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Ausschreibung Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017

Seit 2016 verleihen fünf Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern einen gemeinsamen Literaturpreis: Das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus in Greifswald und der freiraum-verlag in Greifswald vergeben in Kooperation mit dem Literaturrat MV e.V. den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern.
Dieser würdigt und unterstützt das herausragende literarische Schaffen von Autor*innen in und aus Mecklenburg-Vorpommern. Vergeben wird er von einer dreiköpfigen Fachjury am 4. November 2017 im Rahmen der Lesung der FinalistInnen in Greifswald. Der Literaturpreis, der jährlich vergeben wird, umfasst neben dem Jury- bis zu drei Publikumspreise.

Umfang und Vergabe des Preises
Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern umfasst einen kostenfreien einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas mit einem Stipendiengeld in Höhe von 2.000 Euro, eine Lesereise durch die Literaturzentren Mecklenburg-Vorpommerns sowie eine Publikation im freiraum-verlag.

Publikumspreise
Neben dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern werden bis zu drei Publikums-preise vergeben. Auf Grundlage der Einsendungen lädt die Fachjury FinalistInnen zu einer öffentlichen Lesung ein, aus denen das Publikum die Preisträger ermittelt. Mit der Auslobung der Publikumspreise verbindet sich der Wunsch, möglichst viele an der Literatur interessierte Menschen bei der Wahl der Preisträger zu beteiligen und neue Freunde für die Literatur zu gewinnen. Die Publikumspreise sind mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert, zudem besteht die Möglichkeit, eine Auswahl der Texte der Nominierten für den Publikumspreis in einer Anthologie des freiraum-verlages zu veröffentlichen.

Unmittelbar nach Vergabe der Publikumspreise wird der Literaturpreis M-V durch die Fachjury an den Preisträger verliehen.

Bewerbung
Bewerben können sich Autorinnen und Autoren ab 18 Jahren, deren Lebens¬mittelpunkt in Mecklenburg-Vorpommern liegt, die in Mecklenburg-Vorpommern aufge¬wachsen sind oder die mindestens drei Jahre in Mecklenburg-Vorpommern gewohnt bzw. gearbeitet haben. Berücksichtigung finden Prosa und Lyrik.

Bewerbungszeitraum:
11. Juli – 31. August 2017 (Poststempel/Maileingang)

Bewerbungsunterlagen:
Einzureichen sind bis zu 10 Manuskriptseiten/Textseiten (A4) in den Bereichen Prosa und Lyrik. (Wichtig: Diese Seiten dürfen den Namen der Verfasserin/des Verfassers nicht enthalten. Im Fall einer postalischen Bewerbung ist/sind der/die Text/e in vierfacher Ausfertigung einzureichen.) Kurzbiografie (maximal eine Seite) sowie das ausgefüllte Bewerbungsformular.
Bitte keine eigenständigen Veröffentlichungen einreichen! Ebenfalls von der Bewerbung ausgeschlossen sind Bilderbücher und Kinderliteratur.
Bitte benutzen Sie für Ihre Bewerbung das Bewerbungsformular. Dieses finden Sie auf den Websites der beteiligten Institutionen.

Bewerbungen erbeten an:

Literaturhaus Rostock im Peter-Weiss-Haus
Doberaner Straße 21
18057 Rostock
bewerbung@literaturhaus-rostock.de

Bewerbungsformular hier als pdf Bewerbungsformular

Ausstellung · Meldungen

Wolfgang Koeppen – “…gefangen im Auge der Kamera…”

Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs im “Münchner Zimmer” © Wolfgang-Koeppen-Archiv

Auf offiziellen Bildern präsentiert sich Wolfgang Koeppen zumeist als ernsthafter Schriftsteller, am Schreibtisch sitzend oder vor einer Unmenge an Büchern, immer umgeben von der Aura des Belesenen. Diese Stilisierung entsprach durchaus den Erwartungen seiner Leser. Die Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs zeigt im „Münchner Zimmer“ hingegen private Aufnahmen aus dem Nachlass des Schriftstellers, deren Faszination gerade von ihrer Unvollkommenheit ausgeht. In gelöster Atmosphäre lässt sich Koeppen mitunter in launigen Momenten ablichten oder nimmt sich als Fotograf selbst in den Blick. Zuweilen fällt dieser durchs Objektiv auf sein unerlässliches Handwerkszeug, die Schreibmaschine. Mit fotografischen Inszenierungen um 1900, aber auch Aufnahmen aus verschiedenen Dekaden des 20. Jahrhunderts sowie einer analogen Diashow erinnert die Ausstellung zugleich an Entwicklungen in der Geschichte der Fotografie.

