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Der Literaturpreis M-V 2017 vergeben

Der Literaturpreis M-V 2017 geht an Berit Glanz. Die Autorin hatte einen Auszug aus ihrem Romanmanuskript „Toboggan“ eingesandt. Die dreiköpfige Jury zeichnet einen Text aus, „der vor Gegenwärtigkeit sprüht, der weiß, daß es das Internet gibt, der Tinder, Indiepop und Programmiersprache kennt und das Kauderwelsch des Marketing. Doch der Text macht es sich damit nicht einfach, er gleitet weder in Satire noch in schlichte Affirmation ab, sondern spricht die großen Fragen und Themen der Literatur in diesem Licht neu an: Liebe, Kindheit, Erinnerung und was wir mit der Zeit anfangen, die uns auf Erden gegeben wurde. Das ist eine Prosa, die sich nicht in eine Nische zurückzieht und stattdessen die Literatur intensiv an unsere Zeit ankoppelt.“

Über einhundert Gäste hatten sich am Abend des 04.11.2017 in der Aula der Universität Greifswald eingefunden und sie vergaben den 1. Publikumspreis (dotiert mit 1.000,- €) ebenfalls an Berit Glanz, den 2. Publikumspreis an Steffen Dürre (500,- €) und den 3. Publikumspreis an Sven Hirsekorn (300,- €). Alle FinalistInnen können Texte in einer Anthologie des freiraum-verlags veröffentlichen.

In der Jury für den Hauptpreis waren die Journalistin und Literaturredakteurin des NDR Anke Jahns, der Literatur-wissenschaftler Prof. Moritz Baßler und der Autor Bert Papenfuß.
Die Preisverleihung fand in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie der Universität Greifswald statt und gab dadurch dem Zusammenwirken von Literatur, Stadt und Universität einen würdigen Rahmen.

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Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017 – Sechs FinalistInnen stehen fest

Jurypreis und Publikumspreise werden am 4.11.2017 in Greifswald vergeben
Lesung & Preisverleihung: 18.00 Uhr, Aula der Universität Greifswald, Domstr. 11, Eintritt frei

Am 4. November um 18.00 Uhr ist es wieder so weit: Sechs Autorinnen und Autoren stellen sich und ihre Texte öffentlich vor. Eine oder einer wird an diesem Abend mit dem zweiten Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet – gewählt von einer prominenten Jury, die ebenfalls anwesend sein und ihre Wahl begründen wird.

Die sechs FinalistInnen eint der biographische Bezug zum Land – eine Vorbedingung für die Bewerbung. Um den zweiten Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern konnten sich aus dem Bundesland gebürtige AutorInnen bewerben und auch AutorInnen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einen signifikanten Teil ihres Lebens hier verbracht haben.

Finalist Lukas Valtin ist im Bundesland geboren, alle anderen FinalistInnen sind durch Umzug in der Kindheit oder durchs Studium nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Lukas Valtin zog es nach dem Abitur in Greifswald ins Ausland wie z. B. nach Frankreich. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer ist er Redakteur der „metamorphosen“ – Magazin für Literatur und Kultur. Autor und Grafiker Steffen Dürre studierte in Rostock und veröffentlichte bereits in der Literaturzeitschrift „RISSE“, er ist Herausgeber der Literaturzeitschrift „Weisz auf Schwarz“. Sven Hirsekorn studierte in Neubrandenburg und arbeitet als Texter bei einem Software- und Internetunternehmen in Rostock. Bislang unveröffentlicht, brachte ihm seine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb gleich den Einzug in die FinalistInnenrunde. Autorin Berit Glanz ist in Schleswig-Holstein geboren und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald. Sie schreibt und übersetzt Theaterstücke für Kinder und Jugendliche aus dem Norwegischen und Isländischen und war 2016 Finalistin beim renommierten Berliner Literaturwettbewerb „open mike“. Katharina Lang ist in Neubrandenburg aufgewachsen und arbeitet als Referentin einer internationalen Naturschutzorganisation. 2016 erschien ihre erste Veröffentlichung in der Literaturzeitschrift „RISSE“. Autor André Hatting lebt in Stralsund und arbeitet als Moderator und Lyrikkritiker. Eigene Gedichte veröffentlichte er ebenfalls in der Literaturzeitschrift „RISSE“.

