Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Koeppentage 2019

Literaturfestival vom 23.06.–27.06.2019
Der Schriftsteller Wolfgang Koeppen (1906–1996) wurde am 23. Juni 1906 in der Bahnhofstraße 4/5, dem heutigen Koeppenhaus, geboren. Er verbrachte nur wenige aber sehr prägende Jahre seiner Jugend in Greifswald, seit den späten 40er Jahren lebte Koeppen bis zu seinem Tod in München. Wolfgang Koeppen erhält 1990 die Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald und wird 1994 Ehrenbürger der Stadt. Die Greifswalder Koeppentage präsentieren rund um seinen Geburtstag eine Veranstaltungsreihe, die Aspekte aus dem Leben und Werk des Autors aufgreift.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Film, So 23.06.2019, 17.15 Uhr und Mo 24.06.2019, 17.15 & 20.15 Uhr, im CineStar, 6 Euro
Germania – Dokumentarfilm über die schlagende Studentenverbindung Corps Germania München

Mitglied im Corps Germania zu sein – für die Burschen ist es gelebte Demokratie und eine Schule fürs Leben. Für Außenstehende ist die schlagende Studentenverbindung ein klaustrophobischer Kosmos mit strengen Regeln, starrer Hierarchie und merkwürdigen Ritualen.
Wonach sehnen sich junge Männer in der digitalisierten, globalisierten Welt? Wie entsteht politische Haltung? Wann trifft man Entscheidungen fürs Leben? Die Filmemacher erkunden, wie sich die jungen Männer zwischen Tradition und Moderne zurechtfinden.
Über mehrere Monate hinweg begleitete der Regisseur die im „Corps Germania München“ organisierten Studenten. Sein kommentarloser Blick ermächtigt das Publikum dazu, das Corpsleben selbst zu beurteilen. programmkino.de
Buch & Regie: Lion Bischof, D 2018, 78 Minuten, FSK 12 J.
In Kooperation mit dem CineStar Greifswald.

Film, Di 25.06.2019, 20.00 Uhr, Eintritt frei
Das Hohe Haus – Roger Willemsen

Videoscreening der szenischen Lesung mit Roger Willemsen, Annette Schiedeck und Jens-Uwe Krause
Roger Willemsen hat ein Buch über den Deutschen Bundestag geschrieben. Keine Analyse politischer Abläufe aus Sicht des externen Experten, sondern eine tagebuchartige Parlamentsreportage aus der Perspektive eines mündigen Bürgers. Ein Jahr lang hat sich Willemsen als Zuhörer auf die Besuchertribüne im Deutschen Bundestag gesetzt und die kleinen Szenen an Nebenschauplätzen, die Debatten und Feierstunden, Situationen der Rührung, der Freude, des Schreckens und des Protests aber auch Situationen, die nicht von den Kameras erfasst wurden, beobachtet und protokolliert. Willemsen machte sich ein Bild über den Bundestag als das Zentrum der Demokratie, das Parlament als den Ort der politischen Debatte. Seine mitunter auch ernüchternden Beobachtungen und parlamentarischen Exkursionen präsentierte Willemsen gemeinsam mit der Schauspielerin Annette Schiedeck und dem Hörfunk-Moderator Jens-Uwe Krause im Nationalratssitzungssaal des österreichischen Parlaments am 29. Oktober 2014 in einer szenischen Lesung in Wien.
Wir schauen uns das youtube-Video der szenischen Lesung an (86 Min).
Roger Willemsen war ein deutscher Publizist und Autor, Fernseh- und Radiomoderator, Filmproduzent, ein warmherziger humorvoller Universalgelehrter und Musikbesessener: kurz – ein außergewöhnlicher Mensch, einer der beliebtesten und bekanntesten Intellektuellen Deutschlands. 2016 ist er viel zu früh im Alter von 60 Jahren verstorben.

Vernissage, Mi 26.06.2019, 19:30 Uhr, Eintritt frei
„Es ist wie in einer Zuchthauszelle …“ – Das Stuttgarter Bunkerhotel als Schreibort
Eröffnung der Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs im „Münchner Zimmer“ in der Galerie im Koeppenhaus.
Thematische Einführung: Prof. Eckhard Schumacher und Andrea Werner (M.A.)

„Ich sitze jetzt unter dem Marktplatz von Stuttgart im Rathausbunker“, schreibt Wolfgang Koeppen am 24. April 1953 an seine Frau Marion. „Der Raum ist wie eine Gefängniszelle gross und Tag und Nacht ohne Licht und mit künstlicher technischer Belüftung.“ In nur drei Monaten verfasst Koeppen den Bonn-Roman Das Treibhaus (1953), der im Kanon der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur einen festen Platz einnimmt. „Oben in Stuttgart ist es schwül. Hier herrscht eine Grabesluft“, bemerkt er in seinem Brief und lässt diese Atmosphäre auch in das Geschehen des Romans einsickern. Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Seiten des unterirdischen Schreibortes: Das Bunkerhotel wird nicht nur zum Rückzugsort für Koeppen, der gerne an anderen Orten schreibt, es ist zugleich Erinnerungsort und Gegenort zum geschäftigen Leben oben. Später wird Koeppen sagen: „Das Bunker-Hotel in Stuttgart war übrigens keine schlechte Klausur“.
Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs.

