um den konkreten Ort, von dem aus man schreibt. … “

Christoph Peters bedankte sich für die Ehrung beim Oberbürgermeister mit den Worten:
„Wolfgang Koeppen ist für mich in der Zeit, als ich selber Schriftsteller werden wollte und schließlich einer geworden bin – zwischen 17 und 30 –, ein großes Vorbild gewesen. Vor allem seine einzigartige Sprachkraft hat mich damals begeistert – dem wollte ich nacheifern –, und seine Krisen haben mich getröstet, wenn ich selbst nicht mehr weiterwusste. Insofern bin auch sehr stolz seinen Namen künftig sozusagen in meinem eigenen Lebenslauf zu haben.“

Foto: (c) Luchterhand Literaturverlag

Meldungen

10. Flohmarkt in der Fleischervorstadt & Bücherflohmarkt im Koeppenhaus

Stadtteilflohmarkt in der Fleischervorstadt am So, 3. Juni 2018 von 13-18 Uhr

Dieses Jahr findet der beliebte Flohmarkt in der Fleischervorstadt am 3. Juni 2018 statt. Wie immer von 13-18 Uhr.
Der Flohmarkt wird von BewohnerInnen der Fleischervorstadt gestaltet, die einen Stand vor der eigenen Haustür aufbauen. Gewerbetreibende Firmen sind nicht zugelassen. Mehr Info auf facebook https://www.facebook.com/Fleischervorstadt-Flohmarkt-496531893806883/
Die Teilnahmebedingungen für den Flohmarkt sind hier als pdf hinterlegt und hier ist der Laufplan für die Flohmarktstände.
Wer sich an der Organisation des Flohmarktes beteiligen möchte, meldet sich bitte ebenfalls gern per facebook. Das ehrenamtliche Organisationsteam braucht Ihre und Eure Unterstützung!!!
Telefonische Information im Koeppenhaus unter 03834-773510.
Viele Grüße vom Orga-Team “Stadtgestalten Fleischervorstadt”

Das Koeppenhaus beteiligt sich als Fleischervorstädter wieder von 13-18 Uhr mit einem bestens sortierten Bücherflohmarkt.

Wir freuen uns über Ihre Bücherspende bis zum 1. Juni und Sie finden beim stöbern sicher gleich wieder neuen Lesestoff zum Mitnehmen!
Der Verkaufserlös fließt ins Kulturprogramm des Koeppenhauses. Vielen Dank für Ihre Bücher!

Foto (c) Koeppenhaus

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Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018: jetzt bewerben!

Seit 2016 verleihen fünf Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern einen gemeinsamen Literaturpreis: den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Auch 2018 vergeben das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus in Greifswald und der freiraum-verlag in Kooperation mit dem Literaturrat M-V e. V. diesen Preis, der das herausragende literarische Schaffen von Autorinnen und Autoren in und aus Mecklenburg-Vorpommern würdigt und unterstützt. Der oder die Preisträger/in wird von einer dreiköpfigen Fachjury am 3. November 2018 im Rahmen der Lesung der Finalistinnen und Finalisten in Schwerin gekürt. Neben dem Jurypreis werden bis zu drei Publikumspreise vergeben. Die Preisvergabe und die Lesungen der Finalist/innen finden im Rahmen der 23. Schweriner Literaturtage statt.

Umfang und Vergabe des Preises
Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern umfasst einen kostenfreien einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas mit einem Stipendiengeld in Höhe von 2.000 Euro, eine Lesereise durch literarische Institutionen Mecklenburg-Vorpommerns sowie die Möglichkeit einer Publikation im freiraum-verlag.

Publikumspreise
Neben dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern werden bis zu drei Publikumspreise vergeben. Auf Grundlage der Einsendungen lädt die Fachjury die Finalistinnen und Finalisten zu einer öffentlichen Lesung ein, aus denen das Publikum die Preisträger/innen ermittelt. Mit der Auslobung der Publikumspreise verbindet sich der Wunsch, möglichst viele an der Literatur interessierte Menschen bei der Wahl der Preisträger/innen zu beteiligen und neue Freunde für die Literatur zu gewinnen. Die Publikumspreise sind mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert, zudem werden die Texte der Nominierten für den Publikumspreis in einer Anthologie des freiraum-verlages veröffentlicht.

Bewerbung
Bewerben können sich Autorinnen und Autoren ab 18 Jahren, deren Lebensmittelpunkt in Mecklenburg-Vorpommern liegt, die in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen oder geboren sind oder die mindestens drei Jahre in Mecklenburg-Vorpommern gewohnt bzw. gearbeitet haben. Berücksichtigung finden Prosa und Lyrik.