Ohne Kenntnis der biographischen Hintergründe und des bisherigen Schaffens hat die dreiköpfige Jury – Anke Jahns (Journalistin NDR), Moritz Baßler (Literaturkritiker und Literaturwissenschaftler), Bert Papenfuß (Autor) – diese sechs FinalistInnen ausgewählt, Grundlage waren über 70 anonymisierte Einsendungen. Am Sonnabend wird sich entscheiden, wer den Preis der Jury erhält, der mit einem dotierten Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas, einer Publikation im freiraum-verlag und einer Lesereise durch verschiedene literarische Institutionen des Landes verbunden ist.

Doch auch das Publikum vergibt an diesem Abend erneut drei Preise, an die neben Ruhm auch Preisgelder und die Möglichkeit zur Veröffentlichung geknüpft sind. Die fünf Institutionen, die den Preis ins Leben gerufen haben, freuen sich auf viele interessierte Gäste und deren Beteiligung am literarischen Leben des Bundeslandes. Denn Mecklenburg-Vorpommern kann nicht nur auf ein reiches literarisches Erbe zurückblicken: Auch heute schreiben zahlreiche Autorinnen und Autoren in und aus M-V herausragende Lyrik und Prosa. Neben den namhaften GegenwartsautorInnen aus M-V gibt es noch viele weitere zu entdecken.

Die Institutionen hinter dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern:

Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus (Greifswald)
freiraum-verlag (Greifswald)
Künstlerhaus Lukas (Ahrenshoop)
Literaturhaus Rostock
LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Geschäftsstelle im Literaturhaus Rostock)

Die Preisverleihung am 04.11.2017 findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie der Universität Greifswald statt.

FinalistInnen

Steffen Dürre©privat, geboren 1983 in Weimar, nach Rostock umgezogen worden. Studium der Germanistik und Philosophie in Rostock. Herausgeber der Literaturzeitschrift „Weisz auf Schwarz“. Erfolgreich in selbstverhindernder Autorenschaft, gelegentlich selbst darin scheiternd. Tätig als Grafiker. Veröffentlichungen in der Zeitschrift „RISSE – Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern“. Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben und Lesebühnen in M-V und Berlin. Foto: (c) privat

Berit Glanz(c)Lucas Treise, 1982 in Preetz geboren, studierte Theaterwissenschaft und Skandinavistik in München, Stockholm und Reykjavík. Nach einem längeren Island-Aufenthalt arbeitet sie seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue Skandinavische Literaturen des Instituts für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald. Sie war 2016 Finalistin beim 24. open mike in Berlin und wurde im Herbst 2017 eingeladen, an der Textwerkstatt „Kölner Schmiede“ teilzunehmen. Außerdem schreibt sie Theaterstücke und übersetzt Theaterstücke für Kinder und Jugendliche aus dem Norwegischen und Isländischen. Berit Glanz wurde u. a. zwei Mal mit einem Übersetzungsstipendium des Norsk Dramatikerforbundet ausgezeichnet. Foto: (c) Lucas Treise

André Hatting(c) Anne Pilgrim wurde 1974 in Wilhelmshaven geboren. 1995 begann er mit ersten Veröffentlichungen, Lesungen und Kunstprojekten. Nach dem Studium von Linguistik, Philosophie und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft an FU und HU Berlin folgte ein Volontariat beim Deutschlandradio. Heute arbeitet er als Moderator und Lyrikkritiker. Eigene Gedichte veröffentlicht er u.a. in „RISSE – Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern“. André Hatting lebt seit 2011 in Stralsund. Foto: (c) Anne Pilgrim

Sven Hirsekorn© Kristina Becker, 1977 in Berlin geboren, studierte in Neubrandenburg Geoinformatik. Seit 2013 lebt und arbeitet er in Rostock als Texter für ein Software- und Internetunternehmen. Für 2018 ist die Selbstständigkeit als freier Texter und Content-Manager geplant. Bislang existieren keine Veröffentlichungen. Die Bewerbung um den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern ist seine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb.
Foto: © Kristina Becker