Vortrag, Mi 26.06.2019, 20:00 Uhr, Eintritt frei
Zur politischen Kulturgeschichte von Wolfgang Koeppens Bonn-Roman „Das Treibhaus“ (1953)
Vortrag von Dr. Benedikt Wintgens, Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e.V. (KGParl), Berlin. Moderation: Andrea Werner

Als kritischer Beobachter des Zeitgeschehens zeichnet Wolfgang Koeppen in seinem zweiten Nachkriegsroman Das Treibhaus das politische Klima der jungen Bundesrepublik nach. Auch wenn Koeppen selbst darauf hinweist, dass das aktuelle Tagesgeschehen nur „einen Katalysator für die Imagination des Verfassers bildet“, stellt der Historiker Dr. Benedikt Wintgens in seinem Vortrag den literarischen Text und seine zeitgenössische Rezeption als durchaus relevante Quellen vor, die die gesellschaftlichen und politischen Diskurse widerspiegeln und den Prozess der Demokratisierung nach der NS-Zeit anschaulich machen.
In Kooperation mit dem Literaturzentrum Vorpommern.

Parellel in der Galerie im Koeppenhaus die Ausstellung:
Wolfgang Koeppen: Im Labyrinth des Schreibens
Die Ausstellung blickt in Koeppens Schreibwerkstatt, dokumentiert seine Schreibqualen und zeigt den vielschichtigen Schriftsteller Wolfgang Koeppen

Film, Do 27.06.2019, 20:00 Uhr, 4 Euro
Aggregat

Aggregat setzt sich zusammen aus Beobachtungen in Redaktionen, auf öffentlichen Plätzen und im Bundestag in Deutschland. Gedreht in einer Zeit des Umbruchs 2016-2017: Flüchtlingskrise und Rechtspopulismus stellen das demokratische System auf die Probe. Drehorte waren Redaktionen, die Bundespressekonferenz und Konferenzräume im Bundestag, aber auch Schrebergärten, Marktplätze und Gaststätten – gezeigt wird der politische und journalistische Alltag hinter den Kulissen in Deutschland: Abgeordnete der SPD üben in einer internen Veranstaltung den Umgang mit rechtspopulistischen Thesen. Journalisten der Bild-Zeitung und der taz diskutieren in Redaktionskonferenzen über Themen des Tages. TV-Redakteure produzieren einen Fernsehbeitrag über die identitäre Bewegung. Eine Menschenmenge ruft: Volksverräter. Lügenpresse.
Der Film ist eine Sammlung aus Bildern, Eindrücken und Bruchstücken der politischen und medialen Gegenwart der deutschen Demokratie. Ohne Kommentar, aber genau beobachtend stehen die Einzelepisoden für sich und sprechen sachlich in diesen aufgeregten digitalen Zeiten.

Dokumentarfilm, D 2018, Regie: Marie Wilke, 92 Minuten

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Koeppentage 22. bis 28. Juni 2017

Unter dem Zitat aus „… gefangen im Auge der Kamera…“ aus Wolfgang Koeppens Text „Übers Jahr vielleicht wieder in Venedig“, präsentiert das Koeppenhaus die diesjährige Ausgabe des Literaturfestivals „Koeppentage“. Vom 22. bis 28. Juni nehmen Veranstaltungen rund um den 111. Geburtstag von Wolfgang Koeppen den Schriftsteller und sein Werk in den Fokus.
In diesem Jahr widmen sich die Koeppentage dem Film und der Fotografie. In seiner Zeit als Feuilletonredakteur beim „Berliner Börsen-Courier“ schrieb Wolfgang Koeppen neben Theater- und Literaturkritiken auch zahlreiche Filmkritiken. Er verfasste Drehbücher für Kinofilme und u.a. eine Reportage über die Dreharbeiten zu „F.P.1 antwortet nicht“, einem futuristischen Film von 1932 über Stützpunkte im Meer, die den Transozeanflug ermöglichen sollten. „… und ein Ingenieur erfand die schwimmende Insel aus Stahl, die Flug-Plattform 1, die nicht im Meer verankert, sondern auf der [Greifswalder] Oie geschaffen wurde, und die nicht den Fliegern dient, sondern dem Film und eine stille Insel in ein lärmendes Babelsberg verwandelt hat.“*
Neben weiteren Filmen, die u.a. zurück in Koeppens Jugend nach Masuren führen oder zu einem seiner Lieblingsziele nach Venedig, wird ein Hörspiel basierend auf seinem Drehbuch präsentiert.
Eine neue Kabinettausstellung im „Münchner Zimmer“ widmet sich dem Fotografen Koeppen und der Selbstinszenierung.