Bewerbungszeitraum
16. Mai – 16. Juli 2018 (Poststempel/Maileingang)

Bewerbungsunterlagen
Einzureichen sind bis zu 10 Manuskriptseiten/Textseiten (A4) in den Bereichen Prosa und Lyrik (diese Seiten dürfen den Namen der Verfasserin bzw. des Verfassers nicht enthalten), eine Kurzbiografie (maximal eine halbe Seite) sowie das ausgefüllte Bewerbungsformular. Bewerbungsformular_2018
Bitte sehen Sie davon ab, eigenständige Veröffentlichungen einzureichen. Von der Bewerbung ebenfalls ausgeschlossen sind Bilderbücher und Kinderliteratur.
Bitte benutzen Sie für Ihre Bewerbung das Bewerbungsformular. Dieses finden Sie auf den Websites der beteiligten Institutionen.
Im Falle einer Bewerbung auf postalischem Weg muss der Text bzw. müssen die Texte in vierfacher Ausfertigung eingereicht werden. Bitte geben Sie auch bei postalischer Bewerbung eine Mailadresse oder Telefonnummer an, damit wir den Eingang Ihrer Bewerbung auf diesen Wegen bestätigen können.

Bewerbungen erbeten an:
Literaturhaus Rostock im Peter-Weiss-Haus
Doberaner Straße 21
18057 Rostock
bewerbung@literaturhaus-rostock.de

Meldungen

- 100 JAHRE BALTISCHE STAATEN -

22. April bis 3. Mai 2018
Veranstaltungsreihe des Koeppenhauses mit vielen Partnern zu den Baltischen Ländern Litauen, Lettland und Estland

vorab: Ausstellungseröffnung
„Kihnu Poesie“ (EST)
Ausstellung des Nordischen Klangs in der Kleinen Rathausgalerie

Auf der estnischen Insel Kihnu, etwa so groß und charmant wie Hiddensee, leben gut 700 Einwohner im Einklang mit ihren Traditionen. Diese zählen seit 2003 zum mündlichen und immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Insbesondere die Kleidungs- und Textilkunst aus buntem Baumwollstoff ist für Kihnu typisch. Birgit Püves Fotoserie porträtiert die Insulaner vor dem Hintergrund der Tücher und kontrastiert dies mit elementaren Naturaufnahmen. In dieser Trias entspinnt sich Kihnus visuelle Poesie. Eine Ausstellung vom Festival “Nordischer Klang” als Teaser zur Ausgabe 2018, Vernissage in Anwesenheit der Künstlerin am Donnerstag, dem 19. April, um 18:00 Uhr im Rathaus Greifswald. Foto (c) Birgit Püve
Öffnungszeiten: Mo – Do 8:00 – 18:00 Uhr, Fr 8:00 – 15:30 Uhr, bis 22. Juni 2018
Festival “Nordischer Klang” vom 3. Mai bis 13. Mai 2018 in Greifswald
Das Greifswalder Festival “Nordischer Klang” präsentiert seit über 25 Jahren Kunst und Kultur aus den fünf Nordischen Ländern und aus den übrigen Ostsee-Anreinerstaaten in Greifswald. Es wird vom Kulturverein Nordischer Klang e.V. veranstaltet. www.nordischerklang.de

So 22.04.2018, 17.00 Uhr im Koeppenhaus , Eintritt Spende
Reisen in Lettland und Estland
Bildervortrag von Cornelie Müller-Gödecke

Aus Neugierde auf die europäische Kulturhauptstadt, Riga, fuhr Cornelie Müller-Gödecke 2014 zum ersten Mal nach Lettland. Seitdem bereiste sie Lettland und Estland wohl mehr als 15 Mal, nahm an Workshops (Landeskunde, Stricken, traditionelle Handarbeitstechniken) der Kultur-Akademie Viljandi (EST) und des Lettischen Kultur-Instituts teil, besorgte für das Trachtenzentrum SENA KLETS (Riga) die Übersetzung des lettischen Standardwerkes „Latviešu Cimdi“ (Handschuhe aus Lettland) und lernt die lettische Sprache. Auf ausgedehnten Rundreisen, sommers wie winters, lernte sie die Menschen und ihre Kulturen kennen, stieß auf Unerwartetes und Vertrautes. Davon berichtet sie in ihrem Bilder-Vortrag.
Foto © Cornelie Müller-Gödecke

Mo 23.04.2018, 20.30 Uhr im Theater Vorpommern (Foyer), Eintritt 4 €
Filmclub Casablanca e.V. zeigt LIEBE OMA, GUTEN TAG! (LT)