Katharina Lang© privat, 1978 in Leipzig geboren, in Neubrandenburg aufgewachsen, lebt und arbeitet in Berlin. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Hamburg studierte sie Ethnologie und Volkswirtschaftslehre in Berlin. Seit 2009 ist sie Referentin einer internationalen Naturschutzorganisation. „Prolog zu einem unveröffentlichtem Roman“, erschienen in „RISSE – Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern“ (Heft Nr. 36, Frühjahr 2016), ist ihre erste Veröffentlichung. Foto: © privat

Lukas Valtin© privat, geboren 1991 in Anklam, ist in Ostvorpommern aufgewachsen und hat sein Abitur in Greifswald gemacht. Seit 2011 Studium der Literatur in Berlin und Nottingham (UK). Auslandsaufenthalte in Norwegen, Uganda und Frankreich.
Er ist Redakteur und Mitgründer der seit 2013 erscheinenden Zeitschrift für Literatur und Kultur „metamorphosen“, herausgegeben im Berliner Verbrecher Verlag. Er war 2009 Finalist des Hattinger Förderpreises für junge Literatur und 2016 des Richtungsding-Literaturpreises. Für den Berliner Verlag SuKuLTuR übersetzte er 2016 Etel Adnans Text „Écrire dans une langue étrangère“. Foto: © privat

Die Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017:

Anke Jahns, Jahrgang 1963, hat in Leipzig Journalistik studiert, bevor sie über Ungarn in den Wes-ten flüchtete. Journalistisch war sie lange Zeit vor allem im Bereich Investigative Recherche tätig und produzierte Fernsehdokumentationen für NDR und ARD.
Ihre Buchempfehlungen werden in den Kultursendungen von NDR 1 Radio MV und im Nordmagazin veröffentlicht. Unter den jährlich 90.000 deutschsprachigen Neuerscheinungen versucht Anke Jahns die Perlen herauszufischen, wenn möglich, mit Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur erzählende Prosa, sondern auch und gerade Lyrik spielt für sie eine wichtige Rolle.

Moritz Baßler ist Professor für Neuere und Neueste deutsche Literatur in Münster; zuvor lehrte und forschte er am Institut für Germanistik der Universität Rostock. Als Literaturkritiker schreibt er u. a. für taz, FAZ und Literaturen. Er war u. a. für den Wilhelm-Raabe-Preis als Juror tätig und war bereits Mitglied der Jury zum Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2016.

Bert Papenfuß, geboren 1956 in der Reuterstadt Stavenhagen, ist ausgebildeter Elektronikfacharbeiter, Ton- und Beleuchtungstechniker und seit 1980 freischaffender Schriftsteller, häufig in Zusammenarbeit mit Malern und Musikern. Er lebt in Berlin und ist Mitherausgeber der aufeinander folgenden kulturpolitischen Zeitschriften SKLAVEN (seit 1994), SKLAVEN Aufstand (ab 1998), GEGNER (ab 1999) und Abwärts! (seit 2014 ).
Von 1999 bis 2008 war Papenfuß Mitbetreiber der Tanzwirtschaft Kaffee Burger, von 2010 bis 2015 der Kulturspelunke Rumbalotte continua. Seither ist er in den Fängen des Rumbalotte Prenzlauer Berg Connection e.V.

Lesung & Preisverleihung: 18.00 Uhr, Aula der Universität Greifswald, Domstr. 11, Eintritt frei

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Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017

Finalistenlesung & Preisvergabe am 4. November in Greifswald

Der Nordosten Deutschlands besitzt eine reiche Literaturlandschaft. Dazu gehört seit 2016 auch ein landesweiter Literaturpreis. Eine Jury wählte voriges Jahr in Rostock Kai Grehn zum ersten Preisträger des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern. Der Preis wird im Jahr 2017 wiederum neu entstandene Literatur von AutorInnen sichtbar machen, die einen engen biografischen Bezug zum Land Mecklenburg-Vorpommern haben. In diesem Jahr wird der Preis im Rahmen einer öffentlichen Lesung der sechs zuvor durch die Jury ausgewählten FinalistInnen in der Aula der Universität Greifswald überreicht. Zusätzlich zum Preis der Jury werden drei Publikumspreise vergeben. Stimmen Sie bei der Lesung vor Ort ab, wer mit einem Publikumspreis ausgezeichnet wird.

Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017 beinhaltet einen kostenfreien einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas mit einem Stipendiengeld in Höhe von 2.000 Euro sowie eine Publikation im freiraum-verlag und eine Lesereise durch Literaturhäuser und Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern. Die Publikumspreise sind zusätzlich mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert. Die prämierten Texte werden in einer Anthologie im freiraum-verlag veröffentlicht.

Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017 wird in Kooperation durch das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus, den freiraum-verlag sowie den LiteraturRat Mecklenburg-Vorpommern e.V. vergeben. Die diesjährige Jury ist besetzt mit Moritz Baßler (Professor für Neuere deutsche Literatur in Münster, Rezensent u. a. für taz, FAZ, Literaturen), Anke Jahns (Journalistin und Literaturredakteurin, NDR) und Bert Papenfuß (freier Schriftsteller, Berlin).

Samstag, 4. November 2017, 18:00 Uhr, Eintritt frei
Aula der Universität – Domstraße 11, 17489 Greifswald
Die Preisverleihung findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie der Universität Greifswald statt.

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Angelika Janz: “Nahtstellen” – Wege zum Fragment 1977-2017

Bildtextarbeiten, Collagen, Fragmenttexte, Papierschnitte

“Das Fragment – geheime Kontinuität des Offenen, Ankunft und Präsenz allen Kunsttuns, dessen Angebot zum Unterwegsbleiben. Aller Anfang ist Zeremonie und – Fragment.” (Angelika Janz)

Das literarische Werk von Angelika Janz reicht von Prosa über Lyrik bis hin zu zahlreichen Fragmenttexten. Diese entstehen, indem ein ausgeschnittener Textkern an seinen Rändern ergänzt wird. Durch Schreibmaschine, Stempel oder Letra-Set entsteht ein neuer Text, der sich mit der komplexen Ereignis-, Ding- und Sprachwelt facettenreich und hintergründig auseinandersetzt (Angelika Janz: tEXt bILd. Ausgewählte Werke 1: Visuelle Arbeiten und Essays, freiraum-verlag). Die Ausstellung zeigt in einer Werkschau Bildtextarbeiten, Collagen, Fragmenttexte und Papierschnitte von Angelika Janz aus den Jahren 1977-2017.

Doppelausstellung des Künstlerpaares Angelika Janz und Dieter Eidmann in Greifswald: Zeitgleich zeigt das Soziokulturelle Zentrum St. Spiritus die Ausstellung
Dieter Eidmann (1940-2017): Asketische Fülle
Bildräume – Gouachen – Kalligrafie – Archiskulptur – Plastik – Fotografie
Dieter Eidmann ist am 27. Mai 2017 verstorben.

Beide Ausstellungen sind bis zum 28.09.2017 zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten im Koeppenhaus Di-Sa 14-18 Uhr
Öffnungszeiten im St. Spiritus Mo-Fr 12-17 Uhr

Abbildung: (c) Angelika Janz

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Ausschreibung Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2017

Seit 2016 verleihen fünf Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern einen gemeinsamen Literaturpreis: Das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, das Literaturhaus Rostock, das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus in Greifswald und der freiraum-verlag in Greifswald vergeben in Kooperation mit dem Literaturrat MV e.V. den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern.
Dieser würdigt und unterstützt das herausragende literarische Schaffen von Autor*innen in und aus Mecklenburg-Vorpommern. Vergeben wird er von einer dreiköpfigen Fachjury am 4. November 2017 im Rahmen der Lesung der FinalistInnen in Greifswald. Der Literaturpreis, der jährlich vergeben wird, umfasst neben dem Jury- bis zu drei Publikumspreise.

Umfang und Vergabe des Preises
Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern umfasst einen kostenfreien einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas mit einem Stipendiengeld in Höhe von 2.000 Euro, eine Lesereise durch die Literaturzentren Mecklenburg-Vorpommerns sowie eine Publikation im freiraum-verlag.

Publikumspreise
Neben dem Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern werden bis zu drei Publikums-preise vergeben. Auf Grundlage der Einsendungen lädt die Fachjury FinalistInnen zu einer öffentlichen Lesung ein, aus denen das Publikum die Preisträger ermittelt. Mit der Auslobung der Publikumspreise verbindet sich der Wunsch, möglichst viele an der Literatur interessierte Menschen bei der Wahl der Preisträger zu beteiligen und neue Freunde für die Literatur zu gewinnen. Die Publikumspreise sind mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert, zudem besteht die Möglichkeit, eine Auswahl der Texte der Nominierten für den Publikumspreis in einer Anthologie des freiraum-verlages zu veröffentlichen.