*Wolfgang Koeppen, „Ein Leuchtturm und tausend Lampen“, Berliner Börsen-Courier, 1932

Kurzprogramm hier, ausführlich in der pdf Programm Koeppentage2017

Film + Lesung
Donnerstag 22.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Ich bin gern in Venedig warum“

Ein alter Mann, Wolfgang Koeppen, geht durch das winterliche Venedig, er erinnert sich laut und spricht dieser Stadt zu, in der er gern ist, ohne sagen zu können warum. Ständig beobachtet und verfolgt vom ‚Geist Venedigs‘, einer barock kostümierten Gestalt mit Dreispitz und Fernrohr, flieht Koeppen die Kamera eher als sich ihr zu stellen.
Schauspieler Hannes Rittig liest u.a. aus Koeppens Brief an den Regisseur und einen Text über die Dreharbeiten.
TV-Film, WDR 1980, Regie: Ferry Radax, 58 Min

Ausstellungseröffnung
Freitag 23.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
Wolfgang Koeppen – „… gefangen im Auge der Kamera …“

Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs.

Film
Freitag 23.06.2017, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
„Der Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 1975 – Wolfgang Koeppen“

Der Film beschäftigt sich ausführlich mit der damals noch selbstständigen Stadt Bergen-Enkheim (seit 1977 ein Stadtteil von Frankfurt am Main) und dem ersten Preisträger Wolfgang Koeppen, der seine Texte selbst spricht. Entstanden ist ein zeitgenössisches Portrait Koeppens und seines Wohnorts auf Zeit.
Einführung: Katharina Krüger, Literaturwissenschaftlerin, Universität Hamburg

Hörspiel
Samstag 24.06.2017, 19.30 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei
„Bei Betty“ – Hörspiel von Jan Decker nach einem Drehbuch von Wolfgang Koeppen

Film + Gespräch
Montag 26.06.2017, 19.30 Uhr, Heineschuppen/Museumswerft, Eintritt 3 Euro
„F.P.1 antwortet nicht“

Filmvorführung und Gespräch über Wolfgang Koeppens Arbeit als Filmkritiker
im Heineschuppen der Museumswerft
Regie: Karl Hartl, D 1932, 35mm, 115 Min, u.a. mit Hans Albers, Sybille Schmitz, Peter Lorre
In Kooperation mit dem Wolfgang-Koeppen-Archiv und dem Filmclub Casablanca e.V.

Film
Mittwoch 28.06.2017, 19.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 3 Euro
„Ortelsburg – Szczytno. Es war einmal in Masuren“

Ortelsburg liegt am Rand der masurischen Seenplatte. Vor 1945 eine ostpreußische Stadt, gehört sie heute zu Polen und heißt Szczytno. Wolfgang Koeppen verbrachte hier Kindheit und Schulzeit. Der Filmtext stammt von Wolfgang Koeppen und wurde auch von ihm selbst eingesprochen.
BRD 1989/1990, Regie: Peter Goedel, TV-Dokumentarfilm, 82 Min

IMPRESSUM:
Die Greifswalder Koeppentage 2017 sind eine Veranstaltungsreihe des Literaturzentrums Vorpommern (in Trägerschaft des IKAZ e.V.) in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Deutsche Philologie an der Universität Greifswald, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Wolfgang-Koeppen-Stiftung und des Suhrkamp Verlags. Wir danken für die Zusammenarbeit auch der Greifswalder Museumswerft e.V. und dem Filmclub Casablanca e.V.

V.I.S.D.P.
Literaturzentrum Vorpommern in Trägerschaft des Internationalen Kulturaustausch-Zentrums (e.V.), Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4, Greifswald, Tel.: 03834-773510, info@koeppenhaus.de, www.facebook.com/koeppenhaus

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Literaturfestival Koeppentage vom 20. bis 29. Juni 2016

Unter dem Titel „Ich versuchte die Stadt“, einem Zitat aus Wolfgang Koeppens Prosa-Text Jugend, präsentiert das Koeppenhaus das Greifswalder Literaturfestival „Koeppentage“. Vom 20. Juni – 29. Juni rücken Veranstaltungen rund um den 110. Geburtstag von Wolfgang Koeppen, des Schriftstellers und Ehrenbürgers der Stadt, den Autor und sein Werk in den Mittelpunkt.
In diesem Jahr steht der Greifswald-Text Jugend im Fokus der Koeppentage. Jugend erzählt von einem jungen Außenseiter, der in seiner Geburtsstadt Greifswald niemals heimisch wird. Mit dem Makel der Armut und der unehelichen Geburt behaftet, streift er durch die Stadt, verfolgt von den argwöhnischen Blicken der Bürger. „In meiner Stadt war ich allein“, urteilt der Junge. Er feiert Niederlage und Zusammenbruch des Kaiserreiches, verliert sich in den Traumwelten des Kinos, des Theaters und der Literatur und denkt an Flucht in die großen Städte und fernen Länder.
Neben der Präsentation der Neuausgabe von Jugend im Rahmen der Werkausgabe des Suhrkamp Verlags sowie einer digitalen Textgenetischen Edition von Jugend, die im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Greifswald entstanden ist, bildet die Preisverleihung des Wolfgang-Koeppen-Preises 2016 an Thomas Hettche den Höhepunkt des diesjährigen Festivals.