Eine Filmemacherin und eine Fotografin begeben sich auf Spurensuche, um das Leben ihrer Großmutter zu rekonstruieren. Eine Geschichte wie aus einem Historiendrama, und doch ist alles wahr: Ella ist damals nach Litauen zurückgekehrt, um auf ihren Verlobten zu warten. Dann trennte der Eiserne Vorhang die Familie, und Ellas Spur verliert sich. Im Alter von 72 Jahren setzt sie ihrem Leben ein Ende, ihr Leben bleibt für die Nachgeborenen ein Rätsel. „Liebe Oma, guten Tag!“ zeigt zwei Schwestern, die die Geschichte der vorangegangenen Generation verstehen wollen – nicht aus rein historischem Interesse, sondern in der Hoffnung, man könne so die nicht enden wollende Serie von Unglücken und Selbstmorden in ihrer Familie beenden. In unaufgeregt rhythmisierten Sequenzen, immer wieder unterlegt mit einem wunderschönen Soundtrack, entfaltet der Film aus einer Familiengeschichte heraus eine Reflexion des grausamen 20. Jahrhunderts.
Regie: Jurate Samulionyte, Vilma Samulionyte
Dokumentarfilm, Litauen / Deutschland 2017, 84 Min., lit., dt., engl. OF mit dt. UT.
Foto © dagstarfilm

Di 24.04.2018, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Wiederkehr“ – Ein Film von Volker Koepp zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski

Vor 45 Jahren drehte Volker Koepp „Grüße aus Sarmatien“, inspiriert vom ersten Gedichtband Johannes Bobrowskis, „Sarmatische Zeit“ (1961). Seitdem ist der Regisseur immer wieder in jene Landschaft zwischen Weichsel, Wolga, Ostsee und Schwarzem Meer zurückgekehrt, die Bobrowski voller Sehnsucht und Hoffnung auf eine bessere Zukunft beschwört – als einen Raum ohne Grenzen und gemeinsame Heimat der vielen Völker in ihr.
Zum 100. Geburtstag Bobrowskis, der 1965 in Ostberlin starb, hat sich Koepp auf dessen biografische Spuren begeben. Er ist nach Tilsit gereist, ins heute russische Sowjetsk, wo der Dichter 1917 geboren wurde, weiter nach Königsberg/Kaliningrad, wo Bobrowski das Gymnasium besuchte, und in den litauischen Teil des Memel-Deltas, das den jugendlichen Schriftsteller inspirierte wie kein anderer Ort. Koepp hat sich mit Menschen getroffen, die ihm ihre eigenen Lebensgeschichten erzählen, und mit Kennern von Bobrowskis Werk. Immer wieder streut er zudem Erinnerungen aus seinen früheren Filmen ein. „Wiederkehr“ wird so zum jüngsten Teil einer großen filmischen Suchbewegung, die sich immer wieder aktualisiert – und zum berührenden Zeugnis von Koepps lebenslanger Verbundenheit mit Bobrowksis Lyrik.
Deutschland, 2017, 60 Min., deutsche Fassung, teilw. OF
Foto © Edition Salzgeber


Mi 25.04.2018, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, 5 & 3 Euro
+++ update: Veranstaltung fällt leider aus wegen Erkrankung der Autorin +++

„Fische und Drachen“
Autorenlesung mit Undiné Radzevičiūtė (LT) und dem Übersetzer Cornelius Hell (AT)

Drei Frauengenerationen teilen eine Altstadtwohnung mitten in Chinatown: Großmutter Amigorena, Mama Nora, Autorin erotischer Kriminalromane, sowie deren erwachsene Töchter Miki und Schascha.

Sa 28.04.2018, 10.00-12.00 Uhr im St. Spiritus, Eintritt frei
Lettische Stricktraditionen – Handschuhe aus Lettland
Vortrag von Maruta Grasmane (LV)

Gestrickte Handschuhe sind ein kulturhistorisches Erbe des lettischen Volkes und neben ihrer praktischen Zweckbestimmung auch eine wertvolle Informationsquelle für Volkskundler. So schrieb der Dichter Imants Ziedonis: „Lettische Handschuhe sind so tief in den Gebräuchen, Traditionen und der Mythologie verwurzelt, dass sie zu einem Zeugnis unserer Identität wurden.“