Unmittelbar nach Vergabe der Publikumspreise wird der Literaturpreis M-V durch die Fachjury an den Preisträger verliehen.

Bewerbung
Bewerben können sich Autorinnen und Autoren ab 18 Jahren, deren Lebens¬mittelpunkt in Mecklenburg-Vorpommern liegt, die in Mecklenburg-Vorpommern aufge¬wachsen sind oder die mindestens drei Jahre in Mecklenburg-Vorpommern gewohnt bzw. gearbeitet haben. Berücksichtigung finden Prosa und Lyrik.

Bewerbungszeitraum:
11. Juli – 31. August 2017 (Poststempel/Maileingang)

Bewerbungsunterlagen:
Einzureichen sind bis zu 10 Manuskriptseiten/Textseiten (A4) in den Bereichen Prosa und Lyrik. (Wichtig: Diese Seiten dürfen den Namen der Verfasserin/des Verfassers nicht enthalten. Im Fall einer postalischen Bewerbung ist/sind der/die Text/e in vierfacher Ausfertigung einzureichen.) Kurzbiografie (maximal eine Seite) sowie das ausgefüllte Bewerbungsformular.
Bitte keine eigenständigen Veröffentlichungen einreichen! Ebenfalls von der Bewerbung ausgeschlossen sind Bilderbücher und Kinderliteratur.
Bitte benutzen Sie für Ihre Bewerbung das Bewerbungsformular. Dieses finden Sie auf den Websites der beteiligten Institutionen.

Bewerbungen erbeten an:

Literaturhaus Rostock im Peter-Weiss-Haus
Doberaner Straße 21
18057 Rostock
bewerbung@literaturhaus-rostock.de

Bewerbungsformular hier als pdf Bewerbungsformular

Ausstellung · Meldungen

Wolfgang Koeppen – “…gefangen im Auge der Kamera…”

Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs im “Münchner Zimmer” © Wolfgang-Koeppen-Archiv

Auf offiziellen Bildern präsentiert sich Wolfgang Koeppen zumeist als ernsthafter Schriftsteller, am Schreibtisch sitzend oder vor einer Unmenge an Büchern, immer umgeben von der Aura des Belesenen. Diese Stilisierung entsprach durchaus den Erwartungen seiner Leser. Die Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs zeigt im „Münchner Zimmer“ hingegen private Aufnahmen aus dem Nachlass des Schriftstellers, deren Faszination gerade von ihrer Unvollkommenheit ausgeht. In gelöster Atmosphäre lässt sich Koeppen mitunter in launigen Momenten ablichten oder nimmt sich als Fotograf selbst in den Blick. Zuweilen fällt dieser durchs Objektiv auf sein unerlässliches Handwerkszeug, die Schreibmaschine. Mit fotografischen Inszenierungen um 1900, aber auch Aufnahmen aus verschiedenen Dekaden des 20. Jahrhunderts sowie einer analogen Diashow erinnert die Ausstellung zugleich an Entwicklungen in der Geschichte der Fotografie.

Öffnungszeiten: Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei, Achtung! vom 11.-14.7. geschlossen, da neuer Ausstellungsumbau im Literaturzentrum erfolgt.
Die Ausstellung eröffnete am 23.06.2017 zu den Koeppentagen 2017. Ausstellungsdauer bis Ende des Jahres.
Foto: Kontaktabzug aus dem Nachlass des Schriftstellers Wolfgang Koeppen, (c) Wolfgang-Koeppen-Archiv.

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Koeppentage 22. bis 28. Juni 2017