Programmübersicht:

Ausstellungseröffnung „Münchner Zimmer“
Montag │ 20.06.2016│ 19.30 Uhr│ Koeppenhaus│ Eintritt frei
„In Greifswald wurde ich geboren, das lässt sich nicht leugnen…“
Einführung: Eckhard Schumacher und Andrea Werner

Vortrag
Montag │ 20.06.2016│ 20.00 Uhr│ Koeppenhaus│ Eintritt frei
„Ich sah die großen Untergänge…“ Über die Aktualität von Wolfgang Koeppens Werk
Alexander Graeff

Buchvorstellung & Gespräche
Mittwoch │ 22.06.2016 │18.00 Uhr │ Alfried Krupp Wissenschaftskolleg │ Eintritt frei
„Die Seiten häufen sich. Bald ist es ein Buch.“ Wolfgang Koeppens Jugend
Judith Schalansky, Raimund Fellinger, Katharina Krüger, Elisabetta Mengaldo, Eckhard Schumacher

Lesung & Gespräch
Mittwoch │ 22.06.2016 │20.15 Uhr │ Koeppenhaus│ Eintritt 5 & 3 Euro
„Die Auferstehung“

Karl-Heinz Ott, Ernst-Jürgen Walberg

Preisverleihung
Donnerstag │ 23.06.2016│ 20.00 Uhr│ Koeppenhaus│ Eintritt frei
Wolfgang-Koeppen-Preis 2016
Verleihung an Thomas Hettche

Lesung & Gespräch
Freitag │ 24.06.2016 │ 20.00 Uhr │ Koeppenhaus│ Eintritt 6 & 4 Euro
„Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens“
Schorsch Kamerun, Eckhard Schumacher

Rundgang
Sa │ 25.06.2016 │ 11.00 Uhr │ Treffpunkt Koeppenhaus │ Eintritt frei
Die Stadt als Erinnerungsort – auf den Spuren Wolfgang Koeppens
Stadtführung mit Monika Schneikart

Ausstellungseröffnung
Mittwoch │ 29.06.2016 │19.00 Uhr │ Koeppenhaus │ Eintritt frei
„Ich bin gern in Greifswald warum“
Studenten des CDFI, Künstlerische Leitung: Sylvia Dallmann, Christian Frosch

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Koeppentage 2015 – Literaturfestival vom 23. Juni bis 01. Juli


„Der geborene Leser, für den ich mich halte…“* Wolfgang Koeppens Lektüren
*Wolfgang Koeppen, Gesammelte Werke Bd. 5, Frankfurt/Main 1986, S. 322.

Ausstellungseröffnung „Münchner Zimmer“, Dienstag, 23.06.2015, 19.00 Uhr, Eintritt frei
„Der geborene Leser, für den ich mich halte…“
Wolfgang Koeppens Lektüren

Einführung: Philip Koch und Eckhard Schumacher
und Ausstellung „Wolfgang Koeppen – Im Labyrinth des Schreibens“ ergänzt mit Autorenportraits des Hamburger Zeichners und Grafikers Horst Janssen (1929-1995)
Einführung: Roland Ulrich

Lesung + Gespräch, Dienstag, 23.06.2015, 20.00 Uhr, Eintritt frei
Text + Kritik: Ein Abend für Wolfgang Koeppen
Lesungen und Gespräche mit Judith Schalansky und Raimund Fellinger

Moderation: Katharina Krüger und Eckhard Schumacher

Lesung, Mittwoch, 24.06.2015, 20.00 Uhr, Eintritt 5 & 3 Euro
„Ich l(i)ebte damals nach Büchern.“ Lesen mit Wolfgang Koeppen
Die Lesung gibt Einblick in die Bibliothek Koeppens und präsentiert in Auszügen jene Autoren, denen Koeppen besonders nahe stand. Es lesen Katja Klemt und Christian Holm, Einführung Roland Ulrich

Vortrag, Donnerstag, 25.06.2015, 20.00 Uhr, Eintritt frei
„Das Ungenaue genau treffen“. Wie vermittelt man Leben und Werk von Günter Grass?
Vortrag mit Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter Grass-Hauses in Lübeck

Spaziergang, Sonnabend, 27.06.2015, 14.00 Uhr, Eingang Alter Friedhof, 2 Euro
Als die Toten noch in Häusern wohnten“
Führung auf dem Alten Friedhof
zur Erneuerung der Grabstelle von Maria und Emilie Koeppen mit einer kurzen Lesung aus Wolfgang Koeppens Erzählung Jugend und Führung über den Alten Friedhof mit der Kunsthistorikerin Anja Kretschmer (Förderverein Alter Friedhof Greifswald e.V.)