Das Buch „Handschuhe aus Lettland: 178 überlieferte Fäustlinge zum Nachstricken“ der Autorin und Ethnografin Maruta Grasmane enthält Beispiele von Handschuhen, reproduziert nach Originalen aus mehreren Jahrhunderten, die sich in lettischen Museumsarchiven befinden. Das Buch ist nicht nur ein wunderschönes, rein praktisches Musterbuch, welches zum Nachstricken anregt, es ist auch eine historische Textilenzyklopädie zur lettischen Stricktradition und Symbolik. Die Autorin hat sich seit über 20 Jahren der Recherche, Sammlung und Systematisierung sowohl gestrickter lettischer Handschuhe als auch lettischer Bekleidungstraditionen verschrieben. 2012 das erste Mal veröffentlicht, ist dieses Buch inzwischen in fünf Sprachen erschienen. Herausgegeben wurde es vom Verlag „Senā klēts“, dem 1991 gegründeten Nationalen Zentrum für Bekleidungskultur und Cornelie Müller-Gödecke hat es ins Deutsche übertragen.
(Der Vortrag ist auf Deutsch.)
Foto © Senā klēts

Sa 28.04.2018, 13.00-18.00 Uhr im St. Spiritus
Strickworkshop zu lettischen Mustern

Workshop mit Maruta Grasmane und Monta Grasmane (in dt. und engl. Sprache)

Für diesen Workshop sind eine vorherige Anmeldung und Kenntnisse im Stricken mit mehreren Farben (Jaquard) und Stricken mit dünnen Nadeln Voraussetzung.
Ein Nadelspiel und Wolle wird gestellt, weitere Nadelspiele in den Grössen von 1mm, 1.25mm, 1.50mm und 2.00mm können erworben werden, diese sind in Deutschland oft schwer zu bekommen.
Auch hier gibt es eine kleine Ausstellung traditioneller Handschuhe aus Lettland und eine kleine Auswahl wichtiger Strickbücher.
Teilnehmerzahl begrenzt, Kosten 40 €/ 25 € (Studenten, ALG II), Anmeldung bitte unter info@koeppenhaus.de
Foto © Senā klēts, Blick ins Buch “Handschuhe aus Lettland”

So 29.04.2018, 18.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
Film „Ručs un Norie“ / Ruch and Norie (LV)
Dokumentarfilm, Lettland 2015, Regie: Inara Kolmane, 61 Min, OmenU

This Documentary is a human interest story about two contrasting people striking up a suprising, emotional and spiritual relationship. Japanese student Norie travels to Latvia to study Suiti community. There she meets one of the oldest Suiti women nicknamed Ruch, and develops a very personal bond with her.
Foto © Filmstudio Devini

Mi 02.05.2018, Vernissage 19.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
Textilausstellung der Vereinigung Draudzība (LV)

Das Studio für Volkskunst “Draudzība” gehört zu den ältesten Volkskunst-Vereinigungen in Lettland, in denen jedermann das Stricken und Weben erlernen kann. Die Arbeiten des Studios gehören zur lettischen Volkskunst, die von vielen Menschen in Lettland geliebt wird. Die Ausstellung präsentiert verschiedene Stile der lettischen Web- und Stricktradition. Dace Gaile, Vertreterin des Latvian Folk Art Studio „Draudzība“ aus Riga, ist zur Eröffnung der Ausstellung anwesend. Dace Gaile
ist eine Meisterin im Stricken und Weben. Sie liebt die Handarbeitstechniken und das Handarbeiten.
Foto © Draudzība

Donnerstag, 03. Mai 2018, 20.00 Uhr, 8 & 12 Euro, Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus
Konzert mit Vladimir Tarasov (LT) und Heinz-Erich Gödecke (D)
Zwei Musiker: einer aus Litauen, einer von „hier“
Im Rahmen des Festivals „Nordischer Klang“ 2018

Man traf sich in St. Petersburg bei einem Avantgarde-Musikfestival Anfang der 90er Jahre und verabredete sich für die Zukunft. Dann spielte man so einiges, in Hamburg, Österreich, New York, Litauen, Stuttgart, Peking… und jetzt hier. Ein Duo, das viele Geister und Klangfarben in sich aufgesogen hat: aus Jazz, zeitgenössischer Musik und fernen Kulturen. Das bewirkt fein spannende Klangszenen mit besonderen Instrumenten und ausgeprägt expressiven Passagen. Mit erzählerischem Sinn gebaut, entsteht Kino im Kopf – ein Erlebnis!

Vladimir Tarasov aus Vilnius ist als Schlagzeuger einer der herausragendsten Musiker und Performance-Künstler in Osteuropa, zu Hause in vielen Konzerthallen und Museen weltweit. Mit dem „Ganelin-Trio“ war er bereits Ende der 70er Jahre auf dem Berliner Jazzfestival vertreten. Er gründete das „Lithuanian Art Orchestra“, für das er komponierte und war damit zu Gast bei der NDR-Jazzreihe. Als Solo-Performer spielte er bei „MaerzMusik“ in Berlin. Seine Installationen waren u.a. auf der Biennale in Venedig, im Centre Pompidou, im Museum of Contemporary Art Chicago und zuletzt im KUMU Tallinn zu sehen.