Öffnungszeiten: Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei, Achtung! vom 11.-14.7. geschlossen, da neuer Ausstellungsumbau im Literaturzentrum erfolgt.
Die Ausstellung eröffnete am 23.06.2017 zu den Koeppentagen 2017. Ausstellungsdauer bis Ende des Jahres.
Foto: Kontaktabzug aus dem Nachlass des Schriftstellers Wolfgang Koeppen, (c) Wolfgang-Koeppen-Archiv.

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Koeppentage 22. bis 28. Juni 2017

Unter dem Zitat aus „… gefangen im Auge der Kamera…“ aus Wolfgang Koeppens Text „Übers Jahr vielleicht wieder in Venedig“, präsentiert das Koeppenhaus die diesjährige Ausgabe des Literaturfestivals „Koeppentage“. Vom 22. bis 28. Juni nehmen Veranstaltungen rund um den 111. Geburtstag von Wolfgang Koeppen den Schriftsteller und sein Werk in den Fokus.
In diesem Jahr widmen sich die Koeppentage dem Film und der Fotografie. In seiner Zeit als Feuilletonredakteur beim „Berliner Börsen-Courier“ schrieb Wolfgang Koeppen neben Theater- und Literaturkritiken auch zahlreiche Filmkritiken. Er verfasste Drehbücher für Kinofilme und u.a. eine Reportage über die Dreharbeiten zu „F.P.1 antwortet nicht“, einem futuristischen Film von 1932 über Stützpunkte im Meer, die den Transozeanflug ermöglichen sollten. „… und ein Ingenieur erfand die schwimmende Insel aus Stahl, die Flug-Plattform 1, die nicht im Meer verankert, sondern auf der [Greifswalder] Oie geschaffen wurde, und die nicht den Fliegern dient, sondern dem Film und eine stille Insel in ein lärmendes Babelsberg verwandelt hat.“*
Neben weiteren Filmen, die u.a. zurück in Koeppens Jugend nach Masuren führen oder zu einem seiner Lieblingsziele nach Venedig, wird ein Hörspiel basierend auf seinem Drehbuch präsentiert.
Eine neue Kabinettausstellung im „Münchner Zimmer“ widmet sich dem Fotografen Koeppen und der Selbstinszenierung.

*Wolfgang Koeppen, „Ein Leuchtturm und tausend Lampen“, Berliner Börsen-Courier, 1932

Kurzprogramm hier, ausführlich in der pdf Programm Koeppentage2017

Film + Lesung
Donnerstag 22.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Ich bin gern in Venedig warum“

Ein alter Mann, Wolfgang Koeppen, geht durch das winterliche Venedig, er erinnert sich laut und spricht dieser Stadt zu, in der er gern ist, ohne sagen zu können warum. Ständig beobachtet und verfolgt vom ‚Geist Venedigs‘, einer barock kostümierten Gestalt mit Dreispitz und Fernrohr, flieht Koeppen die Kamera eher als sich ihr zu stellen.
Schauspieler Hannes Rittig liest u.a. aus Koeppens Brief an den Regisseur und einen Text über die Dreharbeiten.
TV-Film, WDR 1980, Regie: Ferry Radax, 58 Min

Ausstellungseröffnung
Freitag 23.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
Wolfgang Koeppen – „… gefangen im Auge der Kamera …“

Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs.

Film
Freitag 23.06.2017, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
„Der Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 1975 – Wolfgang Koeppen“

Der Film beschäftigt sich ausführlich mit der damals noch selbstständigen Stadt Bergen-Enkheim (seit 1977 ein Stadtteil von Frankfurt am Main) und dem ersten Preisträger Wolfgang Koeppen, der seine Texte selbst spricht. Entstanden ist ein zeitgenössisches Portrait Koeppens und seines Wohnorts auf Zeit.
Einführung: Katharina Krüger, Literaturwissenschaftlerin, Universität Hamburg

Hörspiel
Samstag 24.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
„Bei Betty“ – Hörspiel von Jan Decker nach einem Drehbuch von Wolfgang Koeppen

Film + Gespräch
Montag 26.06.2017, 19.30 Uhr, Heineschuppen/Museumswerft, Eintritt 3 Euro
„F.P.1 antwortet nicht“

Filmvorführung und Gespräch über Wolfgang Koeppens Arbeit als Filmkritiker
im Heineschuppen der Museumswerft
Regie: Karl Hartl, D 1932, 35mm, 115 Min, u.a. mit Hans Albers, Sybille Schmitz, Peter Lorre
In Kooperation mit dem Wolfgang-Koeppen-Archiv und dem Filmclub Casablanca e.V.