Lesung + Gespräch, Mittwoch, 01.07.2015, 20.00 Uhr, Eintritt frei
„… ich war ja in Rom, in Rom, in Rom“
Lesung und Gespräche mit Hans-Ulrich Treichel und Raimund Fellinger
anlässlich der Edition von Wolfgang Koeppens Roman Der Tod in Rom im Rahmen der Werkausgabe im Suhrkamp Verlag

Koeppentage · Meldungen

Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis geht 2014 an den Schriftsteller Karl-Heinz Ott

Der Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis 2014 der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wird in diesem Jahr dem Schriftsteller Karl-Heinz Ott verliehen. Vorgeschlagen wurde der Schriftsteller von Anna Katharina Hahn, Preisträgerin des Jahres 2012.

Anna Katharina Hahn begründete ihren Vorschlag mit den Worten:
„Karl-Heinz Ott hat besonders in seinen beiden… Romanen ‚Endlich Stille‘ (2005) und ‚Ob wir wollen oder nicht‘ (2008) gezeigt, wie ein Schriftsteller die sogenannte Moderne selbständig und eigensinnig fortschreiben und dabei elegant mit der Tradition spielen kann; überdies hat Ott dabei immer ein scharfes Auge für die sozialen Rahmenbedingungen seiner höchst individualistischen Helden. Dazu kommen ein originärer, unverwechselbarer Stil, eine eigene Sprache – für mich persönlich das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung von Literatur“

Pressemitteilung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Koeppentage
Greifswalder Literaturfestival
20. Juni – 25. Juni 2014

Ausstellungseröffnung
Verzettelt, verschoben, verworfen. Wolfgang Koeppens Schreibkrisen
FR, 20. Juni 2014, 17:00 Uhr, Koeppenhaus „Münchner Zimmer“, Eintritt frei
21. Juni – 6. September, Di-Sa, 14-18 Uhr, Eintritt frei

Vortrag
Die Krankheit(en) der Moderne. Vom Umgang mit Wolfgang Koeppen
Professor Dr. Walter Erhart (Universität Bielefeld)
Im Rahmen der wissenschaftlichen Fachtagung „Verzettelt, verschoben, verworfen. Textgenese und Edition moderner Literatur”
FR, 20. Juni 2014, 18:15 Uhr, Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Eintritt frei

Werklesung aus „Jugend“
André Jung liest Wolfgang Koeppen
Einführung Dr. Roland Ulrich (Universität Greifswald)
FR, 20. Juni 2014, 20.15 Uhr, Koeppenhaus, 3 & 5 Euro

Verleihung des Wolfgang-Koeppen-Preises an Karl-Heinz Ott
Preisübergabe durch den Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald Dr. Arthur König, Laudatio Anna Katharina Hahn
MO, 23. Juni 2014, 18:00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt frei

Dokumentarfilm
Der Schriftsteller Jürgen Becker – In der Hölle des Schweigens
DI, 24. Juni 2014, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 2 Euro

Poetry Slam Workshop und Poetry Slam
Schreibblockade?! Performanceblockade?!
MI, 25. Juni 2014, 20.00 Uhr, Koeppenhaus, Eintritt 5 & 3 Euro

Ausstellung „Im Labyrinth des Schreibens“
Die Ausstellung widmet sich dem Künstler Koeppen, blickt in seine Schreibwerkstatt, zeigt den vielschichtigen Schriftsteller und produktiven Journalisten und dokumentiert seine Schreibqualen.
21. Juni – 6. September, Di-Sa, 14-18 Uhr, Eintritt frei

Koeppentage · Meldungen

Koeppentage 2013: Nach der Heimat gefragt…

Greifswalder Literaturfestival Koeppentage 2013
„Erinnerungen […], die der Empfindung Heimat nahe kommen.“*
17. Juni bis 4. Juli 2013

Koeppentage 2013

Rund um den Geburtstag Wolfgang Koeppens präsentieren die Greifswalder Koeppentage eine Veranstaltungsreihe, die Aspekte aus dem Leben und Werk des Autors aufgreift. Wolfgang Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in der Bahnhofstraße 4-5, dem heutigen Koeppenhaus, geboren.
Seine drei in den 1950er Jahren erschienenen Romane zählen heute zu den wichtigsten der gesamten deutschen Nachkriegsliteratur. Unter dem Motto „Nach der Heimat gefragt…” spannt das Literaturzentrum im Koeppenhaus dieses Jahr einen Bogen von den Orten, die sich in Koeppens Werk immer wieder eingeschrieben haben, bis zu einigen Wegmarken der Zeitgeschichte, die mit Lesungen, Filmen, einer Ausstellung und Musik erkundet und zur Bestandsaufnahme werden: Von der „verlorenen Heimat, melancholischer und rückwärtsgewandter Utopie” bis zu Wendepunkten und Bewegungen wie u. a. dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sowie der Literaten- und Künstlerszene in Ostberlin 1979-1989. Teil dieser Bestandsaufnahme ist ebenso die dissidente DDR-Realität, die den heutigen Linken weitgehend unbekannt ist oder die von Lesebühnenautoren beleuchtete Gentrifizierungsdebatte.

Seien Sie herzlich eingeladen zu den Greifswalder Koeppentagen 2013!

Programmübersicht

Ausstellung
Mo 17. Juni 2013 | 19.30 Uhr | Eintritt frei
Wir wollen freie Menschen sein!
Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953
Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Lesung
Mo 17. Juni 2013 | 20.00 Uhr | 3 Euro
Denkanstoß 17. Juni 1953
Eine literarische Lesung mit Sonja Hilberger (Theater Rostock) und Olaf Jelinski (Berlin)

Stadtführung
So 23. Juni 2013 |14.00-16.00 Uhr | Eintritt frei
Auf den Spuren Wolfgang Koeppens
Eine literarische Stadtführung durch die Greifswalder Innenstadt

Film
Mi 26. Juni 2013 | 20.00 Uhr | 3 Euro
Poesie des Untergrunds
Die Literaten- und Künstlerszene Ostberlins 1979-1989

Lesung
Do 27. Juni 2013 | 20.00 Uhr | 3 Euro
Anne Seeck und Bernd Gehrke „Das Begehren, anders zu sein“
Politische und kulturelle Dissidenz von 1968 bis zum Scheitern der DDR

Konzert
Fr 28. Juni 2013 | 20.00 Uhr |5 Euro
Der Singende Tresen
No Pop! No Rock! No Liedermaching! Lieder über die ausgefransten Ränder unserer Gesellschaft

Ausstellung
Sa 29. Juni 2013 | 19.30 Uhr | Eintritt frei
„ich habe keine Heimat“
Heimat(-losigkeit) bei Wolfgang Koeppen Ausstellung im Münchner Zimmer

Lesung
Sa 29. Juni 2013 | 20.00 Uhr | 3 & 5 Euro
Abfahrbereit. Wolfgang Koeppen – Orte des Lebens und Schreibens
Lesung mit Stefan Eggert und Hannes Rittig

Lesung
Mo 01. Juli 2013 | 20.00 Uhr | 3 & 5 Euro
Lost in Gentrification
Großstadtgeschichten als amüsanter Beitrag zur Gentrifizierungsdebatte mit Volker Surmann und Sebastian Lehmann

Film
Do 04. Juli 2013 | 20.00 Uhr | 3 Euro
Jeder schweigt von etwas anderem
Das dokumentarische Gegenstück zum Stasi-Spielfilm „Das Leben der Anderen“

Kartenvorverkauf:
Café Koeppen, Bahnhofstraße 4, Greifswald, Tel.: 03834-414189
Greifswald Information, Markt, Greifswald, Tel.: 03834-521380

(*Wolfgang Koeppen: Nach der Heimat gefragt…, in: Gesammelte Werke Bd. 5, Frankfurt/Main 1986, S. 302)

Koeppentage · Meldungen

Koeppentage 2012

Greifswalder Literaturfestival Koeppentage 2012
„Auf vielen Schreibmaschinen wird das alte Garn weitergesponnen“*
23.-30. Juni 2012

Die Greifswalder Koeppentage, präsentieren rund um den Geburtstag Wolfgang Koeppens (1906-1996) eine Veranstaltungsreihe, die Aspekte aus dem Leben und Werk des Autors aufgreift. Wolfgang Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in der Bahnhofstraße 4-5, dem heutigen Koeppenhaus, geboren. Unter dem Motto „Auf vielen Schreibmaschinen wird das alte Garn weitergesponnen“ stehen Fragen nach der Aktualität von Koeppens Werk und nach möglichen Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit Koeppens Werk in der gegenwärtigen Literatur und im Hörspiel im Mittelpunkt des Festivals.

Seien Sie herzlich eingeladen zu den Greifswalder Koeppentagen 2012!

Programmübersicht

Preisverleihung
SA, 23. Juni 2012, 18:00 Uhr, Eintritt frei, Koeppenhaus
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald verleiht den Wolfgang Koeppen-Literaturpreis an Anna Katharina Hahn. Laudatio: Joachim Lottmann

Ausstellungseröffnung im „Münchner Zimmer“
MO, 25. Juni 2012, 19:30 Uhr, Eintritt frei, Koeppenhaus

Hörspiel & Gespräch

MO, 25. Juni 2012, 20:00 Uhr, 3 & 5 Euro, Koeppenhaus
Jan Decker über Hörspielprojekte zu Koeppen, anschließend im Gespräch mit Florian Meusel über Formen der künstlerischen Auseinandersetzung oder den Reiz, den Koeppen und sein Werk auf junge Künstler ausübt

Koeppen-Werklesung
DI, 26. Juni 2012, 20:00 Uhr, 3 & 5 Euro, Koeppenhaus
Robert Gwisdek liest aus Wolfgang Koeppens „Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch“, Einführung in die spannende Publikationsgeschichte mit der doppelten Autorschaft durch Roland Ulrich

Lesung & Gespräch
FR, 29. Juni 2012, 20:00 Uhr, 3 & 5 Euro, Koeppenhaus
Sophie Reyer und Werner Fritsch lesen eigene Texte und sprechen mit Eckhard Schumacher und Jürgen Klein über ihre literarische „Begegnung“ mit Wolfgang Koeppen.

Stadtführung
SA, 30. Juni 2012, 14:00-16:00 Uhr, Eintritt frei, Treffpunkt am Koeppenhaus
Mit Monika Schneikart auf den literarischen Spuren Wolfgang Koeppens

Ausstellung
DI-SA, bis 01. September 2012, 14:00-18:00 Uhr, Eintritt frei, Koeppenhaus
Wolfgang Koeppen – Im Labyrinth des Schreibens

(*Wolfgang Koeppen aus Auf der Suche nach dem verlorenen Roman)

Koeppentage · Meldungen

Greifswalder Koeppentage 2011 zum Thema Lobbyismus

„ … sie waren Staatsdiener, wenn auch nicht sympathisch …“
(Zitat aus Wolfgang Koeppens „Das Treibhaus“, 1953)

Die Greifswalder Koeppentage präsentieren vom 17. bis 27. Juni 2011, rund um den 105. Geburtstag Wolfgang Koeppens (1906–1996), eine Veranstaltungsreihe, die Aspekte aus dem Leben und Werk des Autors aufgreift. Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in der Bahnhofstraße 4/5, dem heutigen Koeppenhaus, geboren.

Lobbyismus – über dieses Thema lohnt es sich immer wieder nachzudenken. Viele Autoren und Journalisten haben in verschiedener Weise über die Phänomene des Lobbyismus recherchiert und reflektiert. Im Rahmen der Koeppentage möchten wir ihre Spur aufnehmen und mit vielfältigen Veranstaltungen verfolgen. Wolfgang Koeppen schrieb 1953 den Roman „Das Treibhaus“ und mischt sich in die aktuelle Politik ein, gleichwohl er im Vorwort ergänzt: „Der Roman hat seine eigene poetische Wahrheit.“ Diese Voranstellung konnte den Roman trotzdem nicht davor bewahren, auf Bonner Verhältnisse und Personen bezogen zu werden, denn lieferte er doch diskrete Hinweise um einige Romanfiguren als reale Personen erkennen zu können.

Wir laden Sie recht herzlich ein, im Rahmen des diesjährigen Literaturfestivals, mit uns auf Spurensuche nach dem Phänomen Lobbyismus als „Die fünfte Gewalt“, wie Thomas Leif und Rudolf Speth es in ihrem Buch benannten, zu gehen!

Besonders freuen wir uns auf den Besuch von Günter Grass und Dr. Norbert Lammert zu einem Podiumsgespräch sowie der von Prof. Dr. Thomas Leif moderierten Podiumsdiskussion mit Lobbyisten und Parlamentariern am 18. Juni 2011. Außerdem werden neben einer Werklesung aus Wolfgang Koeppens „Das Treibhaus“ mit dem Adolf Grimme Preisträger Christian Brückner, zu den diesjährigen Greifswalder Koeppentagen weitere hochkarätige Vertreter der bundesdeutschen Kultur- und Wissenschaftsszene in Greifswald erwartet.

Programmübersicht

17. Juni, 19:00 Uhr, Ausstellungseröffnung im Koeppenhaus
Treibhausatmosphäre. Eine Ausstellung des Wolfgang-Koeppen-Archivs

17. Juni, 20:00 Uhr, Lesung & Gespräch im Koeppenhaus
Martin Hielscher und Michael Kumpfmüller

18. Juni, 17:00 Uhr, Podiumsdiskussion im Koeppenhaus
Thomas Leif diskutiert auf dem Podium mit seinen Gästen

18. Juni, 20:00 Uhr, Lesung und Podiumsdiskussion im Pommerschen Landesmuseum
Dr. Norbert Lammert, Günter Grass und Dr. Norbert Lammert im Gespräch

23. Juni, 20:00 Uhr, Film und Koeppen-Gespräch im Koeppenhaus
Gespanntes Verhältnis. Literatur und Politik im ‘Treibhaus’ Bonn

24. Juni, 20:00 Uhr, Lesung im Koeppenhaus
Christian Brückner liest „Das Treibhaus“

27. Juni, 21:00 Uhr, Lesebühne im Café Koeppen
Alles außer Tiernahrung – Neue politische Gedichte

Koeppentage

Greifswalder Koeppentage 2010 zum Thema „Das Amerika der Autoren“

Plakat Koeppentage 2010„Ein Ort, aufs innigste sich hinzuwünschen“ aus: „Amerikafahrt und andere Reisen in die Neue Welt“, Hrsg. von Walter Erhart unter Mitarbeit von Anja Ebner und Arne Grafe, Suhrkamp Verlag, 2008: S. 228.