Heinz-Erich Gödecke spielt Posaune, dazu auch andere Hörner laut und leise in Jazz-Trios, Duos, in Solokonzerten und größeren Ensembles (Sextett „Eisenrot“), komponiert, improvisiert (auch mit elektronisch abgetasteten Pflanzen). Das alles weltweit z.B. in Konzerten und auf Festivals in Russland, Europa, Ecuador und Deutschland und… hier, wo er auch wohnt: bei Greifswald.

Eine Veranstaltung vom Koeppenhaus in Kooperation mit dem St. Spiritus und dem Nordischen Klang. Gefördert vom Lithuanian Culture Institute.

online Ticket hier:
Oder auch in der Greifswalder Stadtinformation und allen anderen üblichen VVK-Stellen des St. Spiritus.

Foto Tarasov © Alexander Zabrin
Foto Gödecke © Cornelie Müller-Gödecke

Veranstalter der Reihe “100 Jahre Baltische Staaten”:
KOEPPENHAUS
Literaturzentrum Vorpommern
Bahnhofstr. 4
17489 Greifswald
Tel. 03834-773510
www.koeppenhaus.de
info@koeppenhaus.de
www.facebook.com/koeppenhaus

Ausstellung · Meldungen

„Ostsee – Verborgene Fracht“

Fotografien von Marcus Wildelau

Unter der schönen Öberfläche der Ostsee verbergen sich Kampfmittel, Atommüll und Giftrückstände. Ihre Existenz wird meist verschwiegen. So entsteht eine Ästhetik des Unsichtbaren. Die Ostsee ist ein ruhiges, kleines und bei Seglern und Touristen beliebtes Binnenmeer mit herrlichen Stränden und großartigen Naturräumen. Oberflächlich betrachtet. Unterhalb der Oberfläche gibt es allerdings Gründe zur Sorge. Die Ostsee ist das schmutzigste Meer der Welt. Aber davon will eigentlich niemand etwas wissen.
In den vergangenen Jahrzehnten wurde vieles versenkt und eingeleitet, was nicht in die Ostsee gehört: konventionelle und chemische Kampfmittel aus zwei Weltkriegen, Atommüll, Stickstoffe aus Düngemitteln und Gifte aus Industrie und Landwirtschaft. Vieles davon wird von uns nicht als bedrohlich wahrgenommen oder ist schnell wieder vergessen, weil es nicht sichtbar ist, weil es nie sichtbar war.

Marcus Wildelau macht Bilder von der Ostsee und ihren Gestaden und blickt in die Richtung, in der sich etwas Furchtbares unsichtbar in der Tiefe befindet. Es sind keine Geheimnisse, nur unpopuläre Fakten. Was die Ostsee verbirgt, kann sich nur ein Betrachter vorstellen, der weiß, was er nicht sieht.
Die Fotoreihe wurde im analogen 4×5″ Großformat fotografiert und mit erläuternden Texten versehen.

Eine Ausstellung zum Greifswalder Literaturfrühling 2018.
Vernissage: Do, 08. März, 19:00 Uhr, Eintritt frei
Einführung: Prof. Dr. Anna Zika, Kunsthistorikerin an der FH Bielefeld, Fachbereich Gestaltung.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine Kooperation des NABU Greifswald und der FINC-Foundation und wird in Zusammenarbeit mit dem Koeppenhaus präsentiert.
Ausstellungsdauer bis 14.04.2018, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei
Ostern 2018: Karfreitag geschlossen, Ostersamstag 14-18 Uhr geöffnet
Foto: (c) Marcus Wildelau, www.halbtotal.de

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5. Greifswalder Literaturfrühling 2018

21. März bis 28. April 2018

Der Frühling naht und das ist die Zeit des Greifswalder Literaturfrühlings! Die Veranstalter Koeppenhaus, Soziokulturelles Zentrum der Stadt Greifswald St. Spiritus und die Stadtbibliothek Hans Fallada laden Sie mit weiteren Partnern zu einem vielseitigen und spannenden Literaturprogramm ein.

http://www.koeppenhaus.de/literaturfruehling/
Gesamtprogramm: Programmheft als pdf

Ausstellung · Meldungen

Ratsam wäre es gewesen, diesen Saal nicht zu betreten.

EINE AUSSTELLUNG ZUM 80. GEBURTSTAG DER AUTORIN GISELA ELSNER
Text-Bild-Konstellationen | Gisela Elsners Texte treffen auf aktuelle Gegenwartskunst

Am 2. Mai 2017 hätte Gisela Elsner ihren 80. Geburtstag gefeiert. Dies war der Anlass für die Idee zu einem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt. Die satirische Schreibweise Elsners ist stark von visuellen Effekten der Verfremdung geprägt, daher liegt eine Verbindung zur bildenden Kunst nahe. Zudem hat sich die Autorin in zahlreichen Werken mit dem Verhältnis von Text und Bild auseinandergesetzt. Der Reiz dieser Ausstellung liegt in den einzigartigen Text-Bild Konstellationen, in denen verschiedene Arbeiten von jungen Künstlerinnen und Künstlern mit ausgewählten Textpassagen einer bereits verstorbenen Autorin in Dialog treten. Aus der Gegenüberstellung von Text- und Bild-Kunst ergeben sich künstlerisch-literarische Resonanzen und damit auch neue Deutungsspielräume, die eine spezifische Form ästhetischer Erfahrung ermöglichen.
Die Auswahl der Exponate erfolgte mit Blick auf zentrale Themen in Elsners Werk: verfremdung des Vertrauten, soziale Unterschiede, Prestige und Stigmatisierung, Kritik der Geschlechterrollen, das Aufspüren faschistischer Strukturen in der BRD-Gesellschaft nach 1945.
Seit Mai 2012 gibt es die Internationale Gisela Elsner Gesellschaft (IGEG), die es sich zum Ziel gemacht hat, sich um die Erschließung des Werkes der Autorin Gisela Elsner sowie die in der Gegenwart fortwirkenden Einflüsse ihres schriftstellerischen Schaffens zu kümmern. Offizieller Sitz der IGEG ist das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, wo langfristig eine Forschungs- und Dokumentationsstelle zu Gisela Elsner eingerichtet werden soll.

Der Berliner Verbrecher Verlag gibt die Werke von Gisela Elsner neu heraus.
MIT ARBEITEN VON:
Lilli Loge, Alex Lebus, Robert Vanis, Johanna Rüggen, Maja Gratzfeld, Michael Klipphahn, Karen Packebusch, Robert Brandes, Max Kowalewski

Eintritt frei
Ausstellungsdauer bis 10. Februar 2018, Di-Sa 14-18 Uhr

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg/Literarturhaus Operpfalz, der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft und dem Koeppenhaus Greifswald.

(c) Oliver Grajewski

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Der Literaturpreis M-V 2017 vergeben

Der Literaturpreis M-V 2017 geht an Berit Glanz. Die Autorin hatte einen Auszug aus ihrem Romanmanuskript „Toboggan“ eingesandt. Die dreiköpfige Jury zeichnet einen Text aus, „der vor Gegenwärtigkeit sprüht, der weiß, daß es das Internet gibt, der Tinder, Indiepop und Programmiersprache kennt und das Kauderwelsch des Marketing. Doch der Text macht es sich damit nicht einfach, er gleitet weder in Satire noch in schlichte Affirmation ab, sondern spricht die großen Fragen und Themen der Literatur in diesem Licht neu an: Liebe, Kindheit, Erinnerung und was wir mit der Zeit anfangen, die uns auf Erden gegeben wurde. Das ist eine Prosa, die sich nicht in eine Nische zurückzieht und stattdessen die Literatur intensiv an unsere Zeit ankoppelt.“

Über einhundert Gäste hatten sich am Abend des 04.11.2017 in der Aula der Universität Greifswald eingefunden und sie vergaben den 1. Publikumspreis (dotiert mit 1.000,- €) ebenfalls an Berit Glanz, den 2. Publikumspreis an Steffen Dürre (500,- €) und den 3. Publikumspreis an Sven Hirsekorn (300,- €). Alle FinalistInnen können Texte in einer Anthologie des freiraum-verlags veröffentlichen.

In der Jury für den Hauptpreis waren die Journalistin und Literaturredakteurin des NDR Anke Jahns, der Literatur-wissenschaftler Prof. Moritz Baßler und der Autor Bert Papenfuß.
Die Preisverleihung fand in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie der Universität Greifswald statt und gab dadurch dem Zusammenwirken von Literatur, Stadt und Universität einen würdigen Rahmen.

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Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017 – Sechs FinalistInnen stehen fest

Jurypreis und Publikumspreise werden am 4.11.2017 in Greifswald vergeben
Lesung & Preisverleihung: 18.00 Uhr, Aula der Universität Greifswald, Domstr. 11, Eintritt frei

Am 4. November um 18.00 Uhr ist es wieder so weit: Sechs Autorinnen und Autoren stellen sich und ihre Texte öffentlich vor. Eine oder einer wird an diesem Abend mit dem zweiten Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet – gewählt von einer prominenten Jury, die ebenfalls anwesend sein und ihre Wahl begründen wird.