Film
Mittwoch 28.06.2017, 19.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Ortelsburg – Szczytno. Es war einmal in Masuren“

Ortelsburg liegt am Rand der masurischen Seenplatte. Vor 1945 eine ostpreußische Stadt, gehört sie heute zu Polen und heißt Szczytno. Wolfgang Koeppen verbrachte hier Kindheit und Schulzeit. Der Filmtext stammt von Wolfgang Koeppen und wurde auch von ihm selbst eingesprochen.
BRD 1989/1990, Regie: Peter Goedel, TV-Dokumentarfilm, 82 Min

IMPRESSUM:
Die Greifswalder Koeppentage 2017 sind eine Veranstaltungsreihe des Literaturzentrums Vorpommern (in Trägerschaft des IKAZ e.V.) in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Deutsche Philologie an der Universität Greifswald, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Wolfgang-Koeppen-Stiftung und des Suhrkamp Verlags. Wir danken für die Zusammenarbeit auch der Greifswalder Museumswerft e.V. und dem Filmclub Casablanca e.V.

V.I.S.D.P.
Literaturzentrum Vorpommern in Trägerschaft des Internationalen Kulturaustausch-Zentrums (e.V.), Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4, Greifswald, Tel.: 03834-773510, info@koeppenhaus.de, www.facebook.com/koeppenhaus

Ausstellung · Meldungen

Nordischer Klang 2017: Comic im Norden

Namhafte Comic-Künstler stellen in Greifswald aus. Algot (c) Filippa HellaFilippa Hella aus Finnland kommt mit ihrer Lieblingsfigur, Algot, dem schwermütigen Elefanten, der die Leiden des jungen Werthers durchlebt. Von Autorin Annette Herzog und Illustratorin Katrine Clante aus Kopenhagen gibt es Seiten aus der preisgekrönten Graphic Novel “Pssst!” zu sehen, die sensibel die Pubertät behandelt. Und Kristian Krohg-Sørensen erzählt die Story von Gulosten, einem Seemann, Schmuggler, Widerstandskämpfer, Mörder und Ganoven aus dem Oslo der 1920er Jahre.

Ausstellungsdauer bis 15. Juni, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei
Bild: Algot (c) Filippa Hella

Ausstellung · Meldungen

Hoffnungsträger oder Staatsfeind? DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee

Die Jugend galt in der DDR als Hoffnungsträger einer sozialistischen Zukunft. Die Staatspartei SED versuchte, junge Menschen von Kindesbeinen an ideologisch zu erziehen und ins politische System einzubinden. Aber nicht alle Jugendlichen ließen sich vereinnahmen. Verstießen sie gegen die Normen der „Partei“, trat oft die Geheimpolizei in Aktion. Im Auftrag der SED überwachte die Stasi unangepasste Jugendliche und verfolgte sie als „Staatsfeinde“.
Der Historiker Dr. Michael Heinz (Stasi-Archiv Rostock) zeigt anhand von Beispielen aus Greifswald und Umgebung, wie die Stasi Jugendliche überwachte, sie vereinnahmte oder sie aus politischen Gründen bestrafte.

Ausstellung in Zusammenarbeit mit der BStU – Außenstelle Rostock.
Eintritt frei, Ausstellung bis 4. Mai, Di-Sa 14-18 Uhr, Karfreitag geschlossen

Foto: Punks in Rostock – in den Augen der Stasi „negativ-dekadente Jugendliche“, 1985. © Holger Roloff privat.