Die Greifswalder Koeppentage präsentieren vom 18. Juni – 25. Juni 2010 rund um den 104. Geburtstag Wolfgang Koeppens (1906–1996) eine Veranstaltungsreihe, die Aspekte aus dem Leben und Werk des Autors aufgreift. Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in der Bahnhofstraße 4/5, dem heutigen Koeppenhaus, geboren.

Das Reisen bildet das geheime, lange Zeit viel zu wenig beachtete Zentrum von Wolfgang Koeppens literarischem Werk. Über sechs Jahrzehnte, von der Weimarer Republik bis zum Ende der alten Bundesrepublik, schrieb Koeppen Reisereportagen. Er spielte mit Formen des Genres und warf einen unkonventionellen, das Fremde und gleichzeitig Authentische suchenden Blick auf scheinbar bekannte Kultur- und Lebensgewohnheiten; egal, ob er sich – im Auftrag von Alfred Andersch und für den Süddeutschen Rundfunk – 1957 in die Sowjetunion oder, nur ein Jahr später, in die USA aufmachte. „Amerikafahrt“ dokumentiert Wolfgang Koeppens lebenslange Auseinandersetzung mit der „Neuen Welt“.

Seit deutsche Autoren über Amerika schreiben, geschieht dies in einer Ambivalenz von Faszination und Abwehr. Amerika ist anders als Europa, aber inwiefern? Wie hat sich der Blick der deutschen Autoren seit Koeppens Amerikafahrt gewandelt? Dies versuchen die diesjährigen Koeppentage auf unterschiedliche Weise zu verdeutlichen.

Neben dem zu kürenden Koeppen-Preis-Träger Joachim Lottmann, dem Professor für Geschichte Michael Kimmage (Washington) und einem der vielseitigsten Kreativen der deutschen Kulturszene, dem Schauspieler, Regisseur und Autor Hanns Zischler werden u. a. die Schriftsteller Ulrich Peltzer und Antje Ravic-Strubel in Greifswald erwartet.

Die Greifswalder Koeppentage sind eine Veranstaltungsreihe des Literaturzentrums Vorpommern (in Trägerschaft des IKAZ e.V.) in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Instituts für Deutsche Philologie der Universität Greifswald, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Wolfgang-Koeppen-Stiftung, des Quartiersbüros Fleischervorstadt, des Suhrkamp Verlags, der Greifswalder Stadtwerke GmbH und der Volksbank Raiffeisenbank eG Greifswald.

Koeppentage

Greifswalder Koeppentage 2009 zum Thema „Erzähltes Leben“

„… doch ich fand nicht mehr den Garten Eden“

(Zitat aus Wolfgang Koeppen, „Jugend“, Suhrkamp Verlag, 1996: S. 9.)

Die Greifswalder Koeppentage präsentieren vom 19. Juni – 27. Juni 2009 rund um den 103. Geburtstag Wolfgang Koeppens (1906–1996) eine Veranstaltungsreihe, die Aspekte aus dem Leben und Werk des Autors aufgreift. Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in der Bahnhofstraße 4/5, dem heutigen Koeppenhaus, geboren.

Kaum ein Künstler kann von sich behaupten, dass seine individuelle Lebensgeschichte bzw. seine persönlichen Erfahrungen nicht – und sei es nur in Nuancen – Eingang in sein schöpferisches Tun gefunden hätten. Ausgehend von Wolfgang Koeppens künstlerischer Verarbeitung seiner Jugenderlebnisse in Greifswald und Pommern, stehen die diesjährigen Koeppentage unter dem Thema „Erzähltes Leben – Identität und Erinnerung in der Kunst“.

Neben einer Werklesung aus Wolfgang Koeppens „Jugend“ mit dem renommierten Charakterdarsteller Ulrich Matthes werden zu den diesjährigen Greifswalder Koeppentagen weitere hochkarätige Vertreter der bundesdeutschen Kulturszene in Greifswald erwartet.

Seien Sie, verehrte Besucher, Koeppen- und Literaturliebhaber, sehr herzlich eingeladen zu den Veranstaltungen und Lesungen der Greifswalder Koeppentage! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Greifswalder Koeppentage sind eine Veranstaltungsreihe des Literaturzentrums Vorpommern (in Trägerschaft des IKAZ e.V.) in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Wolfgang-Koeppen-Stiftung, des Quartiersbüros Fleischervorstadt, des Suhrkamp Verlags, der Sparda Bank Berlin eG, der Volksbank Raiffeisenbank eG, Greifswald und des Fachschaftsrates des Instituts für Deutsche Philologie der Universität Greifswald.