Die sechs FinalistInnen eint der biographische Bezug zum Land – eine Vorbedingung für die Bewerbung. Um den zweiten Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern konnten sich aus dem Bundesland gebürtige AutorInnen bewerben und auch AutorInnen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einen signifikanten Teil ihres Lebens hier verbracht haben.

Finalist Lukas Valtin ist im Bundesland geboren, alle anderen FinalistInnen sind durch Umzug in der Kindheit oder durchs Studium nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Lukas Valtin zog es nach dem Abitur in Greifswald ins Ausland wie z. B. nach Frankreich. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer ist er Redakteur der „metamorphosen“ – Magazin für Literatur und Kultur. Autor und Grafiker Steffen Dürre studierte in Rostock und veröffentlichte bereits in der Literaturzeitschrift „RISSE“, er ist Herausgeber der Literaturzeitschrift „Weisz auf Schwarz“. Sven Hirsekorn studierte in Neubrandenburg und arbeitet als Texter bei einem Software- und Internetunternehmen in Rostock. Bislang unveröffentlicht, brachte ihm seine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb gleich den Einzug in die FinalistInnenrunde. Autorin Berit Glanz ist in Schleswig-Holstein geboren und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald. Sie schreibt und übersetzt Theaterstücke für Kinder und Jugendliche aus dem Norwegischen und Isländischen und war 2016 Finalistin beim renommierten Berliner Literaturwettbewerb „open mike“. Katharina Lang ist in Neubrandenburg aufgewachsen und arbeitet als Referentin einer internationalen Naturschutzorganisation. 2016 erschien ihre erste Veröffentlichung in der Literaturzeitschrift „RISSE“. Autor André Hatting lebt in Stralsund und arbeitet als Moderator und Lyrikkritiker. Eigene Gedichte veröffentlichte er ebenfalls in der Literaturzeitschrift „RISSE“.

Ohne Kenntnis der biographischen Hintergründe und des bisherigen Schaffens hat die dreiköpfige Jury – Anke Jahns (Journalistin NDR), Moritz Baßler (Literaturkritiker und Literaturwissenschaftler), Bert Papenfuß (Autor) – diese sechs FinalistInnen ausgewählt, Grundlage waren über 70 anonymisierte Einsendungen. Am Sonnabend wird sich entscheiden, wer den Preis der Jury erhält, der mit einem dotierten Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas, einer Publikation im freiraum-verlag und einer Lesereise durch verschiedene literarische Institutionen des Landes verbunden ist.

Doch auch das Publikum vergibt an diesem Abend erneut drei Preise, an die neben Ruhm auch Preisgelder und die Möglichkeit zur Veröffentlichung geknüpft sind. Die fünf Institutionen, die den Preis ins Leben gerufen haben, freuen sich auf viele interessierte Gäste und deren Beteiligung am literarischen Leben des Bundeslandes. Denn Mecklenburg-Vorpommern kann nicht nur auf ein reiches literarisches Erbe zurückblicken: Auch heute schreiben zahlreiche Autorinnen und Autoren in und aus M-V herausragende Lyrik und Prosa. Neben den namhaften GegenwartsautorInnen aus M-V gibt es noch viele weitere zu entdecken.

Die Institutionen hinter dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern:

Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus (Greifswald)
freiraum-verlag (Greifswald)
Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop)
Literaturhaus Rostock
LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Geschäftsstelle im Literaturhaus Rostock)

Die Preisverleihung am 04.11.2017 findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie der Universität Greifswald statt.

FinalistInnen

Steffen Dürre©privat, geboren 1983 in Weimar, nach Rostock umgezogen worden. Studium der Germanistik und Philosophie in Rostock. Herausgeber der Literaturzeitschrift „Weisz auf Schwarz“. Erfolgreich in selbstverhindernder Autorenschaft, gelegentlich selbst darin scheiternd. Tätig als Grafiker. Veröffentlichungen in der Zeitschrift „RISSE – Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern“. Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben und Lesebühnen in M-V und Berlin. Foto: (c) privat

Berit Glanz(c)Lucas Treise, 1982 in Preetz geboren, studierte Theaterwissenschaft und Skandinavistik in München, Stockholm und Reykjavík. Nach einem längeren Island-Aufenthalt arbeitet sie seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue Skandinavische Literaturen des Instituts für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald. Sie war 2016 Finalistin beim 24. open mike in Berlin und wurde im Herbst 2017 eingeladen, an der Textwerkstatt „Kölner Schmiede“ teilzunehmen. Außerdem schreibt sie Theaterstücke und übersetzt Theaterstücke für Kinder und Jugendliche aus dem Norwegischen und Isländischen. Berit Glanz wurde u. a. zwei Mal mit einem Übersetzungsstipendium des Norsk Dramatikerforbundet ausgezeichnet. Foto: (c) Lucas Treise

André Hatting(c) Anne Pilgrim wurde 1974 in Wilhelmshaven geboren. 1995 begann er mit ersten Veröffentlichungen, Lesungen und Kunstprojekten. Nach dem Studium von Linguistik, Philosophie und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft an FU und HU Berlin folgte ein Volontariat beim Deutschlandradio. Heute arbeitet er als Moderator und Lyrikkritiker. Eigene Gedichte veröffentlicht er u.a. in „RISSE – Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern“. André Hatting lebt seit 2011 in Stralsund. Foto: (c) Anne Pilgrim

Sven Hirsekorn© Kristina Becker, 1977 in Berlin geboren, studierte in Neubrandenburg Geoinformatik. Seit 2013 lebt und arbeitet er in Rostock als Texter für ein Software- und Internetunternehmen. Für 2018 ist die Selbstständigkeit als freier Texter und Content-Manager geplant. Bislang existieren keine Veröffentlichungen. Die Bewerbung um den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ist seine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb.
Foto: © Kristina Becker

Katharina Lang© privat, 1978 in Leipzig geboren, in Neubrandenburg aufgewachsen, lebt und arbeitet in Berlin. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Hamburg studierte sie Ethnologie und Volkswirtschaftslehre in Berlin. Seit 2009 ist sie Referentin einer internationalen Naturschutzorganisation. „Prolog zu einem unveröffentlichtem Roman“, erschienen in „RISSE – Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern“ (Heft Nr. 36, Frühjahr 2016), ist ihre erste Veröffentlichung. Foto: © privat

Lukas Valtin© privat, geboren 1991 in Anklam, ist in Ostvorpommern aufgewachsen und hat sein Abitur in Greifswald gemacht. Seit 2011 Studium der Literatur in Berlin und Nottingham (UK). Auslandsaufenthalte in Norwegen, Uganda und Frankreich.
Er ist Redakteur und Mitgründer der seit 2013 erscheinenden Zeitschrift für Literatur und Kultur „metamorphosen“, herausgegeben im Berliner Verbrecher Verlag. Er war 2009 Finalist des Hattinger Förderpreises für junge Literatur und 2016 des Richtungsding-Literaturpreises. Für den Berliner Verlag SuKuLTuR übersetzte er 2016 Etel Adnans Text „Écrire dans une langue étrangère“. Foto: © privat

Die Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017:

Anke Jahns, Jahrgang 1963, hat in Leipzig Journalistik studiert, bevor sie über Ungarn in den Wes-ten flüchtete. Journalistisch war sie lange Zeit vor allem im Bereich Investigative Recherche tätig und produzierte Fernsehdokumentationen für NDR und ARD.
Ihre Buchempfehlungen werden in den Kultursendungen von NDR 1 Radio MV und im Nordmagazin veröffentlicht. Unter den jährlich 90.000 deutschsprachigen Neuerscheinungen versucht Anke Jahns die Perlen herauszufischen, wenn möglich, mit Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur erzählende Prosa, sondern auch und gerade Lyrik spielt für sie eine wichtige Rolle.

Moritz Baßler ist Professor für Neuere und Neueste deutsche Literatur in Münster; zuvor lehrte und forschte er am Institut für Germanistik der Universität Rostock. Als Literaturkritiker schreibt er u. a. für taz, FAZ und Literaturen. Er war u. a. für den Wilhelm-Raabe-Preis als Juror tätig und war bereits Mitglied der Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016.

Bert Papenfuß, geboren 1956 in der Reuterstadt Stavenhagen, ist ausgebildeter Elektronikfacharbeiter, Ton- und Beleuchtungstechniker und seit 1980 freischaffender Schriftsteller, häufig in Zusammenarbeit mit Malern und Musikern. Er lebt in Berlin und ist Mitherausgeber der aufeinander folgenden kulturpolitischen Zeitschriften SKLAVEN (seit 1994), SKLAVEN Aufstand (ab 1998), GEGNER (ab 1999) und Abwärts! (seit 2014 ).
Von 1999 bis 2008 war Papenfuß Mitbetreiber der Tanzwirtschaft Kaffee Burger, von 2010 bis 2015 der Kulturspelunke Rumbalotte continua. Seither ist er in den Fängen des Rumbalotte Prenzlauer Berg Connection e.V.

Lesung & Preisverleihung: 18.00 Uhr, Aula der Universität Greifswald, Domstr. 11, Eintritt frei