Ausstellung · Meldungen

Heinrich-Böll-Ausstellung „Einmischung erwünscht“ mit René Böll

Heinrich Böll. Die Nennung seines Namens reicht und ein Tableau von Ereignissen, Szenen, Bildern der sogenannten ›Bonner Republik‹ wird aufgerufen: ›Der Deutsche Herbst‹, die Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre, die Mitte der 1970er Jahre entstehenden Bürgerinitiativen, die Kontroversen mit der Springer-Presse und die durch den Spiegel-Artikel über Ulrike Meinhof 1972 ausgelöste Hetzkampagne, im gleichen Jahr die erste Verleihung des Literaturnobelpreises an einen deutschen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg.©René Böll
Wegbereitend ist Heinrich Bölls Einsatz und der seiner Familie für mehr Menschlichkeit. Deshalb freuen wir uns sehr, dass sein Sohn René Böll die aktuelle Ausstellung eröffnen wird. Heinrich Böll und seine Familie waren unabhängig im Denken, sie gehörten weder zur Rechten noch zur Linken, so konnten sie sich für die Freiheit verfolgter Menschen in der UdSSR und in Chile zur gleichen Zeit glaubhaft einsetzen. Deswegen gerieten sie ins Visier der Stasi und des Verfassungsschutzes, der westdeutschen Behörden, Politiker und großer Teile der Presse.
René Böll wurde 1948 in Köln als dritter Sohn Heinrich Bölls und dessen Frau Annemarie Böll geboren. René Böll ist bildender Künstler in Köln und Nachlassverwalter Heinrich Bölls. Er gehörte zu den Mitgründern der Heinrich-Böll-Stiftung.

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung MV.
Foto Heinrich Böll am Schreibtisch: (c) René Böll

Ausstellungsdauer bis 08. April 2017, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei

Ausstellung · Meldungen

Aufbruch – Impressionen aus der Savanne Togos – Eine Fotoausstellung des DAZ e.V.

Kindern und Jugendlichen Perspektiven in ihrer Region zu eröffnen, ist das Ziel des 2002 in Greifswald gegründeten Vereins für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ e.V.). Mittlerweile zählt der Verein 110 Mitglieder, die deutschlandweit dieses Ziel unterstützen. Die Fotoausstellung vom DAZ e.V. berichtet vom Leben in Togo und den Vereinsprojekten.

Vernissage: Freitag 06.01.2017, 18.00 Uhr, Eintritt frei
Die Vereinsmitglieder Sabine Löser, Sonja Steffen und Hinrich Kuessner berichten in einem Bildervortrag von Vereinsprojekten z.B. vom Kinderhaus Frieda in Lome und von der Ausbildungsimkerei in Dapaong. Die Besucher können zur Eröffnung togolesischen Honig kosten.

Mittwoch 25. Januar 2016, 16-18 Uhr – Vereinsmitglieder sind vor Ort in der Ausstellung und stehen für Fragen zum DAZ e.V. zur Verfügung

Ausstellungsdauer bis 4. Februar 2017, Di-Sa 14-18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei
Foto: Sabine Löser, DAZ e.V.

Café Koeppen · Meldungen

Koeppenhaus-Öffnungszeiten zu den Feiertagen

Vom 23.12.2016 bis zum 2.1.2017 bleibt das Büro des Literaturzentrums Vorpommern geschlossen.
Die Galerie öffnet erst wieder am Fr 6.1.2017, 18.00 Uhr mit einer neuen Ausstellung: “Aufbruch – Impressionen aus der Savanne Togos” (Foto-Ausstellung des DAZ e.V.)

Das Café Koeppen bleibt vom 23.12.-26.12. geschlossen. Es begrüßt seine Gäste gerne wieder am 26.12. abends 20 Uhr zur Vorstellung von “Ein Song für Greifswald”.
sonstige Öffnungszeiten: 27.-30.12. täglich ab 12 Uhr, am 31.12. geöffnet zur Silvesterfeier ab 19 Uhr. Neujahr ist das Café geschlossen. Tel. Café 03834-414189

Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachtstage und ein gesundes und glückliches Jahr 2017!

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Kai Grehn ist der Gewinner des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern 2016, der in diesem Jahr erstmals vergeben wurde.

Mit dem Preis der Jury wurde der in Berlin lebende Autor und Regisseur Kai Grehn ausgezeichnet. Grehn, 1969 in Grevesmühlen geboren, wurde bislang vor allem für seine Hörspielarbeiten ausgezeichnet. Der Preis der Jury umfasst einen mit 2.000 € dotierten einmonatigen Stipendienaufenthalt im Künstlerhaus Lukas, eine eigenständige Publikation im freiraum-verlag und eine Lesereise durch literarische Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Foto (© Reiner Mnich) zeigt die Lesung von Kai Grehn im Festsaal des Rostocker Rathauses.

In der Jury für den Hauptpreis waren Wiebke Porombka, Moritz Baßler und Anne Blaudzun. Sie haben aus über einhundert anonymisierten Bewerbungen die sechs Finalisten ermittelt und schließlich den Preis der Jury vergeben. Ihre Entscheidung für den Text von Kai Grehn, der einen Auszug aus seinem Romanmanuskript “FUNKEN oder So glücklich wie wir ist kein Mensch unter der Sonne” eingesandt hatte, begründete die Jury damit, dass es diesem Text gelinge, “seine Leserinnen und Leser durch Märchenmotive, seinen eigenen Ton und eine dichte, geradezu musikalische Prosa in eine leichte, heitere, beinahe sedierte Stimmung einzulullen, in ein schönes Aus-der-Welt-gefallen-Sein, in das dann aber doch, über das Thema der Glücksuche, wie unterschwellig eine ganze Menge Welt hineingerät, von der Vergangenheit der Großeltern bis hin zu den Glücksversprechen und Glücksimperativen unserer Gegenwart.”

Der Jury für den Hauptpreis gehörten Wiebke Porombka, Moritz Baßler und Anne Blaudzun an.

Drei Publikumspreise wurden per Stimmzettel durch die über 100 Gäste der Veranstaltung an Katrin Sobotha-Heidelk (1. Publikumspreis dotiert mit 1.000 Euro), Marion Skepenat (500 Euro), Johanna Sailer (300 Euro) vergeben.
Auf dem Foto (© Reiner Mnich) sind die Preisträgerinnen Johanna Sailer, Marion Skepenat, Katrin Sobotha-Heidelk versammelt mit Verleger Erik Münnich (freiraum-verlag) .

Alle Finalisten können Texte in einer Anthologie des freiraum-verlags veröffentlichen.

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Preisverleihung Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016 am Sa, 10.12.2016, 18 Uhr in Rostock

Über 100 Bewerbungen – dreiköpfige Jury hat Finalisten ausgewählt – Preisvergabe mit Wahl der Publikumspreise am 10. Dezember 2016 im Rostocker Rathaus (Eintritt frei)

Fünf Institutionen aus Mecklenburg-Vorpommern vergeben gemeinsam erstmals einen Literaturpreis. Das Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern Greifswald im Koeppenhaus und der freiraum-verlag vergeben in Kooperation mit dem LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Dieser würdigt und unterstützt das herausragende literarische Schaffen von Autor*innen in und aus Mecklenburg-Vorpommern.

Insgesamt 104 gültige Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet sind eingegangen. Unter den Einsendern waren namhafte Autorinnen und Autoren ebenso wie Nachwuchsschriftsteller ohne eigene Veröffentlichungen, Texte fast jeder literarischen Gattung und vieler Genres wurden eingereicht.

Die Einsendungen wurden anonymisiert und einer dreiköpfigen Jury vorgelegt, die aus den Bewerbungen sechs Finalisten ausgewählt hat (im Folgenden in alphabetischer Reihenfolge).

Okke Baumbach
Kai Grehn
Mathias Jeschke
Johanna Sailer
Marion Skepenat
Katrin Sobotha-Heidelk

Die auslobenden Institutionen freuen sich auf die Vergabe des ersten Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern, die Vorstellung der Finalisten und ihrer Texte im Festsaal des Rathauses und auf ein interessiertes Publikum.

Doch nicht nur die Jury, auch das Publikum hat am 10. Dezember die Möglichkeit, seine Favoriten auszuzeichnen: Drei ebenfalls dotierte Publikumspreise (1.000,- €, 500,- € und 300,- €) sind an drei Autorinnen und Autoren zu vergeben, die ihre Texte in einer Anthologie im freiraum-verlag veröffentlichen können. Die Veranstaltung am 10. Dezember ist daher mit einer Einladung an eine breite, literarisch interessierte Öffentlichkeit verbunden, sich einzubringen und mitabzustimmen.

Zu den Finalisten:

Okke Baumbach, 1987 in Oberfranken geboren und aufgewachsen in Leer (Ostfriesland), hat in Greifswald Englisch, Deutsch und Deutsch als Fremdsprache studiert. Derzeit unterrichtet er als DAAD-Lektor an der Newcastle University in Nordostengland Deutsch. Bislang existieren keine Veröffentlichungen; die Bewerbung um den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ist seine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb.