Unter dem Zitat aus „… gefangen im Auge der Kamera…“ aus Wolfgang Koeppens Text „Übers Jahr vielleicht wieder in Venedig“, präsentiert das Koeppenhaus die diesjährige Ausgabe des Literaturfestivals „Koeppentage“. Vom 22. bis 28. Juni nehmen Veranstaltungen rund um den 111. Geburtstag von Wolfgang Koeppen den Schriftsteller und sein Werk in den Fokus.
In diesem Jahr widmen sich die Koeppentage dem Film und der Fotografie. In seiner Zeit als Feuilletonredakteur beim „Berliner Börsen-Courier“ schrieb Wolfgang Koeppen neben Theater- und Literaturkritiken auch zahlreiche Filmkritiken. Er verfasste Drehbücher für Kinofilme und u.a. eine Reportage über die Dreharbeiten zu „F.P.1 antwortet nicht“, einem futuristischen Film von 1932 über Stützpunkte im Meer, die den Transozeanflug ermöglichen sollten. „… und ein Ingenieur erfand die schwimmende Insel aus Stahl, die Flug-Plattform 1, die nicht im Meer verankert, sondern auf der [Greifswalder] Oie geschaffen wurde, und die nicht den Fliegern dient, sondern dem Film und eine stille Insel in ein lärmendes Babelsberg verwandelt hat.“*
Neben weiteren Filmen, die u.a. zurück in Koeppens Jugend nach Masuren führen oder zu einem seiner Lieblingsziele nach Venedig, wird ein Hörspiel basierend auf seinem Drehbuch präsentiert.
Eine neue Kabinettausstellung im „Münchner Zimmer“ widmet sich dem Fotografen Koeppen und der Selbstinszenierung.

*Wolfgang Koeppen, „Ein Leuchtturm und tausend Lampen“, Berliner Börsen-Courier, 1932

Kurzprogramm hier, ausführlich in der pdf Programm Koeppentage2017

Film + Lesung
Donnerstag 22.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Ich bin gern in Venedig warum“

Ein alter Mann, Wolfgang Koeppen, geht durch das winterliche Venedig, er erinnert sich laut und spricht dieser Stadt zu, in der er gern ist, ohne sagen zu können warum. Ständig beobachtet und verfolgt vom ‚Geist Venedigs‘, einer barock kostümierten Gestalt mit Dreispitz und Fernrohr, flieht Koeppen die Kamera eher als sich ihr zu stellen.
Schauspieler Hannes Rittig liest u.a. aus Koeppens Brief an den Regisseur und einen Text über die Dreharbeiten.
TV-Film, WDR 1980, Regie: Ferry Radax, 58 Min

Ausstellungseröffnung
Freitag 23.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
Wolfgang Koeppen – „… gefangen im Auge der Kamera …“

Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs.

Film
Freitag 23.06.2017, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
„Der Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 1975 – Wolfgang Koeppen“

Der Film beschäftigt sich ausführlich mit der damals noch selbstständigen Stadt Bergen-Enkheim (seit 1977 ein Stadtteil von Frankfurt am Main) und dem ersten Preisträger Wolfgang Koeppen, der seine Texte selbst spricht. Entstanden ist ein zeitgenössisches Portrait Koeppens und seines Wohnorts auf Zeit.
Einführung: Katharina Krüger, Literaturwissenschaftlerin, Universität Hamburg

Hörspiel
Samstag 24.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
„Bei Betty“ – Hörspiel von Jan Decker nach einem Drehbuch von Wolfgang Koeppen

Film + Gespräch
Montag 26.06.2017, 19.30 Uhr, Heineschuppen/Museumswerft, Eintritt 3 Euro
„F.P.1 antwortet nicht“

Filmvorführung und Gespräch über Wolfgang Koeppens Arbeit als Filmkritiker
im Heineschuppen der Museumswerft
Regie: Karl Hartl, D 1932, 35mm, 115 Min, u.a. mit Hans Albers, Sybille Schmitz, Peter Lorre
In Kooperation mit dem Wolfgang-Koeppen-Archiv und dem Filmclub Casablanca e.V.

Film
Mittwoch 28.06.2017, 19.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Ortelsburg – Szczytno. Es war einmal in Masuren“

Ortelsburg liegt am Rand der masurischen Seenplatte. Vor 1945 eine ostpreußische Stadt, gehört sie heute zu Polen und heißt Szczytno. Wolfgang Koeppen verbrachte hier Kindheit und Schulzeit. Der Filmtext stammt von Wolfgang Koeppen und wurde auch von ihm selbst eingesprochen.
BRD 1989/1990, Regie: Peter Goedel, TV-Dokumentarfilm, 82 Min

IMPRESSUM:
Die Greifswalder Koeppentage 2017 sind eine Veranstaltungsreihe des Literaturzentrums Vorpommern (in Trägerschaft des IKAZ e.V.) in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Deutsche Philologie an der Universität Greifswald, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Wolfgang-Koeppen-Stiftung und des Suhrkamp Verlags. Wir danken für die Zusammenarbeit auch der Greifswalder Museumswerft e.V. und dem Filmclub Casablanca e.V.