Kai Grehn, 1969 in Grevesmühlen geboren, lebt und arbeitet als Autor und Regisseur in Berlin. Er ist Initiator und Mitveranstalter der Berliner Lesereihe BOBROWSKIS MÜHLE. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Theaterstücke und zahlreiche Hörspiele, u.a. nach Mark Twain, Marguerite Duras, Jack London und Walt Whitman.
Eine ausführliche Vita mit Überblick über seine Arbeiten findet sich auf seiner Homepage http://www.kaigrehn.de.

Mathias Jeschke, geboren 1963 in Lüneburg, lebt in Stuttgart. Von August 1995 bis Dezember 1998 wohnte er in Rostock. Von ihm stammt der Vorschlag für den Namen der Stadtteilzeitung „Waldemar & Margarete“. Jeschke ist Lyriker, Bilderbuchautor, Verlagslektor und Herausgeber der LYRIKPAPYRI im Horlemann Verlag, Berlin und Angermünde. Im Rostocker Hinstorff-Verlag erschien zuletzt das Bilderbuch „Was meine Eltern von mir lernen können“. Mehr zu Mathias Jeschke und seinen letzten Lyrikveröffentlichungen unter http://mathiasjeschke.de/erfahren/.

Johanna Sailer, geboren 1986, ist in Berlin und Zempin (Usedom) aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Dresden und Berlin und war 2014 Jury-Gewinnerin des philosophy slam sowie 2015 Stipendiatin des Poetencamps des Literaturhauses Rostock. Derzeit nimmt sie am Projekt „mentoring kunst“ teil. Sie schreibt für den Tagesspiegel und die Prenzlberger Ansichten. Mehr über Johanna Sailer auf ihrem Blog https://primatberlin.com/die-person/
Ein Kurzinterview mit ihr findet sich auf der Seite des Literaturhauses Rostock: http://www.literaturhaus-rostock.de/autorenfoerderung/poetencamp/stipendiatinnen-2015/johanna-sailer/.

Marion Skepenat begann ihre schriftstellerische Laufbahn 1985 und nimmt seit 2009 regelmäßig an Schreibseminaren und -workshops im Literaturhaus Rostock teil. Ebenfalls 2009 gewann sie den 7. Schreibwettbewerb der Landeshauptstadt Schwerin. Sie veröffentlichte u.a. Texte und Romanauszüge in der Literaturzeitschrift RISSE sowie Gedichte und Erzählungen im BS-Verlag (Rostock).

Katrin Sobotha-Heidelk, 1968 in Schwerin geboren, studierte Bibliothekswissenschaften in Berlin und arbeitet in einem Medienarchiv. Sie veröffentlichte mehrere Bücher in Schweriner Verlagen und zuletzt das Buch „EIN LEBEN WEITER. Vom Mut, sich der Sucht zu stellen
20 Porträts“ im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf. Voraussichtlich im Herbst 2017 erscheint ihr Romandebüt im freiraum-verlag.

Am 10. Dezember 2016 ab 18 Uhr werden die FinalistInnen ihre Texte im Festsaal des Rostocker Rathauses öffentlich vorstellen und Auszüge vorlesen, bevor der Jurypreis vergeben wird. Der Preis der Jury setzt sich zusammen aus einem mit 2.000,- € dotierten einmonatigen Stipendienaufenthalt im Künstlerhaus Lukas, einer eigenständigen Publikation im freiraum-verlag in Greifswald sowie einer Lesereise durch literarische Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die drei Jurymitglieder werden ihre Wahl in einer kurzen Laudatio begründen und den Preis übergeben.

Die Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016:
Anne Blaudzun ist promovierte Historikerin, Texterin und langjährige Redakteurin der RISSE. Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern. Als Jurorin für literarische Texte war sie bereits für das Künstlerhaus Lukas tätig.

Wiebke Porombka arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern, u.a. am Volkstheater Rostock. Sie ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Autorin und freie Literatur- und Theaterkritikerin, u.a. für DIE ZEIT und FAZ. Sie war Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2014 und ist Mitglied der Jury des Bremer Literaturpreises.

Moritz Baßler ist Professor für Neuere und Neueste Deutsche Literatur in Münster; zuvor lehrte und forschte er am Institut für Germanistik der Universität Rostock. Als Literaturkritiker schreibt er u.a. für taz, FAZ und Literaturen; zuletzt war er für den Wilhelm-Raabe-Preis als Juror tätig.

Die Auslober danken für die Förderung und Unterstützung
sehr herzlich dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Hansestadt Rostock, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, der Gemeinde Ahrenshoop und privaten Sponsoren. Gefördert durch die Ehrenamtsstiftung M-V.