V.I.S.D.P.
Literaturzentrum Vorpommern in Trägerschaft des Internationalen Kulturaustausch-Zentrums (e.V.), Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4, Greifswald, Tel.: 03834-773510, info@koeppenhaus.de, www.facebook.com/koeppenhaus

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Nordischer Klang 2017: Comic im Norden

Namhafte Comic-Künstler stellen in Greifswald aus. Algot (c) Filippa HellaFilippa Hella aus Finnland kommt mit ihrer Lieblingsfigur, Algot, dem schwermütigen Elefanten, der die Leiden des jungen Werthers durchlebt. Von Autorin Annette Herzog und Illustratorin Katrine Clante aus Kopenhagen gibt es Seiten aus der preisgekrönten Graphic Novel “Pssst!” zu sehen, die sensibel die Pubertät behandelt. Und Kristian Krohg-Sørensen erzählt die Story von Gulosten, einem Seemann, Schmuggler, Widerstandskämpfer, Mörder und Ganoven aus dem Oslo der 1920er Jahre.

Ausstellungsdauer bis 15. Juni, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei
Bild: Algot (c) Filippa Hella

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Hoffnungsträger oder Staatsfeind? DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee

Die Jugend galt in der DDR als Hoffnungsträger einer sozialistischen Zukunft. Die Staatspartei SED versuchte, junge Menschen von Kindesbeinen an ideologisch zu erziehen und ins politische System einzubinden. Aber nicht alle Jugendlichen ließen sich vereinnahmen. Verstießen sie gegen die Normen der „Partei“, trat oft die Geheimpolizei in Aktion. Im Auftrag der SED überwachte die Stasi unangepasste Jugendliche und verfolgte sie als „Staatsfeinde“.
Der Historiker Dr. Michael Heinz (Stasi-Archiv Rostock) zeigt anhand von Beispielen aus Greifswald und Umgebung, wie die Stasi Jugendliche überwachte, sie vereinnahmte oder sie aus politischen Gründen bestrafte.

Ausstellung in Zusammenarbeit mit der BStU – Außenstelle Rostock.
Eintritt frei, Ausstellung bis 4. Mai, Di-Sa 14-18 Uhr, Karfreitag geschlossen

Foto: Punks in Rostock – in den Augen der Stasi „negativ-dekadente Jugendliche“, 1985. © Holger Roloff privat.

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Heinrich-Böll-Ausstellung „Einmischung erwünscht“ mit René Böll

Heinrich Böll. Die Nennung seines Namens reicht und ein Tableau von Ereignissen, Szenen, Bildern der sogenannten ›Bonner Republik‹ wird aufgerufen: ›Der Deutsche Herbst‹, die Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre, die Mitte der 1970er Jahre entstehenden Bürgerinitiativen, die Kontroversen mit der Springer-Presse und die durch den Spiegel-Artikel über Ulrike Meinhof 1972 ausgelöste Hetzkampagne, im gleichen Jahr die erste Verleihung des Literaturnobelpreises an einen deutschen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg.©René Böll
Wegbereitend ist Heinrich Bölls Einsatz und der seiner Familie für mehr Menschlichkeit. Deshalb freuen wir uns sehr, dass sein Sohn René Böll die aktuelle Ausstellung eröffnen wird. Heinrich Böll und seine Familie waren unabhängig im Denken, sie gehörten weder zur Rechten noch zur Linken, so konnten sie sich für die Freiheit verfolgter Menschen in der UdSSR und in Chile zur gleichen Zeit glaubhaft einsetzen. Deswegen gerieten sie ins Visier der Stasi und des Verfassungsschutzes, der westdeutschen Behörden, Politiker und großer Teile der Presse.
René Böll wurde 1948 in Köln als dritter Sohn Heinrich Bölls und dessen Frau Annemarie Böll geboren. René Böll ist bildender Künstler in Köln und Nachlassverwalter Heinrich Bölls. Er gehörte zu den Mitgründern der Heinrich-Böll-Stiftung.

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung MV.
Foto Heinrich Böll am Schreibtisch: (c) René Böll

Ausstellungsdauer bis 08. April 2017, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei